Mops

Mops – Das Portrait

Der quirlige Mops ist ein wahrer Charmeur und steht seinem Besitzer zu jeder Zeit liebevoll und treu zur Seite. Wer einmal einen Mops an seiner Seite hat, will sich niemals wieder von dem verschmusten Tier trennen. Das zerknautschte aber dennoch liebevolle Gesicht berührt die Herzen vieler Hundeliebhaber. Aber alle Achtung: Möpse sind überaus raffinierte Geschöpfe und wissen genau, wie sie ihre Besitzer um den Finger wickeln können.

Steckbrief

Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
Gewicht: 6 bis 8 kg
Widerristhöhe: 25 bis 30 cm
Charakter: gehorsam, fröhlich, würdevoll,
Farben: falbfarben, schwarz, silber, aprikose, verspielt
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 9
Kosten: Zwischen 600 & 1.000 Euro

Wesen und Charakter

Kenner von Möpse wissen: Die kleinen Vierbeiner haben viel Charme, den sie gekonnt einzusetzen wissen. Wer könnte auch den runden, großen Augen des Vierbeiners widerstehen? Zu sehr verwöhnt werden sollte er jedoch nicht, ansonsten wird er schnell eigensinnig.

Ein Mops ist überaus intelligent, lebhaft und gleichzeitig äußerst humorvoll. Gelegentlich ist er stur, daher ist eine konsequente Erziehung nicht wegzudenken. Der kleine Vierbeiner kommuniziert gerne mit seinen Mitmenschen, aber auch bei Artgenossen fühlt er sich wohl. Mit Einsamkeit kann er nicht umgehen, weshalb er nicht ständig alleine gelassen werden sollte. Fühlt er sich nicht richtig behandelt, bekommt der Besitzer dies meist durch Mimik, Gestik oder vereinzelte Grummel-Laute zu spüren.

Im Allgemeinen sind die Tiere äußerst anhänglich, unkompliziert und würden ihren Besitzern am liebsten kaum von der Seite weichen. In manchen Fällen unterschätzen sie jedoch gefährliche Situationen, da sie mit der ihnen entgegengebrachten Aggression nicht umgehen können.

Herkunft und Geschichte

Der aristokratische Hund verdient seinen Titel nicht ohne Grund: Laut Überlieferungen gehen die Ursprünge des niedlichen Vierbeiners bis zu 2000 Jahre zurück. Bereits im chinesischen Kaiserreich galt der Mops als Hund des Kaisers.

Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert gelangte der Mops über Handelsschiffe erstmalig nach Europa. Es dauerte nicht lange, bis die Hunderasse schließlich auch in den europäischen Adelskreisen immer mehr an Bedeutung gewann. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Mops zu einem wahren Modehund und war bei den hohen Herrschaften kaum noch wegzudenken. Jeder, der etwas von sich hielt, präsentierte sich mit einem Mops und ließ sich, wenn möglich, zusammen mit ihm porträtieren. Auch Königin Viktoria war von dem Hund äußerst angetan und hielt sich sogar ein ganzes Rudel.

Besonders auf Bildern des 18. und 19. Jahrhunderts ist der Hund häufig zu sehen. Aber auch zahlreiche Geschichten und Sagen ranken sich um den kleinen Hund. Eingang fand er hierbei in Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Busch und Loriot, von dem auch das berühmte Sprichwort stammt: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“.

Ähnlich wie viele andere Trends kam auch der Mops Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Mode. Mittlerweile scheint die Rasse jedoch einen erneuten Aufschwung zu erleben.

Überlegung vor der Anschaffung

Wer einen Mops kaufen möchte, sollte sich in seiner Entscheidung auch wirklich sicher sein. Es ist für sie besonders wichtig, dass sie ebenfalls als Familienmitglied gesehen und auch in die unterschiedlichsten Aktivitäten miteinbezogen werden. Ein Mops sollte nicht angeschafft werden, wenn dieser im Endeffekt den ganzen Tag über alleine zu Hause ist.

Da die Rasse relativ klein ist, können sie grundsätzlich auch in Wohnungen gehalten werden. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die Vierbeiner genauso ihren Auslauf benötigen wie andere Hunderassen. Auch ein Platz zum Zurückziehen sollte stets zur Verfügung stehen.

Empfehlenswert ist es, reinrassige Möpse mit Papieren nur von eingetragenen Züchtern zu kaufen. Interessierte müssen jedoch mit einem Preis von 600 bis 1.000 Euro rechnen – manchmal auch mehr. Eine Investition dieser Art lohnt sich aber, da die Tiere bei anerkannten Züchtern stets auf Erbkrankheiten und anderen möglichen Erkrankungen untersucht werden.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, reinrassige Mopshunde auch von Privatpersonen zu kaufen. Für diese Hunde gibt es jedoch keine Papiere, weshalb der Preis meist ein wenig niedriger ausfällt. Im Gegensatz zum Züchter ist in diesem Fall jedoch eine Kontrolle durch den anerkannten Verein nicht vorhanden. Idealerweise sollten vor dem endgültigen Kauf stets mehr Züchter aufgesucht werden, damit sich Besitzer ein Bild davon machen können, wie die Tiere gehalten werden.

Wer lieber ein erwachsenes Tier hätte, kann sich auch an ein Tierheim wenden. Hier wird jedoch ein Kostenbeitrag für etwaige Impfungen sowie angefallene Futterkosten verlangt – auch ein Schutzvertrag ist notwendig.

Geeignete Aktivitäten

Möpse sind zwar aktiv und lebhaft, können jedoch aufgrund ihrer Atmung kaum anstrengende Sportarten ausführen. Grundsätzlich hat die Rasse aber keinen besonders hohen Bewegungsbedarf. Sie ziehen es oft vor, einfach auf dem Sofa zu liegen und zu kuscheln. Für kurze Spaziergänge oder gelegentliche Spielereien sind sie jedoch stets zu haben.

Eine mögliche Sportart für den Mops ist beispielsweise Hoopers Agility. Hierbei durchläuft das Tier einen Parkour aus verschiedensten Hindernissen. Aber auch das Training mit einem Futterdummy oder das Einlernen von kleinen Kunststücken eignet sich für die Hunderasse hervorragend.

Rassemerkmale

Möpse sind eine vom FCI-anerkannte Hunderasse und gelten im Rahmen der Klassifikation als Gesellschafts- und Begleithunde. Sie gehören mit einer Größe von rund 32 Zentimeter zu den sogenannten Mini-Molossern.

Charakteristisch für den Vierbeiner sind seine kurze Schnauze, das faltige Gesicht und die großen dunklen Kulleraugen. Ihr Unterkiefer ist breit und meist ist ein geringer Vorbiss vorhanden. Weitere Merkmale sind ein schwarzer Nasenschwamm sowie die relativ weit geöffneten Nasenlöcher. Die Ohren des Mopses sind dünn und weich.

Im Vergleich zu ihrem Körper ist der Kopf eines Mopses relativ groß. Ihr gedrungener Körper weist einen geraden Rücken auf und ihr Brustkorb ist breit. Die Rute ist über die Hüfte gerollt und im Idealfall hoch angesetzt.

Das Fell des Mopses ist stets weich, kurz und glatt. Die Farben des Haarkleides reichen von hell über silberfarben bis hin zu schwarz. Im Idealfall bringt ein Mops zwischen 6 und 8 Kilogramm auf die Waage.

Geeignete Ernährung

Bei falscher Ernährung neigen die Tiere zu Übergewicht, weshalb besonders auf eine ausgewogene Ernährung viel Wert gelegt werden sollte. Empfehlenswert ist hochwertiges Futter mit geringem Fettgehalt und hohem Fleischanteil. Darüber hinaus eignet sich auch eine Ernährung mit Trocken- und Nassfutter sowie eine Rohfütterung mit BARF.

Minderwertiges Hundefutter führt schnell zu Mundgeruch oder Blähungen. Darüber hinaus wird der Hund nicht mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt, was wiederum den Organismus schwer belasten kann.