Türkische Angora

Türkische Angora: ein Elganter Wegbegleiter für die ganze Familie

Türkische Angora: die „Urmutter“ aller Katzen

Die türkische Angora ist ein Exot unter den Katzen und erfordert Hintergrundwissen, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. Erste Aufzeichnungen, die auf die Angora zurückzuführen sind, reichen bis ins 16. Jahrhundert und schon damals einen hohen Stellenwert genossen. Eine majestätische Ausstrahlung wird dieser Katze nachgesagt und macht das Tier zu einem Unikat unter den Katzen. Sie hat einen schlanken Körperbau, der leicht muskulös ist. Darüber hinaus zählt diese Katze zu den sogenannten Halblanghaarkatzen. Das weiße Fell der Katze ist äußerst weich und der Schwanz „buschig“. Im Großen ist das Tier zierlich und anmutig und eine Rarität, bezüglich Aussehen und Sozialverhalten.

Steckbrief

Name: Türkische Angora
Wissenschaftlicher Name: Felis silvestris catus
Herkunft: Türkei
Lebenserwartung: 9 – 14 Jahre
Gewicht: 2,5 – 5 kg
Fellfarben: weiß, schwarz, rot, verdünnte und silberne Varietäten dieser Farben
Charakter: selbstbewusst, sozial, verspielt, intelligent
Kosten: Zwischen 500 & 800 Euro

Wesen und Charakter der Angora

Ein signifikanter Wesenszug der Angora ist ihre menschenverbunden Art, sodass die Katze nur ungern alleine ist und vorzugsweise mit einer zweiten Katze gehalten werden sollte. Somit ist die Angora eine äußerst soziale Katze und darüber hinaus intelligent, weshalb sie nicht nur die Nähe braucht, sondern auch Herausforderungen. Sofern eine Haltung dieser Katzenart beabsichtigt wird, ist es unerlässlich auf eine ausreichende Interaktion zu achten, um einer Vereinsamung präventiv entgegenzutreten. Zusätzlich ist auf abwechslungsreiches Spielzeug zu achten, um die Intelligenz der Katze zu fordern, damit keine Langeweile aufkommt. Denn die Angora ist eine lebhafte und aktive Katze und bedarf viel Aufmerksamkeit.

Herkunft und Geschichte

Wie bereits erwähnt ist die Angora bereits im 16. Jahrhundert gezüchtet worden und ist das Nationaltier der Türkei. Bis zum heutigen Tag wird die Katze in der Türkei „Ankara kedisi“ genannt und bedeutet: „Katze aus Ankara“. Es ist eine elegante und intelligente Katze und dementsprechend spät kam die Genehmigung vonseiten der Türkei, um eine Züchtigung außerhalb der Grenzen zu erlauben. Erst in den 1980er Jahren hat die türkische Regierung die Ausfuhr ins Ausland erlaubt, sodass sich die Katze auch im Ausland größerer Beliebtheit freuen konnte.

Überlegungen vor einer Anschaffung der Angora

Aufgrund der großen Ausgeprägtheit des Sozialverhaltens und dem regen Aktivitätsdrang der Katze ist es unabdingbar zu klären, inwieweit diese Bedingungen gegeben sind, bzw. gewährleistet können. Im Konkreten heißt dies, dass die Katze anschmiegsam ist und die tägliche Nähe zum Menschen braucht. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist eine Haltung als Hauskatze als auch als Freigänger möglich. Eine Haltung mit einer Zweitkatze sollte priorisiert werden, damit der tägliche Bewegungs- und Spieldrang ausreichend gedeckt werden kann.

Seit der Freigabe der Züchtigung, abseits der Türkei, gibt es diverse Züchtungen, die mit genetischen Krankheiten einhergehen. Infolge dessen ist es relevant, sich mit diesen Krankheiten auseinanderzusetzen, um zwischen seriösen und unseriösen Züchtern differenzieren zu können. Nur eine gesunde Katze wird langfristig Freude bereiten und den Halter durch den Alltag begleiten. Infolge von häufigen Inzucht im Stammbaum der Katzen, entstehen verschiedene Immunschwächen und andere Krankheiten, die das Lebensalter immens beeinflussen, bzw. verkürzen. Auch abweichende Farbmerkmale des Felles sind Indikator für Überzüchtung oder inadäquater Züchtung, sodass gesundheitliche Einschränkungen nicht ausgeschlossen werden können. Katzen, die gänzlich weiß sind, leiden oftmals unter Taubheit und Gleichgewichtsstörungen und gegebenenfalls unter Blindheit.

Ein artgerechter Züchter wird grundsätzlich, ohne Aufforderung, den Stammbaum der Katze vorweisen und etwaige andere Nachweise erbringen, die eine gesundheitliche Unversehrtheit der Katze bezeugen. Bestenfalls wird der Züchter vor Ort besucht und persönlich kennengelernt. Auch die Rahmenbedingungen, unter denen die Katze aufgewachsen ist, spielen eine fundamentale Rolle. Deshalb ist es vorteilhaft auf Aspekte zu achten, die das direkte Lebensumfeld der Katze betreffen. Die Katze, bzw. die Eltern des Tieres, sollten idealerweise in einer guten sozialer Anbindung zu Menschen aufgewachsen sein.

Rassemerkmale

Die Beliebtheit der Katze beruht auf dem extravaganten Erscheinungsbild der Katze, neben anderen Eigenschaften, wie Intelligenz und Sozialverhalten. Der muskulöse und doch dezent wirkende Körperbau macht die Katze unverkennbar und einzigartig. Im Winter ist das Fell besonders weich und voluminös und wird zum Sommer hin dünner, sodass die Angora sich bestens sich in die umgebende Örtlichkeiten integrieren kann. Dabei ist auf eine regelmäßige Fellpflege zu achten, was ebenfalls die Bindung zur Katze stärkt.

Geeignete Aktivitäten

Die Angora sollte eine breite Varietät an anspruchsvollen Spielzeugen haben, damit sie die Intelligenz ausreizen und ausleben kann. Anspruch ist ein ständiger Begleiter der Katze, weshalb eine Einzelhaltung des Tieres unvorteilhaft ist. Mit einer Zweitkatze hat die Angora einen ständigen Spielpartner, sodass eine Unterforderung des Vierbeiners ausgeschlossen werden kann. Denn als Halter alleine ist es nicht möglich ununterbrochen der Katze Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

Geeignete Ernährung

Trotz des majestätisch anmutenden Erscheinungsbildes, ist die Katze bezüglich der Ernährung weniger anspruchsvoll, sodass es keine Besonderheiten, bezüglich des Futters zu beachten gibt. Allgemeinhin ist, wie bei allen Katzen, auf eine ausgewogenen und fleischhaltige, Ernährung zu achten. Damit wird die Katze vital und gesund bleiben.