Ragdoll

Große Katze mit großem Herz – Die Ragdoll im Portrait

Die Ragdoll zählt mit zu einer der schönsten Katzenrassen. Sie ist groß, besitzt seidiges Fell und meist hellblaue Augen. Oft wird die Ragdoll mit einem Hund verglichen, denn diese Rasse ist sehr anhänglich und verschmust. Sie lieben es einfach, Gesellschaft zu haben und folgen ihren Menschen oft auf Schritt und Tritt. Der Name Ragdoll heißt übersetzt so viel wie “Stoffpuppe”. Dies leitet sich daher ab, dass die Ragdoll oft in den Armen ihrer Besitzer erschlafft und wie eine Puppe hinunterhängt. Dann ähnelt sie wirklich einem Stofftier.

Steckbrief

Name: Ragdoll
Wissenschaftlicher Name: Felis silvestris catus
Herkunft: Kalifornien (USA)
Lebenserwartung: 10 bis 16 Jahre
Gewicht: 4,5 – 6,5 kg
Fellfarben: weiß, schwarz, schockoladenbraun, lilac, rot; mehrfarbig
Charakter: höflich, sanft, charakterfest, verspielt, anhänglich
Kosten: Zwischen 500 & 800 Euro

Dies ist aber nicht krankheitsbedingt, sondern passiert automatisch, wenn sich die Ragdoll wohlfühlt. Sie erreicht sozusagen das höchste Entspannungslevel und lässt sich völlig gehen. Die freundliche Katzenrasse kann dann stundenlang auf dem Schoß ihres Besitzers verweilen. Rundum ist die Ragdoll eine schöne Rasse, die so viel Liebe versprüht. Erfahre nun mehr über diese liebevolle Katze und ihre Eigenschaften.

Wesen und Charakter der Ragdoll

Ragdolls haben einen ausgeglichenen Charakter und sind sehr sanftmütig. Am liebsten folgen sie ihren Menschen überall hin. Die Rasse hat einen großen Körper und wirkt sehr massiv, sie bewegt sich aber elegant und geschickt durch die Wohnung. Die Ragdoll kann als Freilandkatze oder als Wohnungskatze gehalten werden. Wichtiger als der Freigang ist für die Katze Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Wer eine Ragdoll zu Hause haben möchte, aber nicht ständig verfügbar ist, der sollte unbedingt eine zweite Katze hinzunehmen. Die Rasse ist sehr intelligent und liebt es, bespielt zu werden. Bei Streifzügen durch Wohnung oder Garten wird sie alles aufmerksam begutachten wollen. Da die Ragdoll sehr menschenbezogen ist, wird diese oft mit einem Hund verglichen und lässt seine Besitzer nicht aus den Augen.

Es macht aber auch unglaublich viel Spaß ihr die benötigte Aufmerksamkeit zu geben, denn die Ragdoll ist sehr verspielt, fröhlich und kommt auch gut mit anderen Haustieren aus. Meistens ist es kein Problem die Rasse zusammen mit Hunden zu halten. Auch Kinder sind kein Problem. Dies macht sie zu einer idealen Familienkatze. Neben den Spielsessions ist die Ragdoll an sich eine sehr ruhige Katze. Man hört sie kaum miauen, außer sie möchte unbedingt Aufmerksamkeit haben, dann kann die Ragdoll schon mal laut werden. Sie zeigt sich aber nie aggressiv und hat ein verschmustes Wesen, was diese Rasse zu einem angenehmen Familienmitglied macht.

Herkunft & Geschichte der Rasse

Die großen Samtpfoten kommen ursprünglich aus Kalifornien. Um 1960 rum begann die Zucht der Ragdoll hier. Als Mutter aller Ragdollkatzen ist eine Kätzin namens Josephine. Einer ihrer Würfe hatte eine Reihe von außergewöhnlich großen Kätzchen mit strahlend blauen Augen. Einer der Kater aus diesem Wurf landete bei Ann Baker, eine Katzenliebhaberin aus den Vereinigten Staaten. Hier beginnt die offizielle Geschichte der Ragdoll. Die Rasse der Ragdoll ist übrigens die einzige Katzenart, auf die ein Patent angemeldet ist. Seit 1980 ist die Ragdoll auch in Deutschland bekannt und beliebt.

Überlegungen vor der Anschaffung

Die Ragdoll ist definitiv eine wunderbare Katze, die sich mit hundeähnlicher Anhänglichkeit zeigt. Sie braucht viel Zeit und auch einiges an Platz und Fürsorge. Ansonsten ist die Ragdoll aber sehr anspruchslos und genügsam. Für sie ist es das wichtigste, eine Beziehung zu ihren Menschen zu haben. Sie muss nicht unbedingt als Freigänger gehalten, freut sich aber auch über kurze Ausflüge in den Garten.

Das Fell wirkt so, als würde es viel Pflege benötigen. Das ist aber ein Trugschluss, denn das Fell verfilzt obwohl der Länge kaum und bildet keine Knötchen. Gelegentlich mit der Bürste die Ragdoll verwöhnen reicht vollkommen aus. Beim Fellwechsel ist ein tägliches Bürsten ratsam um die losen Haare zu entfernen.

Da die Katze sehr groß ist sollte die Ausstattung für die Ragdoll auch entsprechend stabil ist. Die Rasse tendiert dazu, Gewicht zuzulegen, vor allem im Bauchbereich. Daher sollte das Gewicht regelmäßig kontrolliert werden. Durch ihre Größe haben vor allem die Kater eine Veranlagung zu Herzkrankheiten. Eine Ragdoll sollte immer aus gesicherter Zucht gekauft werden, denn bei Inzucht kann die Gesundheit der Katze drunter leiden. Erbkrankheiten wie Anämie, Herzkrankheiten oder Augenkrankheiten können die Folge sein. Natürlich treten diese Krankheiten vereinzelt und nicht bei allen Katzen auf. Eine anerkannte Zuchtstelle kann dabei helfen, einige Krankheiten zu vermeiden, gibt aber natürlich nie eine Garantie.

Elternteile sollten vom Züchter auf diese Erbkrankheiten getestet werden und nur bei negativem Ergebnis zur Zucht freigegeben werden. Natürlich versteht es sich, dass die kleinen Katzen ausreichend geimpft, gechipt und entwurmt sind. Man sollte bei einem seriösen Züchter mit rund 700€ zur Anschaffung einer Ragdoll rechnen.

Geeignete Aktivitäten für die Ragdoll

Die Ragdoll braucht nicht unbedingt Freigang. Beschäftigung braucht die Rasse aber trotzdem. Viele Katzen finden es schonmal sehr gut, wenn sie einen Aussichtsplatz am Fenster haben und von dort aus alles beobachten können. Der Ragdoll kann schnell langweilig werden und braucht konstante Beschäftigung. Freigang nehmen sie natürlich auch gerne an, aber am meisten ist die Ragdoll daran interessiert mit ihrem Menschen zusammen zu sein. Selbst ein Spaziergang an der Leine ist für diese Katzenrasse eine angenehme Aktivität. Wer nicht andauernd für seine Katze da sein kann, der sollte sich auf jeden Fall eine Zweitkatze zulegen. Die Ragdoll hat zwar keinen ausgeprägten Jagdtrieb, sie lässt sich aber sehr gerne auf intensive Spiele ein.

Rassemerkmale

Die Ragdoll hat ein interessantes Farbspektrum. Dieses Spektrum umfasst Schwarz, Blau, Lilac und Chocolate mit den Varianten Colourpoint, Bicolour und Mitted. Die Katzen kommen weiß zur Welt, ihre Farbe prägt sich erst nach rund zwei Jahren endgültig aus.

Die Katzen können zwischen 4,5 und 6,5 Kilogramm schwer werden, Kater zwischen 6,5 und 10 Kilogramm schwer werden. Der Körperbau ist kräftig und muskulös, besitzt eine breite Brust, einen buschigen Schwanz und schöne runde Pfoten. Ihre Augen sind oval und leuchtend blau. Das Fell besitzt eine seidige Textur und halblanges Haar.

Geeignete Ernährung für die Ragdoll

An sich hat die Rasse keine besonderen Ansprüche an ihre Ernährung, aber es ist natürlich immer angebracht seinem Liebling hochwertiges Futter zur Verfügung zu stellen. Denn ein gutes Futter ist natürlich auch eine gute Investition in die Gesundheit der Katze. Mineralien und Vitamine unterstützen die Gesundheit und das Wachstum der Samtpfoten.

Grätenloser Fisch, Rind, Kaninchen, Lamm, Huhn, Pute und Wildfleisch wird von der Ragdoll gerne angenommen. Außerdem frisst die Rasse gerne Gemüse, hartgekochte Eier, Hüttenkäse und Joghurt sowie Reis. Schweinefleisch, roher Fisch und Süßspeisen sind nicht geeignet. Eine eiweißhaltige Ernährung unterstützt die Ragdoll optimal. Sensibel reagiert die Ragdoll eventuell auf Getreideprodukte.