Shar Pei

Shar Pei – Das Portrait

FCI-Gruppe 2: Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde

Sektion 2.1: Doggenartige Hunde

Größe: 44 – 51 cm

Lebenserwartung: 9 – 11 Jahre

Charakter: Sensibel, selbstsicher, ausgeglichen

Felllänge: Kurz

Fellfarbe: Einfarbig

Der Shar Pei ist ein sensibler aber auch sehr selbstsicherer Hund aus dem Reich der Mitte. Als früherer Hüte und Wachhund ist er fremden gegenüber sehr misstrauisch. Sobald er Vertrauen gefasst hat, erweist sich der Shar Pei jedoch als sehr loyal und freundlich. Das macht ihn, bei einer guten Erziehung, zu einem guten Gefährten für Familien mit und ohne Kinder.

Steckbrief

Lebenserwartung: 9 bis 11 Jahre
Gewicht: 18 bis 290 kg
Widerristhöhe: 45 bis 51 cm
Charakter: Sensibel, selbstsicher, ausgeglichen, entspannt, unabhängig
Farben: creme, braun, rot, schwarz
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 2
Kosten: Zwischen 1.300 & 1.600 Euro

Wesen und Charakter

Der Shar Pei ist intelligenter und ausgeglichener Hund.

Seine Gelassenheit und der eigene Wille lassen ihn sehr selbstsicher wirken und das macht ihn zu einem starken Charakter

Schon als Welpe lässt er erkennen, ob er ein Freund von Bewegung ist oder es lieber ruhiger angehen lässt.

Der Shar Pei ist ein ruhiger Vertreter seiner Art. Er bellt nicht viel, aber beobachtet immer aufmerksam seine Umgebung und ist Fremden gegenüber stets misstrauisch.

Menschen, denen er vertraut, steht er jedoch loyal zur Seite. Das können auch Familien mit Kindern sein.

Geschichte und Herkunft

Es gibt mehrere Theorien was den Ursprung des Shar Peis angeht.

Eine Theorie besagt, dass er eine neu gezüchtete Rasse ist. Entstanden aus einer Kreuzung des chinesischen Chow-Chows mit dem Steffordshire Bullterrier.

Eine weitere Theorie besagt, dass der Ursprung des Shar Peis in den südlichen Provinzen Chinas liegt. Seine Geschichte geht 2000 Jahre bis in die Han Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) zurück. Trotz seiner langen Geschichte war der Shar Pei bis ins 20. Jahrhundert hauptsächlich in China bekannt und auch lange dort weit verbreitet.

Als Jagd- und Wachhund war er vor allem in den unteren gesellschaftlichen Schichten nützlich. Dazu gehörten Fischer, Bauern und die einfache Landbevölkerung.

Da diese Rasse den Ansprüchen des Adels nicht genügte und die ärmere Bevölkerung sich nach der Einführung der Hundesteuer kaum noch einen Hund leisten konnte, drohte der Shar Pei in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts auszusterben. Weltweit soll es keine 150 Tiere dieser Rasse mehr gegeben haben. Dank der Initiative eines chinesischen Züchters und der Zusammenarbeit mit seinen amerikanischen Kollegen, gelang es den Bestand der seltensten Hunderasse der Welt wieder zu vergrößern.

1979 kamen die ersten Shar Peis aus China und Amerika nach Deutschland.

Überlegungen vor der Anschaffung

Diese Hunderasse ist eher für erfahrene Hundehalter geeignet. Seine Intelligenz und der starke Wille des Shar Pei braucht eine geduldige und liebevolle, aber konsequente Erziehung. Ansonsten kann es passieren, dass er den Menschen dominiert und keinen Respekt mehr vor ihm hat.

Bei einer guten Erziehung ist er jedoch ein treuer Begleiter, der sich problemlos in Familien mit Kindern einfügt.

Ideal ist auch ein Haus mit Garten, wo der seinen Freiraum hat und seinem Bewegungsdrang nachgehen kann.

Es muss vor der Anschaffung eines jungen Shar Peis beachtet werden, dass die Hautfalten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden müssen. Das beugt Entzündungen vor. Dieser erhöhte Pflegeaufwand fällt auch bei erwachsenen Hunden mit erhöhter Faltenbildung an.

Geeignete Aktivitäten

Ursprünglich war der Shar Pei ein Wach- und Jagdhund. Das sollte bei der Wahl der Aktivitäten beachtet werden.

Es ist eine intelligente und willensstarke Rasse, die selbständig denkt und handelt. Das heißt, dass dieses Tier durchaus belastbar bei Wanderungen und langen Spaziergängen ist. Optimal ist die gleichzeitige geistige Beschäftigung.

Von Hundesport ist im Normalfall aber abzusehen, da diese Rasse zu Eigensinnig und intelligent ist, um stupide Kommandos ohne Sinn zu befolgen.

Eine rassengerechte Beschäftigung wäre beispielsweise das Ausnutzen des Jagdtriebs, der heute durchaus noch vorhanden ist. Das fordert sowohl die Intelligenz als auch die Bewegung des Hundes.

Rassemerkmale

Die Merkmale des Shar Pei und anderer Rassen werden durch den FCI (Fédération Cynologique Internationale) festgelegt. Dieser zählt den Shar Pei zur Sektion 2.1 – Doggenartige Hunde.

Das auffälligste Merkmal des Shar Pai sind seine Falten, wegen denen er auch als „chinesischer Faltenhund“ bezeichnet wird.

Sie sind insbesondere am Kopf und Widerrist deutlich sichtbar. Das war jedoch nicht immer der Fall. Der ursprüngliche Shar Pei (Bone Mouth) wies nicht diese starke Faltenbildung auf. Im Laufe der Zeit wurden die Hautfalten durch Züchtung immer weiter gefördert und sorgen inzwischen bei dieser Hunderasse zu Atembeschwerden, Augen- und Hautproblemen. Aus diesem Grund wird eine starke Faltenbildung heute nicht mehr von der FCI als Standard für diese Rasse akzeptiert. Leichte Ansätze, ohne gesundheitliche Auswirkungen auf den Hund, sind jedoch erlaubt.

Ein weiteres Merkmal dieser chinesischen Rasse ist eine blaue bis blauschwarze Zunge. Das Zahnfleisch hat ebenfalls diese Färbung.

Außerdem sind die Haare kurz und einfarbig. Bis auf weiß sind alle üblichen Farben vertreten.

Neben den bereits erwähnten Krankheiten, kann schon in jungen Jahren beim Shar Pei das FSF (Familial Shar Pei Fever) auftreten. Es hält einige Stunden oder bis zu 36 Stunden an. Häufiges Auftreten ist nicht ungewöhnlich, kommt im Alter aber immer unregelmäßiger vor.

Ein typisches Merkmal dieser Rasse ist die Scheu vor Wasser. Sportliche Aktivitäten an Land sind daher am besten geeignet.

Geeignete Ernährung

Die Ernährung des Shar Pei richtet sich nach den gleichen Regeln wie bei anderen Hunden. Sie sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein und nicht in zu großen Portionen verfüttert werden.

Außerdem richtet sich die Art des Futters im Erwachsenenalter nach Größe und Sportlichkeit des Hundes. Unverträglichkeiten und Allergien sind bei dieser Rasse ebenso möglich, wie bei anderen.