Border Collie

Border Collie – Das Portrait

Der Border Collie gehört nicht nur zu den schönsten Hunden weltweit, sondern ist zudem auch ein wahres Energiebündel. Er eignet sich als aktiver Familienhund, wenn er ausreichend gefördert wird.

Steckbrief

Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
Gewicht: 14 bis 22 kg
Widerristhöhe: 46 bis 53 cm
Charakter: anhänglich, lernfreudig, intelligent, dynamisch
Farben: meist schwarz-weiß, mehrfarbig
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 1
Kosten: Zwischen 700 & 1.500 Euro

Wesen und Charakter des Border Collies

Der Border Collie ist historisch bedingt ein Arbeitshund. Er braucht die intellektuelle als auch die körperliche Auslastung. Die Intelligenz dieser Rasse ist für die meisten Halter eine Herausforderung. Wird der Border Collie nicht durch Agility, Frisbee, Dog Dancing, Hüteaktivitäten etc. ausgelastet, kann es schnell zu Verhaltensproblemen kommen. Dieser Arbeitshund muss mithilfe von Hundesport beschäftigt werden. Bei Wettbewerben jeglicher Art belegt er regelmäßig die vorderen Plätze. Ursprünglich wurde diese Rasse als Hütehund eingesetzt und legt eine bewundernswerte Arbeitsmoral an den Tag. Er will arbeiten und sein Bestes geben. Eine sanfte Erziehung und Lob gehören unabdingbar dazu. Der Border Collie will gefallen und möchte gute Arbeit leisten. Er ist der Perfektionist unter den Hunderassen.

Bei ausreichender Auslastung kann der Border Collie i. d. R. problemlos mit Kindern und anderen Hunden zusammen leben, da er ein sanftes und wunderbares Wesen hat. Bei einer frühzeitigen Annäherung an Katzen ist auch das Zusammenleben mit Stubentigern kein Problem.

Herkunft & Geschichte des Border Collies

Der Originalname des Border Collies war Scotch Sheep Dog. Ursprünglich stammt er aus Northumberland. Dies liegt entlang der Grenze zwischen Schottland und England. Die Ahnen des Border Collies waren für die Wikinger tätig. Sie hüteten ihre Rentiere. Das hypnotische Auge dieser Rasse eignet sich perfekt zum Hüten diverser Herdentiere. Heutzutage wird er allerdings auch gerne als Rauschgifthund oder zu Bombenerkennung eingesetzt und kann zusätzlich behinderte Menschen unterstützen.

Überlegungen vor der Anschaffung eines Border Collies

Border Collies gehören zu den anspruchsvollsten Hunderassen, die es gibt. Man sollte sich vor der Anschaffung überlegen, ob man den zeitlichen und kräftemäßigen Aufwand leisten kann.

Das Fell des Border Collies sollte regelmäßig mit Kämmen und Bürsten gepflegt werden. Besondere Aufmerksamkeit ist beim Fellwechsel vonnöten, da das Unterfell sehr weich und dicht ist.

Bei der Überlegung, ob man sich einen Border Collie anschaffen möchte, sollte man sich im Vorhinein auch mit den potenziellen Gesundheitsproblemen auseinandersetzen. Diese Rasse ist anfällig für Epilepsie, Hüftdysplasie, Taubheit und Progressive Retinal Atrophy (PRA). Letzteres ist eine Anomalie der Augen. Das sogenannte MDR 1-Gen kann dazu führen, dass Standardmedikamente bei dem Hund nicht wirken und folglich bei einer potenziell schwerwiegenden Erkrankung keine Abhilfe verschafft werden kann.

Hinzu kommen die regulären und irregulären Kosten für einen Hund dieser Rasse. Rassehunde vom Züchter sind deutlich teurer als Tiere aus dem Tierheim. Dafür kann man bei seriösen Züchtern jedoch (genetische) Nachweise bis weit in die vorhergehenden Gnerationen erhalten. Hinzu kommen die Futterkosten und Tierarztkosten (Impfungen, Wurmkuren etc.). Hundesteuer und eine Hundehaftpflichtversicherung sind obligatorisch. Die Grundausstattung wie Halsband und Hundeleine sowie Spielzeug kommen hinzu. Bei einem Welpen ist eine Welpenschule wichtig, damit eine gute Sozialisierung mit anderen Hunden stattfindet. Ggf. schließen sich noch Hundeschule sowie Hundesitter oder Hundepension an.

Geeignete Aktivitäten mit dem Border Collie

Wer bereit ist, diese Hunderasse adäquat auszulasten und eine konsequente liebevolle Erziehung verfolgt, wird mit einem Border Collie große Freude haben. Er ist jedoch kein Wohnungshund, der am Tag einige Male um den Block geführt werden will. Damit wird man dieser Rasse nicht gerecht. Viele Stunden sollten für diesen Hund täglich aufgewendet werden. Wird dieser Vierbeiner vernachlässigt, wird er sich selbst entsprechend Beschäftigungen im Haus suchen: Möbel zerstören, neurotisch werden und zu einem echten Problemhund werden. Als Hütehund kann er im schlimmsten Fall sogar beginnen, Familienmitglieder zu beschützen und zu dominieren. Andere flüchten immer wieder aus ihrem Refugium und springen sogar über Gartenzäune, um sich Beschäftigung zu suchen. Viele Border Collies werden leider nach kurzer Zeit in Tierheime abgegeben, weil die Besitzer mit dem Hund überfordert sind.

Rassemerkmale des Border Collies

Der Border Collie hat einen länglichen Körper, ist dafür jedoch etwas kleiner gewachsen. Er hat einen breiten und zugleich flachen Schädel. Der starke Kiefer besteht aus einem Scherengebiss, wohingegen Schnauze und Schädel fast die gleiche Länge aufweisen. Regulär hat der Border Collie braune Augen. Der Merle-Faktor, auch Merle genannt, begeistert mit blauen Augen. Die Fellfarbe beträgt hier braun bis hellbraun im Gegensatz zu den Collie Kollegen, die eine schwarze, rote und weiße Fellfarbe aufweisen. Zusätzlich gibt es Hunde in grau, gelb und zobel (gelber Farbton). Die Augen können beidseitig braun oder blau bzw. gemischt sein. Die Augen liegen bei den Border Collies weit auseinander und haben eine ovale Form. Die Ohren sind mittelgroß und stehen entweder oder hängen leicht zur Seite. Der Schwanz weist lediglich eine mittlere Länge auf. Er ist tief am Gesäß angesetzt und kann sich bis zum Sprunggelenk erstrecken.

Das Fell des Border Collies ist dicht. Durch den Doppelmantel wird er perfekt vor Nässe und Kälte geschützt. Das Fell gibt es in der kurzen oder längeren Ausführung. Letztere ist grob und rustikal, erstere hingegen sehr dicht und eng am Körper anliegend. Eine auffallend prächtige Mähne ist für die langhaarigen Border Collies bezeichnend. Sie haben eine ebensolche üppige Rute. Die Vorderbeine, Gesicht und Ohren sind kurz gewachsen.

Die Männchen können 48 bis 56 cm groß werden, die Weibchen hingegen 46 bis 53 cm. Letztere können zwischen 12 und 19 kg wiegen, die Rüden können es auf 14 bis 20 kg bringen.

Die geeignete Ernährung für den Border Collie

Border Collies, die richtig ausgelastet werden, haben einen hohen Energieverbrauch, sodass sie einen hohen Nährstoffbedarf haben. Je aktiver der Hund, desto kalorienreicher sollte die Ernährung sein. Das richtige Futter setzt sich somit aus dem Aktivitätsniveau, der Größe und dem Gewicht des Hundes und den individuellen biologischen und physiologischen Voraussetzungen zusammen. Sehr aktive Hunde sollten fett- und eiweißreiches Futter erhalten.