Chihuahua Portrait

Chihuahua – Der loyale Hund

Chihuahuas entscheiden sehr instinktiv, welchem Menschen sie ihre Aufmerksamkeit schenken und welchem nicht.
Nachdem er sich entschieden hat, bliebt er immer loyal gegenüber seinem Herrchen oder Frauchen, auch wenn sich weitere Personen um ihn kümmern. Er gibt sich Fremden gegenüber grundsätzlich liebenswert und ist sehr robust. Er ist stets lebhaft und wachsam, traut sich vieles zu und braucht nicht viel Ruhe. Er stellt sich auch größeren Hunden in den weg und versucht sein Herrchen bestmöglich zu schützen, was aufgrund seiner Körpergröße aber nicht immer einfach ist. Sie benötigen auf alle Fälle eine konsequente Erziehung und fordern besonders in jungen Jahren sehr viel Aufmerksamkeit ein. Man darf ihn nicht zu sehr verwöhnen, denn dann lässt er sich irgendwann gar nichts mehr sagen. Chihuahuas können sehr viel lernen und gelten als äußerst clevere Hunde.

Steckbrief

Lebenserwartung: 10 bis 20 Jahre
Gewicht: 1,5 bis 3 kg
Widerristhöhe: 14 bis 24 cm
Charakter: lebendig, aufgeweckt, liebevoll, konzentriert, mutig
Farben: schwarz, weiß, rehbraun, creme, schokobraun & gold
Kosten: Zwischen 850 & 1.600 Euro

Zuneigung und Wärme für den kleinen Hund

Der Chihuahua gilt als Gesellschaftshund und benötigt viel Wärme und Zuneigung. Er bindet sich zwar fest an eine Bezugsperson, ist aber dennoch gut als Familienhund geeignet. Mit ihm sind viele Aktivitäten möglich, da er sehr unempfindlich ist und einer Menge Ausdauer mitbringt. Größere Strecken sind überhaupt kein Problem, er läuft auch gern mit den Kindern draußen herum.

Herkunft und Geschichte der Chihuahuas

Ursprünglich nahm man an, dass die kleinen Hunde aus Malta, Ägypten oder China stammen. Mittlerweile geht man davon aus, dass sie aus Mexiko stammen. Die Azteken und Tolteken hielten sie als Haushunde. Der Legende nach mussten sie als Opfertiere für die Götter herhalten, sondern wurden auch selbst vergöttert und von den Herrschern mit ins Grab genommen. Der Hund sollte dem Häuptling im Grab den Weg ins Paradies zeigen, wenn dieser ihn zu Lebzeiten gut behandelt hatte. Der Hund wurde im 19. Jahrhundert in den USA bekannt und verbreitete sich schnell. Sie galten als charmant und quirlig, beschrieben wurde die Rasse erstmals im Jahr 1904. Der Hund wurde schnell in die ganze Welt gebracht, so kam er im Jahr 1956 auch nach Deutschland.

Die Merkmale der Rasse Chihuahua

Der Chihuahua wird als kompakter Hund mit einem Kopf in Apfelform und einem markierten, breiten Stop beschrieben. Das Gewicht des Hundes liegt im Idealfall zwischen 1,5 und 2,5 Kilogramm. Die Lebenserwartung liegt zwischen 12 und 16 Jahren, wenn der Hund gut gepflegt wird. Kleinere Ausprägungen der Rasse werden in der Regel nicht so als wie die Größeren. Der Kopf ist rund und die Nase relativ kurz. Das Maul ist breit und verfügt über ein Scheren- und Zangengebiss. Die Ohren sind weit geöffnet und sind in der Spitze leicht abgerundet. Der Rumpf der Hunde erscheint fast quadratisch, die Hündinnen sind jedoch etwas länger, damit die Gebärmutter sich im Falle einer Trächtigkeit ausdehnen kann. Es gibt jeweils eine Variante mit langen und kurzen Haaren, die Farben können dabei sehr unterschiedlich sein. Die kurzhaarigen Chihuahuas verfügen im Nacken- und Rutenbereich über ein etwas längeres Fell. Die langhaarigen Verwandten sind am Kopf und an der Vorderseite kurzhaarig. Stellen ohne Haare sind in der Rasse nicht erlaubt. Die Variante mit den kurzen Haaren existiert schon wesentlich länger als die Langhaarvariante. Seine Bewegungen wirken elegant und kraftvoll, den Kopf trägt er stets erhoben. Die Rute trägt er entweder über dem Rücken oder gerade nach hinten, die Beine kreuzen sich beim Laufen nie.

Besonderheiten bei der Ernährung

Chihuahuas sind sehr aktive Hunde und müssen auch dementsprechend gefüttert werden. Es sollte unbedingt auf die Vitamine und Mineralstoffe geachtet werden, weil es hier schnell zu Unter- oder Überversorgungen kommen kann. Die Größe des Futters spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, damit die Zähne sich beim Kauen optimal abreiben. Die Zusammensetzung des Futters sollte nach Faktoren wie Alter, Größe, Aktivitäten und Gewicht erfolgen, aber auch die Krankheiten spielen eine Rolle. Zuchthunde benötigen ein besonderes Futter, damit die Hündinnen den Nachwuchs optimal versorgen können. Bestimmte Stoffe können Allergien auslösen, darauf muss man beim Kauf des Futters achten.

Krankheiten vermeiden

Bei den Chihuahuas gibt es einige rassetypische Erkrankungen, die teilweise mit der Ernährung zusammenhängen. Die Kopfform der Chihuahuas ist deutlich anders als die anderer Hunde, deshalb können Zahnfehlstellungen entstehen und die Zähne beim Kauen unterschiedlich belastet werden, Zahnstein kann sich bilden. Die Eck- und Fangzähne des Unterkiefers sind besonders häufig von einer Fehlstellung betroffen und müssen vom Kieferorthopäden behandelt werden, sonst können weitere Schäden entstehen. Manche Chihuahuas leiden unter dem Problem, dass Milchzähne nicht ausfallen, obwohl die zweiten Zähne bereits von unten nachschieben. Die Milchzähne sollten dann vom Tierarzt gezogen werden, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Diese Schäden führen dazu, dass der Hund weniger kaut und sich so mehr Zahnstein bildet. Entzündungen und Zahnausfall sind die Folgen. Am Effektivsten ist das tägliche Zähneputzen mit einer speziellen Zahnbürste und einer speziellen Zahnpasta. Mit viel Lob kann man dem Hund das Zähneputzen angenehm machen und es ihm bereits im Welpenalter beibringen. Die Ernährung sollte auch angepasst werden, denn bestimmte Trockenfuttersorten sorgen für einen stärkeren Abrieb der Zähne und beugen somit Zahnstein vor. Bestimmte Zusätze, beispielsweise Zinksalze, können das Wachstum der Bakterien im Mund hemmen und dem lästigen Zahnstein so ebenfalls Einhalt gebieten. In besonderen Fällen kann Eukalyptusöl verwendet werden, weil es eine starke, antibakterielle Wirkung hat.

Harnsteine durch falsche Ernährung

Harnsteine sind eine häufige Krankheit der Chihuahuas. Sie können entweder genetisch oder durch die Ernährung bedingt werden. Der Hund hat dann häufig Blut im Urin, häufigen Harndrang und Schmerzen beim pinkeln. Die Bildung von Harnsteinen hängt mit dem PH-Wert des Urins zusammen und kann über die Ernährung gesteuert werden. Durch die Zugabe von Natriumkarbonat erhöht sich der PH-Wert im Urin und die Harnsteine bilden sich nicht mehr so einfach. Eine erhöhte Wasseraufnahme führt zu einer Vergrößerung der Blase und zur Rückbildung der Harnsteine. Proteine sind ebenfalls wichtig, deshalb sollten auch Muskelfleisch und andere Proteine gefüttert werden. Bei einer Überdosierung können diese aber ebenfalls zu Harnsteinen führen.


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