Perserkatze in weiß

Perserkatze

Die Perserkatze gehörten zu den beliebtesten und den ältesten Rasse-Katzen. Sie ist eine typische Vertreterin der Langhaarkatzen. Durch deutliche, spezifische Merkmale ist sie leicht von anderen Rassen zu unterscheiden. Durch ihr allgemein typisches Wesen eignet sie sich besonders gut für die Wohnungshaltung und als Zweitkatze.

Steckbrief

Name: Perserkatze
Wissenschaftlicher Name: Felis catus
Herkunft: Iran
Lebenserwartung: 10 – 17 Jahre in Gefangenschaft
Gewicht: Kater: 10 kg; Katze: 8 kg
Charakter: ruhig, bequem, wenig agil

Wesen und Charakter

Das besondere an Katzen ist ja, dass sie immer ihren eigenen Kopf behalten. Eine Erziehung wie bei einem Hund ist nicht möglich, man einigt sich eher auf gewisse gemeinsame Regeln, wenn man es so ausdrücken möchte.

Diesen eigenen Kopf haben auch Perserkatzen. Das mag man leicht vergessen beim Anblick des langen Fellkleides und der extra großen Augen. Perserkatzen bleiben dennoch Individualisten.
Diese Individualisten haben aber in der Regel ein sehr sanftes Wesen. Sie wissen sich zu behaupten, bleiben aber sanft. Lieber gehen sie einen Schritt zurück, als unbedingt auf einen Kampf zu bestehen.
Diesen zurückhaltenden Zug kann man auch beobachten, wenn Fremde zu Besuch kommen. Erst nach mehreren Besuchen wird der Fremde zum Familien- und Freundeskreis integriert, und die Perserkatze zeigt sich dem Fremden.

Es sei denn, irgendwas erregt so sehr ihr missfallen, dass sie sofort darauf mit Abwehr reagiert. Für eine Katze gibt es eben keine allgemeingültigen Regeln.
Dennoch ist eine Perserkatze eher eine sehr menschenbezogene Katze, die ungern für mehrere Stunden allein bleibt. Deshalb ist es für eine Perserkatze weniger geeignet, wenn man den ganzen Tag arbeiten geht, und sie alleine bleibt. Es denn, sie hat Gesellschaft.

Herkunft und Geschichte

Übrigens ist der Name Perser-Katze etwas verwirrend. Ursprünglich dachte man, dass diese oft mehrfarbigen Langhaarkatzen aus dem Nahen Osten stammen, etwa der Türkei oder dem Iran. Aber über die Geschichte der Herkunft der ersten Perserkatzen gibt es verschiedenen Thesen, von denen noch keine endgültig bewiesen werden konnte.

Ob sie nun tatsächlich irgendwo aus dem Nahen Osten stammt, russische Langhaarkatzen als Stammeltern hat oder doch nur aus verschiedenen Zufalls- und gezielten Kreuzungen in England entstanden ist, bleibt also weiterhin die spannende Frage.

Jedenfalls wurden irgendwann spezifische Rassenmerkmale festgelegt und danach gezüchtet. Mit gewissen Wellen in der Beliebtheitsskala wurden die einen anderen Merkmale angepasst. So gab es eine Zeit, in der die Augen immer größer und die Stirn immer schmaler werden sollte. Dadurch wurde die ursprünglich längere und markantere Nase immer kürzer. Das beeinflusste bei zu kurzer Nase auch den Tränenkanal.
Als dieser Trend durchaus zu Extremen neigte, änderten sich die Vorgaben für die Rasse teilweise und damit auch ihre Geschichte.

Farben und Farbkombinationen

Perserkatzen gibt es in verschiedenen Farben. In Verbindung mit der Fellfarbe steht bei Persern auch die Augenfarbe. So gibt es viele Perser mit orange- bis kupferfarbenen Augen, manche haben grüne Augen und es gibt Farbschläge mit blauen Augen.
Perserkatzen mit den Farbschlägen Colourpoint, weißer oder beiger Körper mit farbigen Kopf, Schwanz und Beinen, oder einfarbig weiß haben blaue Augen.
Perser mit Tabby-Farbschlägen, golden und silver, haben oft grüne Augen. Auch silber-shade und golden-shade Perser haben grüne Augen.

Rassemerkmale

Neben den vielen Varianten in Fell- und Augenfarben gibt einige ganz typische Rassemerkmale, die für alle Perserkatzen gelten:

  • großer runder Kopf
  • kleine Ohren
  • große runde Augen
  • kurze flache Nase
  • breite Schultern und Brust
  • langes dichtes Fell, viel Unterwolle
  • gedrungener Körperbau
  • kurze stämmige Beine
  • kurzer buschiger Schwanz
  • große runde Pfoten

Durch die Kopfform mit den kleinen Ohren und den großen Augen wirken Perserkatzen auf den ersten Blick sehr kindlich und süß. Dabei sind diese Merkmale angezüchtet und sagen nichts über den Charakter aus.
Insgesamt hat die Perserkatze einen kompakten und kräftigen Körperbau. Für Spiele und ein gewisses Maß an Toben ist der gedrungene Körper gut geeignet, aber für akrobatische Sprünge und wilde Touren im Freigelände eher weniger.
Hinzu kommt das buschige Fellkleid mit der dichten Unterwolle, das weniger zu langen Streifzügen in der Natur passt. Tatsächlich bevorzugen viele Perser eher das Beobachten als das Herumstreunern.

Geeignete Aktivitäten

Dass Perserkatzen eher ruhige Vertreter sind, bedeutet nicht, dass sie Spielen gar nicht mögen. Im Gegenteil, neben ausgiebigen Schmusen findet sich bestimmt ein Lieblingsspielzeug für jede Katze. Einen Kratzbaum braucht auch eine Perserkatze, umso mehr, wenn sie eine reine Wohnungskatze ist.
Manche Perserkatze lieben einen Spaziergang durch den Garten oder einen gesicherten Freigang auf dem Balkon.
Übrigens kann man sehr gut die tägliche Fellpflege als ein Spiel aufbauen, das zusätzliche die Bindung zwischen Mensch und Katze stärkt.

Ernährung und Pflege

Pflege

Die tägliche Fellpflege ist ein Muss bei Perserkatzen, ist aber kein großes Problem. Kennt die Katze das Bürsten von Jugend an, dauert es auch nicht allzu lang. Aufgrund der dichten Unterwolle schaffen Perserkatzen es nicht alleine, alle losen Haare zu entfernen. Die Folge sind Knötchen im Fell. Ohne Bürsten verfilzt das Fell und die Knötchen müssen unter Umständen sogar herausgeschnitten werden.
Außerdem ist es sinnvoll, der Katze mit Katzengras bei der Verdauung der vermehrten Haarmenge, die die Katze mit dichten Fellkleid aufnimmt, zu helfen. So beugt man Störungen im Magen-Darm-Trakt vor.
Hat man seiner Perserkatze von Anfang an das Bürsten gut beigebracht, kann man zugleich auch eine Kontrolle der Augen, Ohren, Nase und Pfoten durchführen. So wird die Katze spielerisch untersucht und man beugt ganz einfach vielen Unpässlichkeiten vor.

Ernährung

Für Katzen, also auch Perserkatzen, ist mageres Fleisch wie Geflügel und Fisch gut geeignet, auch gekochtes Hasen- und Kaninchenfleisch ist geeignet. Ungeeignet ist dunkles Fleisch und Schweinefleisch.
Man reicht große Brocken, damit die Katze kauen muss. Fleisch sollte sechzig Prozent pro Mahlzeit ausmachen. Innereien und Leber dürfen gerne einmal pro Woche gefüttert werden, weil die Katze das enthaltene Vitamin A zwar braucht, aber nicht zu viel davon. Zu viel Vitamin A führt bei Katzen zu Gesundheitsbeschwerden wie Fettleber und Sehstörungen.

Wer Fertigfutter füttern möchte, sollte nicht nur Trockenfutter geben. Das ursprüngliche Wüstentier Katze neigt dazu, zu wenig Wasser zu trinken. Da Trockenfutter kaum Wasser enthält, sollte man der Katze reichlich Wasser und auch zusätzlich etwas Nassfutter zur Verfügung stellen.

Überlegungen vor der Anschaffung

Rassekatzen vom Züchter sind nicht billig, das muss man einplanen. Zwischen fünfhundert und tausend Euro kann man da schon locker ausgeben.

Gelegentlich findet man auch Rassekatzen im Tierheim. Aber auch da unterschreibt man einen Vertrag und bezahlt einen Beitrag, der von Ort zu Ort schwanken kann.
Beim Züchter sollte man unbedingt auf gesunde Tiere achten, weil es noch immer viele Züchter gibt, die nach oben schon erwähnten Regeln züchten. Zu kurze Nasen, tränende Augen usw. beeinträchtigen das Katzenleben erheblich, sowohl bei der Atmung als auch bei der Bewegungsfreiheit.

Ein Hinweis auf gute Gesundheit sind auch die Elterntiere. Bei manchen Zuchtlinien bei Persern treten Probleme mit den Nieren auf.

Ansonsten sind Perserkatzen anspruchslose und außer dem Bürsten des Fells pflegeleichte Katzen. Sie sind gut für die Wohnungshaltung geeignet und lieben die Nähe die zu ihrem Menschen oder einer Zweitkatze.
Achtsamkeit bei Katzen, insbesondere bei Persern, erfordern Symptome des sogenannten Katzenschnupfens, eine virale Krankheit, die die Atemwege befällt. Sauberhalten der Augen und Nasenöffnungen helfen, solche Krankheiten zu vermeiden.