LaPerm

LaPerm – Das Portrait

Die Katzenrasse LaPerm ist noch eine ziemlich junge Rasse. Ihre Entstehung verdankt sei einer eher zufälligen Mutation der Gene. Die Katzen fallen vor allem durch ihr gelocktes Fell aus, das aussieht als hätte die Katze eine Dauerwelle bekommen. Auch sehr bezeichnend für die LaPerm ist ihre Ausrichtung auf den Menschen. Sie ist sehr anhänglich und sie ist eine perfekte Schmusekatze. Hier nun das vollständige Portrait zu dieser Rasse.

Steckbrief

check Name: LaPerm
check Wissenschaftlicher Name: Felis catus
check Herkunft: USA
check Lebenserwartung: 14 – 16 Jahre
check Gewicht: 2,5 – 5 kg
check Fellfarben: alle Farben
check Charakter: freundlich, gesellig, verschmust, verspielt
check Kosten: Zwischen 600 & 1.300 Euro

Wesen und Charakter der LaPerm Katze

Freundlich, gesellig, verschmust und verspielt sind die Hauptmerkmale einer LaPerm Katze. Da sie sehr menschenbezogen ist, sucht sie sich eine Bezugsperson in der Familie aus und folgt dieser Person dann überall hin. Sie ist zwar nicht allzu sehr an der Gesellschaft anderer Katzen interessiert, kommt aber meistens gut mit anderen Katzen aus. Sie genießt die Schmuse Stunden mit ihrem Lieblingsmenschen und spielt auch sehr gerne. Vor allem die Jungtiere brauchen viel Bewegung und verbringen viel Zeit mit Klettern, Toben und Spielen.

Der Lieblingsplatz einer LaPerm Katze ist der Schoß ihres Menschen. Sie liebt ausgiebige Streicheleinheiten. Sie mögen es nicht, allein gelassen zu werden. Die LaPerm ist sehr sozial und gesellig und sucht den Kontakt zu Menschen. Die LaPerm Katzen kommen meist auch gut mit Kindern und anderen Haustieren zurecht.

Herkunft & Geschichte

Die Farm von Linda Koehl nahe von The Dalles im US-Bundesstaat Oregon ist die Heimat der LaPerm Katze. Bei einem Wurf der frei auf ihrem Hof lebenden Katzen im Jahr 1982 war eines der sechs Katzenwelpen anders als die anderen. Es war völlig kahl und unterschied sich auch in ihrem Wesen von den anderen Katzenbabys. Anders als ihre fünf Geschwister, die wie ihre Mutter als Freigänger auf dem Hof lebten, suchte diese junge Kätzin die Nähe der Besitzerin und folgte ihr ständig überall hin.

Diese Kätzin war Curly, von der alle LaPerm Katzen abstammen. Nach etwa acht Wochen entwickelte die junge Katze ein weiches, lockiges Fell, was ihr den Namen Curly einbrachte. Da Curly, wie ihre Geschwister frei auf dem Hof lebte, verpaarte sie sich mit einem Kater. Sie vererbte das mutierte Gen, das für ihr lockiges Fell verantwortlich war an ihre Welpen. Ihr erster Wurf von fünf Katern war bei der Geburt kahl und entwickelte später das gleiche lockige Fell wie ihre Mutter.

Koehl begann sich für die Aufzucht und Vererbungslehre von Katzen zu interessieren. Curly und ihr Nachwuchs wurden im Haus aufgenommen und genau beobachtet. Sie wurden gezielt mit normalen Hauskatzen verpaart.

Ein Freund, der von dem lockigen Fell und der Sanftheit von Curly und ihren Kindern begeistert war, gab Koehl den Rat, sie Katzen auf einer Ausstellung vorzuführen. Koehl zeigte daraufhin bei einer Ausstellung der CFA-Zuchtrichterin Kim Everett als einer der ersten ihre lockigen Katzen. Everett fand die neue Katzenrasse „LaPerm“ außergewöhnlich und ermutigte Lind Kohel zur weiteren Züchtung und zum Anstreben der offiziellen Anerkennung der Rasse.

Der Name LaPerm kommt von der Kurzform von „permanent wave“, also „perm“ für Dauerwelle.

Koehl war erfolgreich und im Jahr 2004 erhielt die LaPerm Katze die offizielle Anerkennung der TICA (The International Cat Association). Im Jahr 2015 wurde die Rasse auch bei der FIFe (Fédération Internationale Féline) offiziell aufgenommen.

Die meisten LaPerm Züchter gibt es heute in den USA, aber auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Russland werden heute LaPerm Katzen gezüchtet. Das „Locken-Gen“ wird bei den LaPerm Katzen dominant vererbt und bleibt auch bei Fremdverpaarungen bestehen. Allerdings sind unter der FIFe und der CFA (Car Fanciers’ Association) seit 2015 keine Einkreuzungen anderer Rassen mehr erlaubt.

Überlegungen vor der Anschaffung

Da die LaPerm Katze besonders anhänglich und menschenbezogen ist, eignet sie sich sehr gute für eine reine Wohnungshaltung. Auch, wenn ihr Freigang erlaubt wird, kehrt sie schnell wieder nach Hause zurück.

Wenn Sie sich eine LaPerm Katze anschaffen wollen, sollten Sie viel Zeit für sie einplanen. Sie ist nicht wirklich für einen berufstätigen Single, der selten zu Hause ist geeignet. Auch eine Zweitkatze ist kein ausreichender Ersatz für ihren Lieblingsmenschen.

Des Weiteren sollten Sie vor der Anschaffung bedenken, dass Sie die Verantwortung für ein ganzes Tierleben übernehmen. Sollten sie dazu nicht bereit sein, sollten Sie sich keine Katze anschaffen.

Da die Katzenrasse noch sehr jung ist, sind die Tiere in der Anschaffung ziemlich teuer. Ein Tier kostet zwischen 600 und 1300 Euro.

Dann sollten Sie noch mit den folgenden Kosten für eine Erstausstattung rechnen:

  • Katzenkorb, Kuschelhöhle ab 15 Euro
  • Katzendecke/ -kissen ab 10 Euro
  • Kratzbaum, Kratzbrett ab 20 Euro
  • Katzentoilette ab 10 Euro
  • Katzenstreu ab 10 Euro
  • Transportbox ab 10 Euro
  • Zeckenzange (bei Freigängern) ab 2 Euro
  • Bürste / Kamm (bei Langhaarkatzen) ab 3 Euro
  • Gesamt ab 80 Euro
  • Hinzu kommen monatliche Futterkosten, die sich nach der Qualität des Futters richten und etwaige Tierarztkosten.

    Geeignete Aktivitäten

    Bei Ihrer LaPerm Katze sind Sie für die Beschäftigung und Bewegung der Katze verantwortlich. Sie sollten für sie auf jeden Fall einen Kratzbaum mit Kletter- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Auch Spielzeug wird von der Katze sehr gerne angenommen, wenn Sie sich ausreichend Zeit nehmen, mit Ihr zu spielen.

    Ein abgesicherter Balkon oder Garten werden von Ihrer LaPerm Katze gerne angenommen. So kann die Katze Freiheit in Sicherheit genießen.

    Rassemerkmale

    Da die LaPerm Katze ursprünglich eine Farmkatze war, hat sie einen mittelgroßen, schlanken und dennoch muskulösen Körperbau. Ausgewachsene Katzen erreichen ein Gewicht von etwa vier Kilogramm, wobei Katzen meist etwas leichter sind als die Kater. Die Beine der LaPerm sind mittellang. Die Hinterbeine können etwas länger sein als die Vorderbeine. Die Pfoten sind abgerundet.

    Die LaPerm hat einen buschigen, langen und spitz zulaufenden Schwanz. Nach den Standards der FIFe soll der Schwanz einer langhaarigen LaPerm einem Federbusch, der einer kurzhaarigen sollte einer Flaschenbürste gleichen.

    Der Kopf der La Perm ist keilförmig und hat ein ausgeprägtes Schnurrhaar Kissen und weiche Konturen. Ihr Kinn ist stark und Fest, die Nase breit und gerade. Der Kopf eines Katers ist meist breiter.

    Die LaPerm hat große Ohren mit einer breiten Basis und einer abgerundeten Spitze. Bei der LaPerm-Langhaarkatze dürfen die Ohren innen behaart sein und es dürfen Luchsbüscheln an der Spitze der Ohren vorhanden sein. Bei einer LaPerm-Kurzhaarkatze sind keine Büschel erwünscht.

    Die Augen der LaPerm sind mittelgroß, haben einen starken Ausdruck. Sie sind mandelförmig, stehen leicht auseinander und sind schräg angeordnet. Es dürfen alle Augenfarben vorkommen, auch zweifarbige Augen sind nicht selten.

    Das Fell ist lockig bis gewellt, wobei Locken bei Zuchtkatzen bevorzugt werden. Feste Locken hat die Katze in der Halskrause und am Ohransatz. Laut FIFe sieht das Fell der Langhaarkatzen „zottelig, fast ungepflegt“ aus. Das Fell der Kurzhaarkatze kann etwas härter sein. Die Katze ist in allen Farbvarianten zugelassen. Die Schnurrhaare können gekräuselt, gewellt oder gerade sein.

    Geeignete Ernährung

    Dank der robusten Konstitution der LaPerm hat sie keine besonderen Ansprüche an das Futter. Sie sollten jedoch ein hochwertiges Katzenfutter füttern, damit die Katze alle wichtigen Nährstoffe bekommt, die sie für ein gesundes und langes Leben braucht. Hochwertiges Futter sollte auch seinen hohen Fleischanteil, allerdings keinen Fleischabfällen, bestehen und Obst und Gemüse ergänzt werden. Es sollte einen sehr geringen Getreideanteil haben. Außerdem sollten weder Zucker, chemische Konservierungsstoffe noch künstliche Geschmacksverstärker in dem Futter enthalten sein.