Australian Shepherd

Australian Shepherd – Das Portrait

Der Australien Shepherd wird auch Aussie genannt und ist ein freundlicher, sozialer treuer Begleiter sowie ein idealer Spielgefährte für Kinder. Fremden gegenüber tritt er reserviert und wachsam aber nicht aggressiv auf, trotzdem ist er in Gefahrensituationen jederzeit bereit. Er lebt und arbeitet gerne im Team, das Alleinsein ist nicht seine Stärke. Der Aussie denkt gerne eigenständig, sodass eine konsequente Erziehung unumgänglich ist, da sonst seine eigenen Regeln zum Tragen kommen.

Steckbrief

Lebenserwartung: 11 bis 15 Jahre
Gewicht: 15 bis 28 kg
Widerristhöhe: 46 bis 58 cm
Charakter: intelligent, aktiv, ausgeglichen, freundlich
Farben: verschieden, mehrfarbig
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 1
Kosten: Zwischen 900 & 1.300 Euro

Herkunft

Die Heimat des Australian Shepherd liegt, trotz des Namens, in Nordamerika. Es wird vermutet, dass ihn baskische Schafhirten zu Beginn des 19. Jahrhunderts zusammen mit den Merinoschafen von Australien mitgebracht haben. Der Ursprung liegt möglicherweise in der Paarung zwischen dem Collie und australischen Wildhunden, auch bekannt als Dingos. Es kamen weitere Einkreuzungen wie Kelpies, Bullterrier und Dalmatiner dazu.

Der Australien Shepherd begeisterte über die Jahre auch in vielen Western- und Rodeo-Shows.

Das erste Zuchtbuch stammt aus dem Jahr 1957 vom Australian Shepherd Club of America, zwanzig Jahre später ist der einheitliche Rassestandard bestimmt worden. Im Jahr 1996, erkannte die Fédération Cynologique Internationale die Rasse als eigenständig an.

Wichtige Überlungen vor einer Anschaffung

Die wichtigste Voraussetzung für ein Zusammenleben sind Menschen, welche genauso aktiv sind und Freude an Bewegung haben wie der Australian Shepherd; tägliche Spaziergänge reichen bei dieser Rasse nicht aus, eine geistige und körperliche Auslastung in einem gesunden Maß, jedoch ohne Überforderung, ist unabdingbar. Der Intelligenz muss Genüge getan und der Spieltrieb gefördert werden. Gleichzeitig sind dem Hund auch ausreichend Ruhephasen zu gönnen, was entsprechend Platz und Freiraum zu Hause erfordert. Ein Hund bedeutet zudem mehr Reinigungsaktivität im Haushalt, sei es das Entfernen von Hundehaaren oder den Pfotenabdrücken nach Outdoor-Aktivitäten.
Der Australian Shepherd möchte jederzeit und überall dabei sein, deshalb ist auch dies einer von vielen Faktoren, welcher vor einer Anschaffung gründlich geprüft werden muss.
Hinzu kommen die finanziellen Aspekte wie Futter, Tierarztkosten und unerwartete Ausgaben. Mittlerweile gibt es auch Krankenversicherung für Tiere, dessen Prämien aber auch bezahlt werden müssen.

Pflege und Gesundheit

Der Pflegeaufwand ist zwar nicht groß, aber trotzdem ein Muss; zwei- bis dreimal pro Woche bürsten bedeutet ein schöneres Fell und verhindert die Bildung von Filzknoten. Beim Fellwechsel im Frühjahr und Herbst sollte diese Fellpflege täglich oder zumindest jeden zweiten Tag auf dem Programm stehen. Das Fell darf aber auf keinen Fall geschoren werden.

Ideale Aktivitäten für den Australian Shepherd

Der Aussie ist ein Energiebündel, welcher jede Aktivität noch so gerne annimmt. Er hütet nicht nur gerne Tiere jeglicher Art, sondern ist auch begeisterter Begleiter bei einem Ausritt mit dem Pferd. Durch seine hohe Intelligenz und der schnellen Auffassungsgabe sowie der Lernfähigkeit ist er der ideale Begleithund für Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung. Er lässt sich auch gerne zum Fährten- oder Rettungshund ausbilden. Für den begeisterten Sportler eignen sich beispielsweise Aktivitäten wie Agility, Dog-Dancing oder Dog-Trekking. Zudem ist er ein guter Trainer für die Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Rassenmerkmale des Australian Shepherd

Fell

Das Fell am Kopf, den Ohren, unterhalb der Sprunggelenke sowie an der Vorderseite der Vorläufe ist kurz und glatt, die Hinterseiten der Vorderläufe sowie die Hosen hingegen sind deutlich länger.
Die Fellzeichnung des Australian Shepherd besteht aus den Grundfarben Schwarz und Rot. Die anerkannten Farben sind Bluemerle und Redmerle mit typischen Aufhellungen, sodass sich daraus im Gesamten sechzehn verschiedene Möglichkeiten von Farben und Fellzeichnungen ergeben. Bei beiden Konstellationen hat es Hunde mit und ohne weiße oder kupferfarbene Zeichen, dabei darf keine Farbe dominierend sein. Die Haarlinie am weißen Kragen unterliegt ebenfalls strengen Zuchtbestimmungen und darf nur bis zum Widerrist führen. Die weiße Farbe kann auch an der Blesse, der Brust sowie an der Unterseite vom Fang vorkommen, dort mit einer Längenausdehnung bis zu zehn Zentimeter.

Größe

Die Hündin erreicht eine Höhe von 46 bis 54 Zentimeter, während der Rüde eine Größe von 51 bis 58 Zentimeter aufweist.

Gewicht

Das Gewicht bei der Hündin beträgt zwischen 17 und 20 Kilogramm, beim Rüden zwischen 23 und 29 Kilogramm.

Augen

Die klaren und mandelförmigen Augen sind entweder blau, braun. Zweifarbige Augen kommen meistens bei der Fellfarbe Red- oder Bluemerle vor. Seine dichte Unterwolle schützt ihn vor Kälte und Feuchtigkeit.

Ohren

Die charakteristischen dreieckigen Ohren mit den etwas abgerundeten Spitzen sitzen in unterschiedlicher Höhe am Kopf, entweder stehend oder herabhängend.

Wesen und Charakter des Australian Shepherd

Diese Hunderasse ist lebhaft, kräftig, ausdauernd und verfügt über eine außergewöhnliche Beweglichkeit sowie einen sehr großen Bewegungsdrang. Die aufmerksame und intelligente Rasse wird zudem von einem ausgeprägten Hüte- und Beschützerinstinkt geprägt. Der Australian Shepherd als ein loyaler, kluger, lernfreudiger sowie verspielter und gleichzeitig wachsamer Hund bringt viel Freude mit. Als Hüte- und Treibhunde hat er viele Kommandos und große Ausdauer gelernt, was die Charakterzüge bis heute prägt. Mit ihrer Intelligenz und Beobachtungsgabe können sie Situationen einzuschätzen und allenfalls beschützend eingreifen.

Gesunde und ausgewogene Ernährung

Die Futtermenge richtet sich grundsätzlich nach Gewicht, Größe und Aktivität.
Bei Welpen sollte die Energiezufuhr ausgewogen sein. Bei einem zu energiereichen Futter wachsen sie zu schnell und es kommt zu Fehlbildungen. Mengenmäßig kommt es unter anderem auf das Alter, das momentane Gewicht und den Grad der Aktivität an. Zudem kann sich am Gewicht der Eltern orientiert werden. Das Futter sollte hochwertig sein und genügend tierische Proteine, aber nicht zu viele Kohlenhydrate, enthalten. Zudem braucht es genügend Mineralstoffe und Vitamine. Für den Knochenaufbau sind ein ausgeglichener Wert an Calcium und Phosphor sehr wichtig.
Gleiches gilt auch bei ausgewachsenen Hunden, was die Qualität sowie die Inhaltsstoffe des Futters. Die Futtermenge richtet sich ebenfalls nach Gewicht, Alter und Aktivitätslevel; besonders aktive Hunde sollten mehr Kohlenhydrate essen. Der Australian Shepherd neigt durch seinen Bewegungsdrang zwar nicht zu Übergewicht, allfällige Leckerlis sollten trotzdem vom Hauptfutter abgezogen werden.
Eine gesunde Ernährung ist daran zu erkennen, dass der Australian Shepherd aktiv ist, ein seidig glänzendes Fell hat und sich Rippen und Taille mit den Händen fühlen lassen ohne zu stark herauszustehen.

Wissenswertes

Grundsätzlich ist der Australian Shepherd eine sehr gesunde Rasse. Bei einem möglichen Gendefekt kann eine Überempfindlichkeit auf verschiedene Medikamente auftreten. Eine Stummelrute ist ebenfalls auf einen Gendefekt zurückzuführen, hat aber keine gesundheitlichen Nachteile.

Die Verpaarung von Merle-Merle ist verboten, diese kann zu Blind- und/oder Taubheit führen.