Japanese Bobtail

Japanese Bobtail – Das Portrait

Steckbrief

Name: Japanese Bobtail
Wissenschaftlicher Name: Felis catus
Herkunft: Japan
Lebenserwartung: 14 – 16 Jahre
Gewicht: 2,5 – 4,5 kg
Fellfarben: schwarz, blau/schiefergrau, rot, creme, weiß, mehrfarbig
Charakter: verspielt, intelligent, lebhaft, freundlich
Kosten: Zwischen 800 & 1.200 Euro

Rassenmerkmale

Die Rassenkatze Japanese Bobtail verfügt über einen eleganten und chicken Umriss sowie eine stark entwickelte Muskulatur. Der Katzenkopf zeichnet sich vor allem durch die großen, aufrechten Ohren und die großen, rundlichen, schrägstehenden Augen, die fein Konturen haben, aus. Der Schwanz hat in der Regel eine Länge von fünf bis acht Zentimetern. Im entspannten Zustand, steht der Katzenschwanz aufrecht. Die Schwanzhaare beziehungsweise das Fell am Schwanz sind grundsätzlich dicker und länger als am restlichen Körper und wächst in allen möglichen Richtungen, wodurch die Form eines Pompons bzw. Kaninchenschwanzes zum Vorschein kommt. Die Japanese Bobtail lässt sich in zwei unterschiedlichen Arten aufteilen: Es gibt sowohl die Long- als auch Shorthair Katzenrasse. Das Fell ist vergleichsweise zu anderen Katzenrassen relativ weich und sehr glatt. Das Fell kann viele unterschiedliche Farben haben. Die im Heimatland Japan präferierte Farbe ist Tricolor oder Tortie mit Weiß (ebenfalls unter dem Begriff Mi-Ke bekannt), eine Farbmischung aus Schwarz, Rot und Weiß, die für das Symbol Glück steht. Üblicherweise haben nur die weiblichen Wesen eine solche Färbung.

Wesen und Charakter

Der Charakter der Japanese Bobtail Katze wird vor allem durch ihre Kontaktfreudigkeit und Freundlichkeit geprägt. Diese Rassekatze versteht sich sowohl mit Menschen als auch mit Artgenossen sowie anderen vorhandenen Haustieren, wie zum Beispiel Hunden, gut. Japanese Bobtails verhalten sich teilweise wie ein Hund und schwingen fröhlich mit ihrem Schwanz, wenn sie ihr Herrchen und, oder ihr Frauchen sehen. Die Japanese Bobtail Katzenrasse gilt in der Regel als sehr gesprächig und unterhält sich gerne mit der menschlichen Familie, bei der sie wohnt. Die Katze ist sehr agil und klettert gerne, hat am Spielen Spaß und kann obendrein sogar lernen, diverse Gegenstände zu apportieren. Das Japanese Bobtail-Wesen wird des Öfteren mit den Adjektiven liebevoll, empfindlich und gutmütig beschrieben. Die Katzen verhalten sich in ihrer Familie bemerkenswert sozial und weisen eine hohe Intelligenz auf. Dank der Intelligenz und dem Engagement neues zu lernen sind sie die perfekten Alltags-Begleiter. Ihr Lernengagement ermöglicht ihnen, verschiedene Befehle und Tricks auszuführen. Dies ist eine bemerkenswerte und seltene Eigenschaft, die mit wenigen Katzen übereinstimmt. Bereits als Kätzchen ist diese Katzenrasse sehr aktiv, spielfreudig sowie lernfähig.

Herkunft & Geschichte

Die Katzenrasse Japanese Bobtail hat eine ganze Legende. Die Geschichte sagt aus, dass die Entstehung dieser Katzenart einem Glücksumstand zu verdanken ist. Ein Tempelfeuer breitete sich rasant aus, das den Schwanz von einer der Katzen in Feuer aufgehen ließ. Das leidende Tier rannte orientierungslos durch die Stadt und setzte dabei die Stadthäuser in Brand. Am nächsten Tag befahl der Kaiser ohne zu Zögern, allen Katzen die Schwänze abzutrennen, um die Einwohner von einen solchen Unheil für alle Zeiten zu bewahren. Der Kalendertag vom Beginn der Katzenrasse Japanese Bobtail ist historisch und umschließt die Epoche von 1603 – 1867. Dank dem Willen des japanischen Kaiserhofs fing die Zucht der liebevollen Tiere erstmalig an. Und dies aufgrund des Tatbestands, dass gleichartige Katzen mit kurzem Katzenschwanz längst als Geschenk an den Hof gelangten. Folglich begann die Verbreitung dieser Katzenrasse. Der Hintergrund der Katzen mit abgetrenntem Schwanz war der frühere Einsatz auf zahlreiche Plantagen. Dort hatte diese Katzenrasse die Aufgabe, zahlreiche Vögel zu verjagen und diverse Nagetiere zu töten. Da der zu den Zeiten noch vorhandene Schwanz immer wieder die Gewebe kaputt machte, wurde dieser kurz entschlossen abgeschnitten. In den 60er Jahren machten dann die amerikanischen Soldaten die Entdeckung der niedlichen Katzen, bis im Jahre 1968 Elizabeth Freret die ersten Tiere in die USA transportierte. Im Jahre 1976 wurde die Katzenrasse von der Cat Fanciers Association (CFA) offiziell anerkannt.

Überlegungen vor der Anschaffung

Diese Katzenart ist überhaupt nicht gern allein und sollte deshalb möglichst nicht unter Einsamkeit leiden. Sie mag die Aufmerksamkeit von Menschen aber insbesondere auch eines Artgenossen. Dabei ist zu beachten, dass ein Mensch nie allein als genügender Ersatz gilt. Die Haltung zweier Katzen ist angenehm, jedoch keine Voraussetzung. Da diese Katzenart sich gerne im Garten aufhält, ist ein Garten beziehungsweise ein Balkon sehr vorteilhaft. Trotz der hohen Spiellust und der Aktivität hat die Katze ein eher ruhiges Gemüt. Als Ausstattung ist ein Kratzbaum optimal, um darauf heraufzuklettern und sich zurückzuziehen. Diese Katzenart ist für jeden Katzenliebhaber empfehlenswert und auch Kinder stellen kein Problem dar, sofern die Katze artgerecht behandelt wird.
Die Japanese Bobtail ist leicht zu halten und hat keine extravagante Haltungsansprüche. Die Katze mag es aber nicht allein zu sein! Vor allem berufstätige Menschen, die tagsüber nicht immer da sind, sollten sich folglich für einen Spielgefährten bemühen. Menschen, die in einem Haus ansässig sind, können diese Katze auch in der freien Natur herumlaufen lassen, dies fördert besonders die Gesundheit der Katze. Grundsätzlich gibt es keine wirklichen Beschränkungen zur Haltung solchen Katzenart. Die Japanese Bobtail kann bei richtiger Haltung auch zweifelslos in einer Wohnung gehalten werden. Diese Rassenkatze sollte aber auch die Möglichkeit haben, wie andere Katzen auch, frische Luft bei Bedarf zu schnappen. Besonders in der Stadt gibt es hier mehr Gefahren, wie zum Beispiel der hohe Verkehr.
Der Pflegeaufwand Japanese Bobtail ist relativ gering, dennoch ist es empfehlenswert, die Tiere einmal in der Woche mit einer Katzenbürste zu bürsten. Auf dem Schwanz muss bei der Pflege besonders geachtet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Rassekatze kaum anfällig für typische Krankheiten ist. Ihre lange Vergangenheit als Straßenkatzen hat sie robust und langlebig (9-16 Jahren) gemacht. Als Katzenhalter kann man eine Katzenkrankenversicherung und eine Katzen OP-Versicherung abschließen, wenn man die Katze vorsichtshalber absichern möchte.

Geeignete Aktivitäten

Die Katze mag es zu spielen und neue Sachen zu erlernen. Man sollte die Intelligenz der Katze mit zahlreichen Spielen fördern. Ein Kletterbaum ist optimal, um der Katze klettern zu lassen, doch auch ein Gang in die freie Natur ist von Vorteil

Geeignete Ernährung

Die Ernährung der Japanese Bobtail ist einfach und unkompliziert. Hochwertiges Futter ist immer die richtige Wahl. Man sollte auf eine ausreichende Menge achten, die den Energiebedarf deckt, ohne die Katze zu stark zu füttern, da sonst das Risiko von Übergewicht entsteht. Die Mahlzeiten sollten der Katze am besten in einem Fressnapf gegeben werden, um das Bedürfnis nach mentaler und physischer Befriedigung zu befriedigen.