American Staffordshire

American Staffordshire – Das Portrait

Der American Staffordshire Terrier zählt in Deutschland zu den mittelgroßen Hunden.

Mit der richtigen Erziehung ist er anhänglicher, verspielter und treuer Begleithund.

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Hunde liegt dabei zwischen 9 und 15 Jahren. Die Rasse wird unter anderem auch als Kampfhund gezüchtet und steht deshalb auf der Liste der gefährlichen Hunde.

Steckbrief

Lebenserwartung: 9 bis 15 Jahre
Gewicht: 18 bis 30 kg
Widerristhöhe: 43 bis 48 cm
Charakter: intelligent, aufmerksam, loyal, ausdauernd, dynamisch
Farben: weiß, schwarz, grau und braun
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 3
Kosten: Zwischen 900 & 1.200 Euro

Wesen und Charakter des American Staffordshire

Diese Hunderasse ist sehr intelligent, deshalb lernen die Hunde aufmerksam und gut. Dazu ist Konsequenz nötig, da der American Staffordshire durchaus eigenwillig und stur sein kann.

Aber auch ein sehr hoher Spieltrieb und eine hohe Reizschwelle zeichnen diese Hunde aus. Gepaart mit ihrer Lernfähigkeit und dem Drang nach Beschäftigung eignen sie sich sehr gut als Sporthunde und auch als Familienhunde oder sogar Therapiehunde. Der American Staffordshire ist nämlich sehr anhänglich und kinderlieb – dies gehört schlicht von Anfang an in die richtigen Bahnen gelenkt, da er teilweise stark ausgeprägtes Dominanz- oder Wachverhalten zeigt.

Dies liegt auch an der Treue gegenüber seinem Besitzer, weshalb er schnell in eine Verteidigunghaltung gegenüber potenziellen Gefahren schalten kann.

Im Allgemeinen ist er aber trotz seiner Verspieltheit ein sehr verschmuster Hund, der genügend Zeit und Möglichkeit zum Auspowern mit seinem Besitzer oder der Familie braucht.

Herkunft und Geschichte der Rasse

Die Ahnen des American Staffordshire sind der Terrier und die Bulldogge aus England. Als Tierkämpfe dort 1835 verboten wurden, verließen einige Veranstalter und Hundehalter das Land und zogen nach Amerika. Die Rasse wurde also durch britische Einwanderer in die USA gebracht, wo Tierkämpfe ab 1880 für sie wieder zum Gewerbe wurde.

Mit der Zeit allerdings entstanden zwei Linien des Bullterriers, da die einen ihn vermehrt oder nur als Kampfhund einsetzen wollten. Immer mehr hielten ihn aber auch als Familien- und Wachhund.

Um eine deutliche Grenze zwischen beiden zu schaffen, wurden den Rassen eigene Namen zugeteilt. So enstand auf der einen Seite der American Pit Bull Terrier, der als Kampfhund diente. Und auf der anderen Seite gab es nun den American Staffordshire Terrier.

Überlegungen vor der Anschaffung eines American Staffordshire Terrier

Am wichtigsten ist, sich darüber im Klaren zu sein, dass der Kauf eines American Staffordshire nicht ganz einfach ist. Da sie als Listenhunde gelten, unterliegen die Zuchten strengen Auflagen und der Züchter muss bei einem der drei offiziellen VDH – Vereinen Mitglied sein, um eine legale Zucht vorweisen zu können. So jemanden zu finden ist mit gründlicher Suche aber auch hier möglich, das zeigt sich allerdings auch im Preis. Für einen Welpen aus legaler und guter Zucht zahlt man um die 1000 Euro.

Es gibt genügend Züchter, die illegale Zuchten bieten und Hunde, die stark verhaltensauffällig sind oder auch Mischlinge. Deshalb immer Papiere und Stammbäume zeigen lassen.

Aber nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Haltung eines Listenhundes unterliegt gewissen Regeln – mit diesen sollte man sich im Vorfeld vertraut machen und sich über angemessene Haltungsbedingungen informieren.

Wer dem Hund nicht genügend Platz, Zeit und Auslauf bieten kann, sollte einen Kauf dieser Rasse überdenken.

Geeignete Aktivitäten für die Rasse

Der American Staffordshire braucht von Anfang an eine liebevolle und konsequente Erziehung. Schon als Welpe sollte mit dem Training begonnen werden und täglich für genügend Auslastung gesorgt werden. Nur, wenn diese Rasse sowohl körperlich als auch mental gefordert wird, ist sie ausgeglichen und glücklich.

Geeignet ist zum einen zum Beispiel eine Hundeschule. Denn gerade Hundesportarten wie Agility sind sehr gut für den American Staffordshire geeignet.

Aber auch lange Spaziergänge, Wanderungen und Spiele mit dem Besitzer oder der Familie sollten täglich an der Tagesordnung stehen um diesen Hund auszulasten.

Am besten sind übrigens Wohnungen oder Häuser mit großem Garten für die Haltung geeignet, da man hier den Vierbeiner auch mal draußen laufen lassen kann.

Rassemerkmale

Den American Staffordshire zeichnet sich durch einen kräftigen und robusten Körperbau aus, mit einer Widerristhöhe zwischen 43 cm und 48 cm. Dabei erreichen die Hunde ein Gewicht zwischen 18 kg bis 30 kg.

Ein auffälliges Merkmal der Rasse stellt der Kopf der Hunde dar. Er ist groß und keilförmig mit einem sehr starken Gebiss. Die Ohren liegen hoch am Kopf.

Bei den Ohren handelt es sich um Rosenohren oder halb aufgerichtete Stehohren.

Das Fell der American Staffordshire ist kurz, dicht und glatt. Bei der Zucht sind alle Farben erlaubt.

Geeignete Ernährung für den American Staffordshire

Im Allgemeinen stellt die Rasse keine bestimmten Anforderungen an die Ernährung. Es wird also kein spezielles Futter benötigt.

Aufgrund der ohnehin schon kräftigen Statur kann der American Staffordshire allerdings zu Übergewicht neigen. Es wird deshalb empfohlen, ihn lieber mit zwei bis drei Portionen über den Tag verteilt zu füttern, statt mit einer großen Mahlzeit. Dies beugt auch einer Magendrehung vor.

Je älter der Hund wird, umso wichtiger wird es auf das Gewicht zu achten.

Auch, um anderen alters- oder gewichtsbedingten Krankheiten wie Arthrose vorzubeugen – dies gilt für nahezu jede Hunderasse.

Der American Staffordshire spricht auch gut auf die Methode der Rohfütterung, dem sogenannten Barfen, an.