American Bully

Portrait zu Hunderasse American Bully

Muskulös, stark, angsteinflößend: Das ist der Bodyguard-Hund American Bully. Bis heute wird er weder von dem Verband für das Deutsche Hundewesen noch von der FCI als eine selbstständige Hunderasse anerkannt. Der United Kennen Club in Amerika jedoch sieht das jedoch anders und wies die Rasse einem gewissen Rassenstandard zu. Den Bodyguard-Hund gibt es in fünf Größenkategorien und zwar in Pocket, Standard, Classic, XL und XXL Bully.

Steckbrief

check Lebenserwartung: 9 bis 15 Jahre
check Gewicht: 18 bis 30 kg
check Widerristhöhe: 43 bis 51 cm
check Charakter: gehorsam, verspielt, gemütlich, anhänglich
check Farben: braun, brau, bestromt, weiß
check FCI-Gruppe: von FCI nicht anerkannt
check Kosten: Zwischen 1.000 & 5.000 Euro

Wesen und Charakter

Zu dieser Hunderasse passt der Spruch: “Harte Schale weicher Kern”. Damals zählte der American Bully zu den klassischen Kampf-Bulldoggen. Heute werden diese Hunde vor allem für hundeverliebte Familien eingesetzt. Wenn die Rasse richtig erzogen wird, ist der Bully offen und freundlich gegenüber Tier und Mensch. Sogar bei Fremden geht er schnell auf Schmuse-Einheiten ein. Der American Bully ist ein gefügiger Hund und will seinem Besitzer voll und ganz gehören. Das vereinfacht die Erziehung um einiges. Erwähnt muss jedoch werden, dass er seinen Dickkopf sein ganzes Leben lang behalten wird. Ansonsten ist er anhänglich, verspielt und gehorsam.

Herkunft und Geschichte

Der American Bully ist ein Mix aus verschiedenen Rassen. Die Französische Bulldogge, Old Englisch Bulldogge, die Englische Bulldogge und der American Bulldogg. Erst so konnte diese interessante Rasse entstehen. Der American Pit Bull Terrier und der American Staffordshire Terrier waren wohl die Urahnen des American Bullys. Ziel der Züchter war es, einen Hund mit einer gewaltigen Masse zu züchten. Die heutigen Züchter bemühen sich um einen Standard, um Missbildungen zu vermeiden.

Allgemein gehört der American Bully zu den Hybridhunden. Laut ABKC war die Absicht einen Hund mit geringem Antrieb und einem ruhigen Charakter zu züchten, der jedoch eine einschüchternde Ausstrahlung haben soll. Obwohl diese Rasse zu den Kampfhunden gehören könnte, wird der American Bully nicht dazu gezählt. Gerichtlich wurde noch nicht entschieden, was mit dieser Rasse passieren soll. Trotz allem wird er nämlich immer noch als “gefährlich” eingestuft.

Überlegungen vor der Anschaffung

Bevor man sich einen American Bully anschafft, sollte man sich bei den jeweiligen Behörden gut informieren, ob es in den Bundesland bestimmte Auflagen für die Haltung eines American Bullys gibt. Die Rasse wird inoffiziell den Kampfhunden zugeordnet, sodass eine Erlaubnis beantragt werden muss. Es kann sogar sein, dass die Ortspolizeibehörde darüber entscheiden muss, ob der Bully Kampfhundeigenschaften aufweist oder nicht. Wer die Erlaubnis bestätigt bekommen hat, muss diese immer mit sich führen und darf diese nicht zu Hause vergessen, da sonst ein Bußgeld bezahlt werden muss. Folgende Dinge sollten noch beachtet werden:

  • Gefahren für Gesundheit, Eigentum, Besitz oder Leben müssen ausgeschlossen sein
  • Besondere Haftpflichtversicherung
  • Sachkunde
  • Der Hund braucht eine lesbare Kennzeichnung
  • Verständliches Interesse an der Haltung eines Kampfhundes

Wer sich nicht an die Regeln hält, dem wird die Haltung untersagt und der Bully abgenommen. Da diese Rasse eher ruhig und ausgeglichen ist, muss die Wohnung nicht allzu groß sein. Der Hund kam im Garten und auch in der Wohnung gehalten werden. Wer sich jedoch für einen XXL Bully entscheidet, der sollte auch eine entsprechend große Wohnung haben.

Die Preise für den Bully variieren zwischen 1000 und 5000 Euro und die Kosten sind von Züchter zu Züchter anders. Man sollte sich vorher gut informieren und nach Papieren fragen. Schließlich sollen illegale Züchter nicht in ihrem Tun unterstützt werden, da viele Tiere nicht artgerecht gehalten werden und aus diesem Grund unter Anomalien und gesundheitlichen Schäden leiden.

Geeignete Aktivitäten

Allgemein ist der American Bully immer gerne dabei. Diese Hunderasse eignet sich für Familien und Alleinstehende. Er muss nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, eignet sich aber nicht dafür, viel allein gelassen zu werden. Er kann sowohl in der Stadt leben als auch auf dem Land. Es werden allerdings keine heißen Dachgeschosswohnungen ohne Aufzug empfohlen. Der Bully eignet sich sogar als Anfängerhund, da er keinen großen Bewegungsdrang macht. Daher erscheint er auch etwas pummelig. Sie lieben ausgiebige Spaziergänge, brauchen aber keine Wanderungen. Allgemein sollte die Rasse in jungen Jahren nicht überfordert werden. Es macht mehr Sinn, den Hund geistlich zu fördern, da es sich hier um eine sehr lernwillige Hunderasse eignet, der sich gerne mit seinem Besitzer beschäftigt. Suchspiele und Tricks begeistern ihn sehr.

In Europa sind American Bullys selten zu sehen, da niemand sich mit den Kampfhundverordnungen auseinandersetzen will, obwohl die Rasse gar nicht zu den Listenhunden wie der American Pit Bull Terrier oder American Staffordshire Terrier gehört.

Rassenmerkmale

Der American Bully ist ein robuster, schwerer Hund kleine Größe. Der Kopf jedoch ist im Vergleich zum Körper unverhältnismäßig riesig, die Brust Breit und die Knochen äußerst kräftig. Den Bully gibt es in den verschiedensten Farbkombinationen und Farben. Am beliebtesten sind die Bullys mit dem weiß-grauen Fell und hellblauen Augen, die an das Aussehen eines Pit Bulls erinnern. Als Felltyp ist er Bully ein Kurzhaar-Hund. Er ist der perfekte Begleithund, da er anpassungsfähig ist. Der Pocket hat eine Widerrist bis 43 Zentimeter, die Standardgröße bis zu 51 Zentimetern. Der XL Bully kann bis zu 57 Zentimetern hoch werden. Aufgrund des seltsamen Körperbaus leiden die Hunde oft under einer Hüftdysplasie oder Keilwirbel. Die flachen Schnauzen können zusätzlich auch zu gesundheitlichen Problemen führend. Die Bullys leiden nämlich schneller unter Atemnot, da keine richtige Nase vorhanden ist.

Geeignete Ernährung

Diese Hunderasse hat einen starken Appetit und sollte sich proteinreich ernähren und dabei auf Getreide verzichten. Es ist ganz egal, ob man dem Hund Nass- oder Trockenfutter gibt – wichtig ist dabei nur die Masse, denn es darf nicht zu wenig und nicht zu viel sein. Große Koketten regen beispielsweise zum Kauen an.

Als Besitzer sollte darauf geachtet werden, dass der Hund aufgrund seiner Gelenke schlank bleibt. Deshalb sollte man ihn regelmäßig wiegen. Im Erwachsenenalter sollten aufgrund seines Appetits, die Rationen reduziert werden. Auch Knochen können den Hund auf längere Zeit beschäftigen und gleichzeitig die Zähne reinigen. Ochsenziemer, Beweisstücke und Pansen werden empfohlen, beziehungsweise Spielzeuge aus Hartgummi, die mit Leckereien jederzeit befüllt werden können.

Fazit:

Der American Bully ist ein treuer Begleiter fürs ganze Leben und wird die Familie mit Herz und Seele beschützen. Er ist ein liebevolles Kraftpaket, das immer gerne überall mitgenommen werden will. Er schläft viel und braucht nicht allzu viel Bewegung. Am liebsten verbringt er Zeit mit seinem Herrchen oder Frauchen und genießt die Zweisamkeit. Wer sich rechtzeitig über die Auflagen informiert und den geeigneten Züchter gefunden hat, der kann seine Ideen sofort in die Tat umsetzen, denn der American Bully ist ein unkomplizierter und vertrauenswürdiger Hund. Egal, ob Pocket oder XXL Bully: Der Hund wird seinen Halter oder Halterin über alles lieben.