Savannah Katze – Das Portrait

Eine Savannah-Katze ist eine seltene Katzenrasse, welche noch nicht sehr lange existiert und sehr exotischen Charakter und Aussehen aufweist. Jeder der diese Katze sieht, könnte meinen, dass sie direkt aus der Savanne von Afrika entsprungen ist.

Im Grunde ist die Savannah-Katze eine Mischung aus einem Serval und einer Hauskatze. Diese Katzenrasse zählt zu den Hybrid-Rassen. Außerdem ist sie als eine der teuersten (zwischen 1.000 und 15.000 Euro) Hauskatzen der Welt zu erwerben.

Steckbrief

Name: Savannah Katze
Wissenschaftlicher Name: Felis catus × Leptailurus serval
Herkunft: Kalifornien (USA)
Lebenserwartung: 12 bis 16 Jahre
Gewicht: 4,5 – 6,5 kg
Fellfarben: braun-beige mit dunklen Tupfen und Streifen
Charakter: sehr verspielt, intelligent, aktiv, abenteuerlustig
Kosten: Zwischen 1.000 & 15.000 Euro

Charakter einer Savannah Katze

Savannah Katzen zeichnen sich durch ein freundliches, verspieltes und soziales Wesen aus. Daneben besitzen sie einen sehr hohen Bewegungsdrang und sie sind sehr aktive Katzen. Aus diesem Grund ist es von den Besitzern notwendig, sie auch viel zum Beispiel mit Hilfe von Katzenspielzeug zu beschäftigen. Weiterhin sind es sehr lebhafte Tiere. Das bedeutet, dass hier eine Einzelhaltung eher nicht zu empfehlen ist.

Sie haben einen sehr athletischen Körperbau und aus diesem Grund ist es ihnen möglich bis zu zwei Meter hoch springen zu können. Auch klettern ist durch diesen Körperbau problemlos bei dieser Rasse möglich. Durch diese Merkmale ist es unbedingt erforderlich, dass ein Kratzbaum mit mehreren Etagen zur Verfügung gestellt wird.

Viele Menschen bezeichnen diese Rasse auch als Hund in einem Katzenkörper. Dies liegt daran, dass diese Katzen das Apportieren und ebenfalls auch das Laufen an der Leine lernen können. Hierbei sollte die Leine schon im Kittenalter in der Wohnung zur Übung genutzt werden. Später kann dies auch nach draußen verlegt werden. Diese Fellnase hat auch noch eine weitere Besonderheit, welche die Liebe zum Wasser ist. Diese Rasse liebt es Baden zu gehen, besonders wenn der Katze die Möglichkeit einer vollen Wanne gegeben wird.

Im Normalfall gibt es keine Probleme eine Savannah Katze an andere Haustiere zu gewöhnen. Auch mit Kindern kommt diese Rasse gut klar und zeigt eine gewisse Geduldigkeit.

Ein weiterer Wesenszug solch einer Katze ist, dass sie sehr neugierig ist und auch gerne nach Abenteuern sucht.

Wie andere Katzen hat eine Savannah Katze ihren eigenen Kopf und ein sehr starkes Durchsetzungsvermögen. Trotzdem zeigen sie auch einen sehr liebevollen Charakter und können eine enge Bindung zu ihrem Besitzer aufbauen. Aber es sollten Anfänger beachten, dass diese Rasse durch ihr Temperament nicht für sie geeignet ist. Demzufolge ist sie eher was für Katzenhalter mit Erfahrung.

Mit der richtigen Haltung und Ernährung können diese Fellnasen bis zu zwanzig Jahre alt werden.

Herkunft und Geschichte

Wie schon oben erwähnt, ist die Savannah Katze aus einer Kreuzung einer Hauskatze und einem Seval entstanden. Der Serval ist eine Wildkatze und seine Herkunft ist Afrika. Die erste Kreuzung entstand im Jahr 1986 und war eher ein Versehen. Zu dem Zeitpunkt sollte der Servalkater eine Servalkatze decken. Doch wurde dieser Kater zusammen mit einer Siamkatze untergebracht. Das führte dann zu einer Paarung und der ersten Savannah Katze. Im Anschluss daran erfolgte eine Züchtung dieser Rasse durch die Besitzerin des Servalkaters. Im Jahr 1996 gab es dann den ersten Rassestandard. Dieser wurde von Patrick Kelley und Joyce Sroufe verfasst. Es erfolgte im Jahr 2001 eine Anerkennung der Rasse durch die TICA (The International Cat Association). Ein Jahr später hat die Savannah Katze sogar den Championship Status erhalten.

Rassemerkmale und Aussehen

Optisch sind Savannah Katzen zu vergleichen mit den Servals, nur eben etwas kleiner. Hierbei ist ein besonderes Merkmal, dass eine Tupfenzeichnung vorhanden ist. Der Grundton der Farbe solch einer Rasse ist Gold oder Beige. Daneben haben diese Fellnasen im Normalfall eine helle Unterseite aufzuweisen.

Weiterhin sind diese Katzen groß und schlank. Die Beine sind von langer und muskulöser Art.

Gewöhnlich haben Savannah Katzen längere Hinterläufe als Vorderläufe. Was die Pfoten angeht haben sie eine ovale und mittelgroße Form.

Der Schwanz ist ziemlich breit und die Länge ist eher mittel. Passend zu dem Körper ist der Hals lang und schmal. Zudem ist der Kopf dreieckig und im Vergleich zum Rest des Körpers klein. Ein weiteres optisches und rassetypisches Merkmal ist, dass die sehr großen Ohren hoch am Kopf gelegen sind. Die Augen sind mittelgroß und befinden sich tief am Kopf. Bei dieser Rasse können alle Augenfarben vorkommen. In diesen Bezug gibt es keine Abhängigkeit von der Fellfarbe.

Je nachdem um welche Generation es sich handelt, kann sich die Größe der Tiere unterscheiden. Die erste und zweite Generation sind zum Beispiel die größten Tiere. Dies liegt daran, dass bei den Generationen am Anfang noch der Einfluss der Wildkatze sehr stark ausgeprägt ist.

Das Gewicht liegt bei den Savannah Katzen zwischen 4,5 und zehn Kilo.

Haltung und Pflege einer Savannah Katze inklusive wichtiger Überlegungen vor der Anschaffung

Um eine Savannah Katze halten zu können müssen bestimmte Auflagen eingehalten werden. Da diese Rasse als Hybridrasse gilt, bedeutet es, dass sie unter das Artenschutzgesetz fallen. Demzufolge muss in einigen Bundesländern das Einhalten einer Meldepflicht bei den Behörden beachtet werden. Deutschlandweit ist es sogar notwendig, dass in ganz Deutschland bei Savannah Katzen der Generationen eins bis vier ein Außengehege vorhanden sein muss. Dies muss mindestens eine Fläche von 50 qm und 2,5m in der Höhe aufweisen. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Einschränkungen und Verbote.

Eine Savannah Katze ab der fünften Generation kann dann ohne Probleme in der Wohnung gehalten werden. Hier ist es aber von Vorteil durch den Bewegungsdrang der Katzen, wenn ein katzensicherer Balkon oder ein Garten vorhanden ist. Weiterhin sollte es viele Spiel- oder Versteckmöglichkeiten für die Tiere geben, zu Beispiel ein Katzentunnel oder ein Spielhäuschen. Daneben ist es auch gut für das Tier, wenn Intelligenzspiele zur Beschäftigung genutzt werden. Sollten die Fellnasen unter Langeweile leiden, kann es sein, dass die Wohnungseinrichtung darunter leiden wird.

Auch eine Einzelhaltung sollte bei diesen Rassen vermieden werden. Das bedeutet, dass ein Artgenosse für das Tier positive Auswirkungen hat und so hat die Katze noch jemand anderen außer dem Besitzer zum Spielen und Kuscheln.

Ab und zu sollte auch Fellpflege mit einer Bürste oder einem Kamm durchgeführt werden. Es ist aber auch ebenso wichtig, dass ein regelmäßiger Tierarztbesuch getätigt werden muss. Nur so bekommt das Tier alle nötigen Vorsorgeuntersuchen, Impfungen und Entwurmungen und die Katze bleibt bei guter Gesundheit.

Ernährung einer Savannah Katze

Die Generationen eins bis vier sind in Bezug auf die Ernährung etwas anspruchsvoll. Sie bevorzugen eine Ernährung mit Rohfutter. Genaue Infos kann hierzu jeder Züchter geben.

Wenn es sich um eine Fellnase ab der fünften Generation handelt, sind die Ansprüche auf die Ernährung eher von geringer Natur. Wichtig ist zu beachten, dass das Futter einen hohen Fleischanteil aufweisen sollte (auf Zutatenliste sollte es ganz vorne stehen), da es sich bei Katzen um Fleischfresser handelt. Jeder Halter kann zwischen der Vergabe von Trocken- und Nassfutter wählen. Je nachdem für welches Futter sich entschieden wird, gibt es Vor- und auch Nachteile.

Trockenfutter ist zum Beispiel ohne Probleme aufzubewahren und auch sehr kompakt. Aber der Nachteil ist hier, dass ein kleiner Flüssigkeitsgehalt vorhanden ist.

Auch die Qualität sollte unbedingt beachtet werden. Sofern auf dem Etikett etwas von tierischen Nebenerzeugnissen steht, sollte hier genauer geprüft werden um was es sich handelt. Tierische Nebenerzeugnisse können nämlich auch Abfallprodukte sein und nicht nur Innereien, welche auch zu den tierischen Nebenerzeugnissen gehören.

Auch ist es wichtig zu wissen, dass Futter mit enthaltenden Getreideprodukten nur ab und zu gefüttert werden soll.

Es gibt aber auch die Möglichkeit das Tier durch Selbstkochen oder dem sogenannten BARF zu füttern. Dabei handelt es sich um sehr aufwendige Arten der Fütterung, aber diese haben einen sehr artgerechten Charakter. Dabei sollte unbedingt beachtet werden, dass das nötige Fachwissen vorhanden sein muss. Nur so können Mangelerscheinungen verhindert werden. Daher ist es von Vorteil in diesen Bezug alle nötigen Informationen von Fachbüchern, Tierärzte und sonstige Fachleute einzuholen.