Kartäuser Katze

Kartäuser Katze – Das Portrait

Wer sich in seine neue Katze verlieben möchte, der kommt als Katzenliebhaber um die Kartäuser Katze oder Chartreux nicht herum. Sie eignet sich aufgrund ihres friedlichen Charakters für jeden, der ein anschmiegsames Tier um sich haben möchte. Ihr aristokratischer Charme wird durch ihr dichtes Fell unterstrichen. Dabei ist sie außerdem robust und konzentriert sich auf ihren Menschen. Im Mittelpunkt Europas konnte sie zu einer außergewöhnlichen Rasse heranreifen. Sie erfreut sich einer großen Beliebtheit, die auf ihre Kinderfreundlichkeit zurückzuführen ist.

Steckbrief

Name: Kartäuser Katze (Chartreux)
Wissenschaftlicher Name: Felis catus
Herkunft: Syrien
Lebenserwartung: 12 – 18 Jahre
Gewicht: 3 – 7 kg
Fellfarben: nur blaugrau
Charakter: anhänglich, familientauglich, ruhig, zutraulich
Kosten: Zwischen 500 & 800 Euro

Wesen und Charakter

Zwar tobt die Kartäuser Katze genauso gerne wie ihre Kurzhaarverwandten, doch überwiegt bei ihr die besonnene und angenehm ruhige Art. Diese Eigenschaften machen sie einzigartig und bilden den großen Unterschied. Besonders in der Familie fühlt sich wohl. Mit Erwachsenen als auch mit Jugendlichen bildet sie eine harmonische Hausgemeinschaft. Hektische und laute Kinder, die auf ihre Ruhezonen keine Rücksicht nehmen, empfindet sie meistens als unangenehm. Gehört ein Hund zur Hausgemeinschaft, dann schließt sie mit ihm schnell Freundschaft. Als Hausgenossin ist sie verspielt und sehr gelehrsam. Sie eignet sich dabei Fähigkeiten an, die man sonst nur von einem Hund erwartet. Dazu zählt auch das Apportieren. Aus diesem Grund bezeichnen sie viele Katzenliebhaber auch als die Hundkatze. Während des Spiels setzt sie ihre Krallen mit Bedacht ein, um ihren Herren möglichst nicht zu verletzen. Wenn sie in ein gesetztes Alter eintritt, wünscht sich die Kartäuser Katze ein wenig mehr Ruhe und Gelassenheit. Ihre Verspieltheit weicht dem ausgedehnten Mittagsschlaf und der Nachtruhe. Sie genießt auch als Freigängerin das Durchstreifen ihres Reviers, das sie mäusefrei hält. Auch im Alter möchte sie ein wertvolles Mitglied der Hausgemeinschaft bleiben, der sie sich nach der Erkundung ihres größeren außerhäuslichen Bereichs verbunden füllt.

Herkunft & Geschichte

Die ursprünglich aus Frankreich stammende Chartreux Katze ist in Deutschland als Kartäuser bekannt. Ihr Name entspringt der Würdigung, die man dem Kartäuser Orden entgegenbringt. Die Mitglieder des Ordens sind für ihr Lächeln bekannt, das mit einer aristokratischen Haltung verbunden wird.

Die imposante Katze wirkt in ihrem Verhalten und ihrer Farbgebung damals wie heute genauso aristokratisch wie die Ordensmitglieder in ihren traditionellen Bekleidungen. Chartreux selbst leitet sich aus der graublauen Farbe der Ordenskutten ab, die in Frankreich als Pile de Chartreux bezeichnet werden.

Die Charteux Katze selbst ist eine französische Züchtung. Vermutlich führten Adlige oder Reisende die Urahnen in der Zeit des Barocks aus dem Orient ein. Hier kreuzte man sie ab dem 17. und 18. Jahrhundert mit den edlen europäischen Kurzhaarkatzen. Anfangs waren sie Lieblingstiere der Adligen, Ihr Ursprung liegt – aufgrund der Beschaffenheit ihres Fells – beispielsweise in Syrien, der Türkei oder dem Iran. Die heutige Hauskatze geht auf ein Geschwisterpaar zurück, das sich ab 1920 um deren Zucht bemühte. Als idealer Standort diente die bretonische Insel Belle-Île-en-Mer.

Die ursprüngliche Population wurde während des Zweiten Weltkriegs durch britische Kurzhaarkatzen aufgefrischt, die zur Widerstandsfähigkeit der Chartreux beitrugen. Als eigenständige Rasse wurde sie jedoch erst 1977 anerkannt. Seitdem gibt es strenge Regeln, die zur erstklassigen Erhaltung der Rasse beitragen sollen.

Rassemerkmale

Zu den Rassemerkmalen der Kartäuser Katze gehört die Farbe. Sie kann in unterschiedlichen blaugrauen Kombinationen auftreten.

Grundsätzlich ist die Chartreux Katze mittelgroß. Um sich in ihren teilweise großen Revieren zu behaupten, verfügt sie über starke Muskeln. Das gilt für die Brust, die Beine, den Hals und den Rücken. Insgesamt ist die Katze daher sehr beweglich. Ihre Ohren sitzen hoch und sind mittelgroß. Mit ihren gelben und bernsteinfarbenen Augen erspähen sie sowohl ihre Familienmitglieder, potenzielle Gäste, Feinde als auch die Beutetiere. Das Dunkelblau ihres Felles setzt sich bis zu ihren Pfotenballen fort.

Die Damen und Herren dieser Rasse unterscheiden vor allem in der jeweiligen Optik. Die Kater sind besonders kräftig und verfügen über eine imposante Nase sowie robuste Wangen. Mit ihnen imponieren sie ihren Damen, die meistens einen Kopf kleiner und weicher gebaut sind.

Überlegungen vor der Anschaffung

Die Chartreux bewundern die Franzosen wegen ihrer Nähe zum Menschen sowie ihrer Verträglichkeit. Einige bezeichnen sie als Hundskatze. Sie hat somit die gleiche Bedeutung, die sonst einem Hund entgegengebracht wird. Aus diesem Grund nehmen sie viele Besitzer auch mit in den Urlaub.

Nun stellt sich der Frage des Preises. Der Interessent muss 500 bis 1.200 Euro für seine Kartäuser Katze bezahlen. Um das für ihn geeignete Tier zu finden, sucht er mehrere bekannte Züchter auf. Vorsicht ist bei Verkäufern geboten, die ihre Katzen zu einem sehr günstigen Preis anbieten. Teilweise werden statt der Kartäuser britischen Kurzhaarkatzen angeboten, die sich jedoch im Wesen unterscheiden.

Handelt es sich um seriöse Züchter, dann liefern sie bereitwillig umfassende Informationen. Sie halten die ihnen anvertrauten Katzen in einer sauberen und ruhigen Umgebung.

Es kann jedoch auch sein, dass die wertvolle Kartäuser wegen schlechter Tierhaltung in einem Tierheim landet. Hier kann sie für eine vergleichsweise geringe Gebühr übernommen werden. Da sich die Kartäuser Katze kaum haart, wird die Bürste nur einmal in der Woche benötigt.

Geeignete Aktivitäten

Hat die Kartäuser Katze ihr neues Zuhause erreicht, benötigt sie einen guten Überblick. Kratz- und Katzenbäume mit Aussichtsplattformen stellen die bestmöglichen Varianten dar. Dazu kommt das richtige und passgenaue Spielzeug, mit dem sie sich als Alternative zur Jagd oder in deren Pausen beschäftigen kann. Wenn sie nicht spielt oder jagt, ruht sie. Für diese Zwecke liegen spezielle Ruhestätten bereit. Hält sie sich hier auf, dann sollte sie nicht von Menschen gestört werden.

Das Spiel liegt der Kartäuser im Blut, gleichgültig, ob sie jung oder älter ist. Wie ein Hund kann die Katze apportieren. Sie darf jedoch nur für kurze Zeit alleine bleiben, da sie das Rudel des Menschen für ihren Seelenfrieden benötigt.

Spaziergänge an der Katzenleine akzeptieren die Vierbeiner genauso wie Hunde. Der Besitzer sollte jedoch ihr Verhalten beobachten. Passt der Kartäuser diese Art der Bevormundung nicht, dann sollte der Besitzer mit der Unterstützung eines Spezialisten die passende Form finden.

Geeignete Ernährung

Als Fleischfresserin benötigt die Kartäuser Nahrung mit einem hohen Fleischanteil. Die damit verbundene Zusammensetzung ändert sich jedoch im Laufe eines Katzenlebens. Für Katzenkinder sollte ein hoher Proteinanteil eingeplant werden, damit sich die Muskelmasse gut entwickeln kann. Am Anfang können es so bis zu vier Rationen sein, die auf den Tag zu verteilen sind. Nach dem ersten Jahr werden aus vier drei oder zwei tägliche Portionen. Beispielsweise lassen sich bestimmte Bestandteile der jeweiligen Fütterung behutsam austauschen. Die Kartäuser schmeckt zwar den Unterschied, kann sich jedoch langsam auf die neue Kost einstellen.

Im Alter nimmt der Bewegungsdrang der Kartäuser Katze ab. Sobald der Besitzer das bemerkt, sollte er seinen Liebling in bestimmten Abständen wiegen. Um ein Übergewicht zu vermeiden, kann die bisherige kalorienlastige Ernährung nach der Absprache mit dem Tierarzt umgestellt werden.