Sibirische Katze

Die Sibirische Katze – Das Portrait

Bei der Sibirischen Katze handelt es sich um eine Katze mit einer kräftigen Statur, die halblanges Fell hat. Erst seit 1987 wird diese Rasse planmäßig gezüchtet. Gezählt wird die Sibirische Katze zu den natürlichen Rassen und darüber hinaus den Waldkatzen zugeordnet. Die Bezeichnung Sibirische Katze galt einst in Russland als volkstümlicher Ausdruck – allgemein für kräftige Katzen.

Steckbrief

Name: Sibirische Katze
Wissenschaftlicher Name: Felis silvestris catus
Herkunft: Sibirien (Russland)
Lebenserwartung: 13 – 18 Jahre
Gewicht: 3 – 8 kg
Fellfarben: schwarz, grau, weiß, rot, braun, creme, silber; mehrfarbig
Charakter: warmherzig, anhänglich, aufmerksam, liebevoll
Kosten: Zwischen 700 & 1.000 Euro

Wesen und Charakter

Da die Sibirische Katze zu den natürlichen Katzenrassen gehört und ihr Aussehen recht wild aussieht, ist es nicht verwunderlich, dass auch das Verhalten dieser Katzen sehr ursprünglich ist. Die Katzen findet man häufig in Bäumen sitzend vor und sie sind auch ausgezeichnete Jäger. Eine Sibirische Katze ist außerordentlich bewegungsfreudig und sie klettert und sie springt außerordentlich gut. Um die Katze als Haustier zu halten, muss sie schon als Jungtier liebevoll sozialisiert werden. Auf diese Weise entwickelt eine solche Katze ein doch recht enges Verhältnis zu dem Menschen, der sie füttert und mit ihr spielt. Sozialisierte Sibirische Katzen sind anhänglich und sehr umgänglich.

Herkunft und Geschichte

Woher die Sibirische Katze wirklich stammt, ist umstritten. Es wird angenommen, dass zum Genpool der Sibirischen Katze vor allem die Kaukasische Wildkatze beigetragen hat. Denn deren Körperbau ähnelt der Sibirischen Katze doch stark. Ein wissenschaftlicher Beweis dafür fehlt allerdings. Erstmals vom Aussehen her beschrieben wurde die Sibirische Katze im Jahr 1864 in Brehms Tierleben mit den Worten „eine rote Tobolsker Katze aus Sibirien“. Auch im Buch Our Cats vom britischen Autor Harrison Weir wurde diese Langhaarkatze erwähnt. Er war es auch, der zwei Exemplare dieser Katzen 1871 im Londoner Kristallpalast ausstellte. In Vergessenheit geriet diese Katzenrasse nach der Oktoberrevolution 1917 für mehr als 60 Jahre durch die Ausgrenzung der Sowjetunion von Rassestandards. Die ersten Sibirischen Katzen kamen Mitte der 1980er Jahre in die damalige DDR. Ab 1985 begann dort die Zucht. Als eigene Rasse anerkannte wurde die Sibirische Katze ab 1. Januar 1987, damals noch als Sibirische Waldkatze bezeichnet. Heute züchtet man die Sibirische Katze in mehr als 35 Ländern auf der ganzen Welt.

Überlegungen vor der Anschaffung

Eine Sibirische Katze benötigt einen standfesten Kratzbaum und eine weitläufige Wohnung. Ideal ist auch gesicherter Garten, wo die Sibirische Katze ihren Bewegungstrieb ausleben kann. Um die Pflege des Fells muss man sich als Halter einer Sibirischen Katze nicht kümmern, jedenfalls nicht beim Sommerfell. Beim Winterfell benötigt die Katze eventuell etwas menschliche Unterstützung. Einmal in der Woche sollte man die Katze kämmen, so dass Verfilzungen verhindert werden.

Geeignete Aktivitäten

Von einer Einzelhaltung wird dabei abgeraten. Sie liebt die Gesellschaft von Artgenossen. Im Idealfall sollte dies auch eine Sibirische Katze sein. So hat die Sibirische Katze einen Partner zum Spielen. Der Spieltrieb ist zwar nicht so ausgeprägt wie bei einer normalen Hauskatze, doch vorhanden. Im Garten kann sich die Sibirische Katze gut allein beschäftigen. Im Idealfall sind Bäume im Garten vorhanden. Auf diese kann eine Katze klettern. Und wenn dann noch ein Jagdrevier für Mäuse vorhanden ist, ist die die Sibirische Katze gut beschäftigt. Den Garten sollte man jedoch einzäunen, so dass man die Katze nicht irgendwann mal aus Nachbars Garten holen muss. Wer keinen Baum im Garten hat, der sollte für eine andere Klettermöglichkeit sorgen.

Rassemerkmale

Die Sibirische Katze hat eine kräftig gebaute mittelgroße Statur. Sie ist weniger hochbeinig als die Norwegische Waldkatze. Zu den Rassemerkmalen gehört das doppellagige Fell aus wasserabweisendem, griffigem Deckhaar sowie aus einem dichten, feinen Unterfell. Dieses bildet sich um Hals und die Vorderbrust regelrecht einen Kragen. Der Schwanz der Sibirischen Katze ist buschig und behält auch im Sommer seine volle Fülle. Ein weiteres Rassemerkmal sind die mittelgroßen Ohren, die bereit sind im Ansatz. An den Ohrenenden haben viele Katzen dieser Rasse einen Luchspinsel. Dieser wird vom Rassestandard her aber nicht gefordert. Charakteristisch ist indes, dass aus den Ohrmuscheln lange Haarbüschel ragen. Die Katze trägt auch sogenannte Schneeschuhe, Fellbüschel zwischen den Zehen. Die Sibirische Katze kann je nach Geschlecht zwischen 4 und 9 Kilo schwer werden.

Geeignete Ernährung

Die Sibirische Katze ist ein reiner Fleischesser. Mit Trockenfutter brauchen Sie ihr gar nicht erst zu kommen. Die Katze frisst Rohfleisch, inklusive Innereien. Gerne fressen diese Katzen auch eine Fischmahlzeit. Füttern können Sie die Katze 4 Mal am Tag. Hin und wieder schnappt sich die Sibirische Hauskatze auch gerne mal im Garten die eine oder andere Maus.