Cane Corso

Cane Corso – Das Portrait

Der Cane Corso Italiano, auch Italienische Dogge genannt, ist ein großer Jagd- und Arbeitshund, der sich vor allem durch seinen mutigen und souveränen Charakter und seine enorme Treue auszeichnet. Mit der richtigen Erziehung und Haltung ist der Cane Corso ein toller Partner für aktive Menschen und durchaus auch als Familienhund geeignet.

Steckbrief

Lebenserwartung: 10 bis 14 Jahre
Gewicht: 40 bis 50 kg
Widerristhöhe: 60 bis 68 cm
Charakter: ruhig, ausgeglichen, loyal, lernwillig, stabil
Farben: meist schwarz, grau, braun
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 2
Kosten: Zwischen 700 & 1.500 Euro

Wesen und Charakter des Cane Corso

Trotz seiner Größe ist der Cane Corso von ausgesprochen freundlichem und friedlichem Wesen. Seinem Besitzer gegenüber ist er anhänglich und treu ergeben, liebt Streicheleinheiten und zeichnet sich auch durch seine kinderliebe Art aus.

Die verspielten und sportlichen Hunde sind zudem sehr gelehrig und arbeitsfreudig, weswegen sie geistig und körperlich beschäftigt werden wollen.

Fremden gegenüber sind sie eher desinteressiert, solange sie ihr Heim und ihre Familie nicht in Gefahr sehen. Aufgrund seines ausgeprägten Schutzinstinktes kann der Cane Corso ansonsten dazu übergehen seine Familie beschützen zu wollen, wird allerdings nie grundlos aggressiv.

Mit der richtigen Erziehung und Haltung ist der Cane Corso ein äußerst loyaler und liebenswerter Begleiter.

Herkunft & Geschichte des Cane Corso

Die genaue Herkunft der Rasse Cane Corso Italiano ist nicht zweifelsfrei belegt, geht aber vermutlich auf die römischen Molosserhunde zurück. Schon seine Vorfahren wurden als Kriegs- und Schutzhunde eingesetzt und so erfreute sich auch der Cane Corso in Italien als Schutzhund für Haus und Hof großer Beliebtheit. Neben seiner Funktion als Wachhund, wurde diese Rasse auch für die Jagd auf großes und wehrhaftes Wild genutzt, ebenso wie er auch als Hütehund für Rinderherden seinen Einsatz fand.

Sein Name setzt sich vermutlich aus dem italienischen ‘Cane’ was ‘Hund’ bedeutet und dem lateinischen ‘cohors’ was ‘Wächter, Hüter’ bedeutet zusammen.

Vom FCI anerkannt wurde der Cane Corso als eigenständige Rasse erst 1996 und ist außerhalb Italiens sehr selten anzutreffen.

Überlegungen vor der Anschaffung eines Cane Corso

Da der Cane Corso eine recht große und schwere Hunderasse ist, die vor allem viel Beschäftigung braucht, eignet er sich bestens für sportlich aktive Menschen, die sich gern in der Natur aufhalten und sich mit ihrem Hund auch aktiv beschäftigen wollen. Aufgrund seiner reinen Größe braucht er entsprechend auch genügend Platz in seinem Zuhause, wo er bestenfalls auch einen Garten zur Verfügung hat.

Zudem muss man natürlich mit entsprechenden Kosten für die Futtermenge rechnen und auch Tierarztkosten sollten mit eingeplant werden. Der Cane Corso ist zwar eine robuste Hunderasse, kann aber rassetypisch unter Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Herzens und unter Augenproblemen leiden.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, ist sein Dasein als teilweise geführter Listenhund. Je nach Wohnort sollte man sich daher im Vorfeld informieren, ob die Haltung des Cane Corso erlaubt ist. So wird er beispielsweise in Deutschland in den Bundesländern Bayern und Brandenburg als Listenhund geführt.

Sind alle Voraussetzungen gegeben, um einem Cane Corso ein artgerechtes Leben bieten zu können, eignet sich der freundliche und vor allem kinderliebe Hund auch bestens als Familienhund.

Geeignete Aktivitäten für den Cane Corso

Da der Cane Corso durchaus sportlich ist, möchte und muss er auch ausreichend bewegt werden. Ausgiebige Spaziergänge sollten daher von vornherein an der Tagesordnung stehen, doch das allein reicht dem arbeitsfreudigen Hund nicht.

Um den Arbeitshund wirklich auslasten zu können benötigt er nicht nur genügend Auslauf, sondern auch geistige Beschäftigung. Hundesportarten wie Obedience eignen sich besonders für den sehr gelehrigen Cane Corso, ebenso wie er auch in der Agility oder beim Mantrailing seinen Spaß haben kann.

Generell sind Wurf- und Suchspiele mit viel Bewegung genau sein Ding, wobei er auch seinem ursprünglichen Zuchtziel entsprechend als tatsächlicher Arbeitshund eingesetzt werden kann, um ihn auslasten zu können. Er eignet sich dabei vor allem als Wach-, Schutz- und Hütehund, findet aber auch seinen Einsatz als Diensthund bei der Polizei.

Rassemerkmale des Cane Corso

Die FCI kategorisiert den Cane Corso in der Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und darin wiederum in der Sektion 2.1 Molosser, doggenartige Hunde. Das kommt nicht von ungefähr, denn die imposanten Hunde haben den für Molosser typischen breiten Kopf mit kurzer Schnauze und dreieckige hängende Ohren.

Rüden erreichen dabei eine Widerristhöhe von 64-68 cm, während Hündinnen mit 60-64 cm etwas kleiner sind und es auf ein Gewicht von 40-45 kg bringen können. Rüden hingegen können bis zu 50 kg auf die Waage bringen, was den Cane Corso zu einem recht großen und schweren Hund macht, der trotz seiner Masse über ein elegantes Erscheinungsbild verfügt.

Sein glattes, dichtes und kurzes Fell kommt in den Farben schwarz, bleigrau, schiefergrau, hellgrau, hellfalbfarben und geströmt vor.

Geeignete Ernährung für den Cane Corso

Wie bei allen großen Hunderassen sollte man auch bei dem Cane Corso auf die Ernährung achten, da Übergewicht schnell zu Gelenkschäden und anderen schwerwiegenden Erkrankungen führen kann. Bedarfsoptimiertes Hundefutter mit einem hohen Fleischanteil und wenig bis keinem Getreide ist die optimale Ernährung für diesen großen Jagdhund.

Für Welpen empfiehlt es sich zudem ein auf junge Hunde großer Rassen abgestimmtes Futter zu füttern, bei dem der Proteingehalt auf die Bedürfnisse der jungen Hunde abgestimmt ist. Andernfalls kann ein hoher Proteingehalt im Futter zu einem schnelleren Wachstum führen, was sich wiederum negativ auf das gesamte Skelett des Hundes auswirken kann.