Europäisch Kurzhaar

Europäisch Kurzhaar – Das Portrait

Die Europäisch-Kurzhaar Katze ist eine robuste und ausgeglichene Katze. Sie sieht einer normalen Hauskatze täuschend ähnlich und kann von Laien kaum unterschieden werden. Die Europäisch Kurzhaar ist eine kontrolliert gezüchtete normale Hauskatze. Bei der Rasse sind viele Farben erlaubt. Die Katzen haben ein kurzes, federndes Fell mit dichter Unterwolle. Bei der Europäisch-Kurzhaar darf keine Einkreuzung einer Rassekatze erkennbar sein. Die Katze ist mittelgroß, 50 Zentimeter lang und wiegt 4 bis 5 Kilogramm. Ihr Kopf ist groß. Ihr Körperbau ist kräftig und muskulös, aber niemals plump. An ihrem Aussehen kann man erkennen, dass sie ein beweglicher, schneller Jäger mit sehr scharfen Sinnen ist. Ihre Augen haben eine senkrechte, schlitzförmige Pupille, die bei großer Erregung groß und rund wird. Hier nun das vollständige Portrait zu dieser Rasse.

Steckbrief

checkName: Europäisch Kurzhaar
checkWissenschaftlicher Name: Felis catus
checkHerkunft: Europa
checkLebenserwartung: 15 – 20 Jahre
checkGewicht: 4 – 7 kg
checkFellfarben: alle natürlich vorkommenden Farben; mehrfarbig
checkCharakter: lernbegierig, menschenfreundlich, verspielt, anpassungsfähig
checkKosten: Zwischen 300 & 500 Euro

Wesen und Charakter

Der Charakter der einzelnen Europäisch-Kurzhaar Katzen könnte vielfältiger nicht sein. Es gibt besonders ängstliche Tiere, anhängliche, aber auch ziemlich wilde Tiere. Jede Katze hat ein anderes Wesen. Die Europäisch-Kurzhaar ist eine freundliche und bodenständige Rasse. Sie sind zutraulicher als die wilden Artgenossen. Sie leben ja auch schon seit Generationen zusammen mit den Menschen. Die Katzen sind Fremden gegenüber meist scheu und zurückhaltend. Aber viele der Europäisch-Kurzhaar sind gegenüber Ihren Besitzern verschmust und lieben das Zusammen sein mit Ihnen. Sie haben in der Regel auch kein Problem mit Kindern und Hunden, solange diese sich zu benehmen wissen.

Die Ruhe und die Ausgeglichenheit einer Europäisch-Kurzhaar kommt durch Einkreuzung von Perserkatzen. Sie hat keinen ausgeprägten Freiheitsdrang, verteidigt aber trotzdem ihr Revier gegen Eindringlinge. Sie lieben den Freigang. Wenn das nicht möglich ist, sollte wenigstens ein Katzen-sicherer Balkon oder Garten für die Katze vorhanden sein.

Herkunft und Geschichte

Der Ursprung der Europäisch Kurzhaar liegt in Ägypten. Dort wurden sie als Götter verehrt, denn die geschickten Jäger verteidigten die Kornspeicher gegen die Mäuse. Auf diese Weise wurde die wilde Falbkatze nach und nach domestiziert und breitete sich in der ganzen Welt aus. Um das Jahr 1000 fanden die Katzen ihren Weg nach Europa. Die Wissenschaftler nehmen an, dass die importierten Katzen sich mit den einheimischen Wildkatzen paarten. So entwickelte sich ohne züchterisches Eingreifen eine Art Hauskatze, die bis heute bekannt ist. Im Mittelalter wandelte sich das Bild der Katze und sie wurde ein Symbol des Bösen. Sie war ein Begleiter der Hexen. Aber die Katzen überlebten und wurden im 20. Jahrhundert zum beliebtesten Haustier. In den 1980er Jahren begannen Züchter vor allem in Skandinavien die weit verbreiteten „Wald- und Wiesenkatzen“ gezielt zu züchten. Es wurde ein Standard aufgestellt und die schlanke und elegante Katze wurde zur „Europäisch Kurzhaar“ oder kurz EKH genannt. Zur selben Zeit entstand auf den britischen Inseln die etwas stämmigere Britisch Kurzhaar. Die Europäisch Kurzhaar ist eine typische Hauskatze, die in Typ und in der Fellzeichnung gezielt durch Züchtung veredelt wurde. Auf Bauernhöfen gibt es Katzen, die reinrassige EKHs sind. Seit Ende der 90er Jahre gibt es auch in Deutschland vermehrt Züchter von EKHs.

Überlegungen vor der Anschaffung

Bevor man sich eine Katze, ganz gleich welcher Rasse, anschafft, sollte man wissen, dass man für das Tier die Verantwortung für sein ganzes Leben übernimmt und das können bis zu 20 Jahre sein. Wenn Sie nicht bereit sind, das Tier so lange zu versorgen und ihm ein Heim zu geben, sollten Sie keine Katze anschaffen.

An und für sich ist die Haltung einer Europäisch Kurzhaar unproblematisch. Sie kann gut in einer Wohnung leben. Sie sollten sich zunächst entscheiden, ob Ihre Katze Freigang haben soll oder als reine Wohnungskatze leben soll. Der Europäisch Kurzhaar kommt der Freigang eher entgegen. Sie ist allerdings auch mehr Gefahren, vor allem durch den Straßenverkehr, ausgesetzt. Wenn Ihre Katze ein Freigänger werden soll, sollten Sie auch über Kastration nachdenken, damit die Katze sich nicht unkontrolliert vermehren kann.

Ansonsten benötigen Sie noch ein Katzenklo, das täglich gereinigt werden muss. Die Europäisch Kurzhaar braucht Zuwendung. Sie sollten sie jedoch respektvoll behandeln und nicht aufdringlich sein. Sie ist normalerweise ein guter Spielpartner für Kinder, was jedoch von der einzelnen Katze abhängt. Jede Katze hat ihre eigene Persönlichkeit und tun selten etwas gegen ihren Willen. Europäisch Kurzhaar können auch zusammen anderen Katzen oder mit Hunden gehalten werden. Sie sollten allerdings möglichst früh aneinander gewöhnt werden.

Geeignete Aktivitäten

Wenn die Europäisch Kurzhaar ein Freigänger ist, findet sie ihre eigene Beschäftigung. Sie liebt es zu jagen und ihr Revier zu verteidigen. Ist sie eine Wohnungskatze, muss ihre Besitzer für Beschäftigung und Bewegung sorgen. Sie sollte auf jeden Fall einen großen Kratzbaum mit Kletter- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung haben. Da die Katzen über eine gewisse Intelligenz verfügen, sind auch Intelligenzspiele eine Möglichkeit, sie geistig zu fordern. Es reicht schon aus, Leckerlis zu verstecken und die Katze danach suchen zu lassen. Wenn Sie oft außer Haus sind, sollten Sie darüber nachdenken, eine zweite Katze anzuschaffen, damit die Tiere nicht einsam sind und sich miteinander beschäftigen zu können.

Für eine Wohnungskatze wäre auch ein Katzen-sicherer Balkon oder Garten eine gute Lösung. Auf diese Weise kann die Katze ein Stückchen Freiheit in Sicherheit genießen. Und letztlich benötigt die Europäisch Kurzhaar Möglichkeiten, sich zurückziehen zu können. Dazu eignen sich Spielhäuschen, Tunnel oder eine Katzenhöhle.

Rassemerkmale

Laut Rassestandard für die Europäisch Kurzhaar muss sie komplett frei von Einkreuzungen anderer Rassen sein. Die Zucht soll darauf beruhen, einen robusten und geschmeidigen Körper zu festigen. In der Anatomie unterscheidet dieser sich nicht von den europäischen Hauskatzen. Diese ist mittelgroß bis groß, hat ein leicht gerundetes Gesicht, eine gerade Nase, mittelgroße, leicht gerundete Ohren und offene Augen mit klarer Farbe. Der Körper ist robust, stark und muskulös mit kräftigen Beinen und einem mittellangen Schwanz. Die Katze hat kurzes, dichtes Fell, das jede Farbe aufweisen darf, solange diese nicht aus der Einkreuzung einer anderen Rasse stammt.

Die Europäisch Kurzhaar ist eine verspielte und intelligente Katze, die gefordert werden will. Sie genießt lange Spielstunden mehr als langes Schmusen. Sie kann aber, wenn Sie sich ausreichend mit ihre beschäftigen, auch sehr anhänglich sein. Sie ist allerdings ganz selten eine Schoßkatze. Dazu ist sie zu oft eine begeisterte und auch erfolgreiche Jägerin.

Geeignete Ernährung

Die Europäisch Kurzhaar sollte für eine gesunde Ernährung hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil erhalten, da Katzen von Natur aus Fleischfresser sind. Da sich die Ansprüche der Katze an ihre Ernährung im Laufe ihres Lebens ändern, sollten sie jeweils spezielles Futter füttern. Fütter für Kitten, erwachsene Katzen und für Seniorkatzen ist im Handel erhältlich. Kitten sind sehr verspielt und brauchen einen hohen Anteil an Proteinen für den Aufbau der Muskeln und der Körpersubstanz. Daher hat Kittenfutter eine andere Zusammensetzung als Futter für Seniorkatzen. Im Laufe des Katzenlebens kann es auch nötig sein, auf ein Futter umzustellen, das Harnwegsprobleme, Nierenerkrankungen, Verdauungsstörungen oder Übergewicht berücksichtigt.

Die Kitten der Europäisch Kurzhaar sollten vier Portionen pro Tag erhalten, damit ihr Verdauungsapparat nicht zu stark belastet wird. Gegen Ende des ersten Lebensjahres können die Portionen auf zwei bis drei Mahlzeiten aufgeteilt werden. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollten die Kätzchen Kittenfutter erhalten. Wenn dann ein Futterwechsel vorgenommen wird, sollte dies langsam und behutsam geschehen. Mischen Sie dazu täglich einen immer größeren Anteil des neuen Futters und das gewohnte, damit die Umstellung für die Katze nicht zu abrupt ist.