Boxer

Boxer – Das Portrait

Der Boxer zählt zu den geselligen und freundlichen Hunderassen, welche sich sehr gut als Familienhund sowie als Wach- und Schutzhund eignen. Sie sind verspielte und treue Wesen, die stets eine gewisse Ruhe ausstrahlen.

Steckbrief

Lebenserwartung: 10 bis 12 Jahre
Gewicht: 25 bis 30 kg
Widerristhöhe: 53 bis 63 cm
Charakter: kontaktfreudig, selbstbewusst, nervenstark, kinderfreundlich
Farben: gelb, braun, gestromt
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 2
Kosten: Zwischen 1.000 & 1.400 Euro

Das Wesen und der Charakter

Durch sein ausgeglichenes und ruhiges Wesen besticht der deutsche Boxer sowohl in der Wohnung sowie in der Natur. Im Vergleich zu anderen Hunderassen hat er einen ausgeprägten Spieltrieb und diesen verkörpert er auch noch im hohen Alter. Aufgrund dieses Spieltriebes benötigt der Boxer einen sportlichen Halter, der seinen Anforderungen und Bedürfnissen gerecht wird. Aber gerade dieser ausgeprägte Spieltrieb macht den Boxer zu einem wunderbaren Gefährten für Kinder. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Boxer im Vorfeld sehr gut sozialisiert wird. Der Boxer zählt zu den Hunderassen, welche sehr wissbegierig jedoch anspruchslos sind. Der deutsche Boxer hat eine hohe Auffassungsgabe und lernt somit sehr schnell. Des Weiteren ordnet er sich in der Rangordnung schnell unter. Ein weiteres besonderes Merkmal seines Wesens ist dies, dass der Boxer keinerlei Falschheit kennt. So würde er niemals grundlos bösartig, bissig oder aggressiv reagieren. Jedoch kann er beim ersten Kontakt mit Fremden vorsichtig und misstrauisch auftreten.

Eine weitere besondere Charaktereigenschaft des deutschen Boxers ist die des Wach- und Schutzhundes. Aufgrund seiner ausgeprägten und starken Verbundenheit zu seiner Familie eignet er sich hervorragend als Wach- und Schutzhund. So ist er stets unerschrocken und treu, jedoch handelt er dabei stets wohlüberlegt ohne seine Beherrschung zu verlieren oder sich von seiner Aufgabe ablenken zu lassen.

Herkunft und Geschichte

Seinen Ursprung fand der heutige deutsche Boxer bei den bereits ausgestorbenen Bullen- und Bärenbeißern. So gilt der sogenannte Brabante Bullenbeißer als direkter Vorfahre des Boxers. Ursprünglich wurden die Bären- und Bullenbeißer für die Jagd abgerichtet. Ihr Ziel war es Jagd auf Bären sowie auf Schwarzwild zu machen. Zu einem späteren Zeitpunkt zählte dann auch der Schutz von Viehherden zu ihren Aufgaben.

Im Jahr 1850 wurde der Bullenbeißer erstmals von deutschen Züchtern mit der heute bekannten Bulldogge gekreuzt. Im Anschluss führten mehrere Selektionen sowie das Einkreuzen von anderen Arten der Bulldogge zu der heutigen Rasse des deutschen Boxers.

So verdankt der Boxer seine überwiegend positiven Charaktereigenschaften dem im Jahr 1869 gegründeten Boxer-Klub. Das Ziel des Boxer-Klubs war stets die Wesensentwicklung der Rasse und nicht primär die Schönheit oder die Leistung des Tieres.

Die Anschaffung sollte gut überlegt sein

Vor der Anschaffung eines deutschen Boxers sollte stets gut überlegt werden, ob man dieser Hunderasse gereicht werden kann. So ist der Boxer zwar ein ruhiger und geselliger Hund, jedoch benötigt er eine konsequente Erziehung und ausreichende Aktivitäten, damit seine positiven Charaktereigenschaften voll zum Vorschein kommen und er sein freundliches Wesen komplett entfalten kann.

Geeignete Aktivitäten

Heutzutage wird der Boxer aufgrund seines ruhigen Wesens primär als Begleit- sowie Gebrauchshund innerhalb der Familie gehalten. Innerhalb der Familie besticht er durch sein freundliches und heiteres Wesen sowohl im Spiel sowie im Umgang mit Kindern. Trotz seines fröhlichen und geselligen Charakters kann der Boxer aber auch etwas überschwänglich agieren. Dieser Überschwang sollte stets durch eine konsequente Erziehung ausgeglichen werden, damit die positiven Charaktereigenschaften gänzlich zum Vorschein kommen. Bei der Erziehung sollte der Boxer gefordert werden und sie sollte ihm eine ausreichende Bewegung bieten.

Besonders prägnante Sportarten für den Boxer sind zum Beispiel das Clicker-Training sowie das Wandern mit dem Hund – das sogenannte Dog Trekking.

Rassemerkmale

Der deutsche Boxer zählt zu den mittelgroßen Hunderassen und weist einen quadratischen Körperbau gepaart mit geradlinigen und kräftigen Läufen, wohingegen die Pfoten eher klein und rund sind. Des Weiteren hat der ausgewachsene Boxer eine kräftige Muskulatur, welche deutlich sichtbar ist. Diese wird auch durch einen quadratischen Rumpf sichtbar, der breit sowie kurz ist. Der Boxer besticht durch lebhafte Bewegungen, welche voller Kraft sind. Sofern die Muskulatur des Boxers nicht ausreichend trainiert ist, wirkt der Boxer plump und seine Bewegungen wirken schwerfällig. Ein besonderes Merkmal des Körperbaus des Boxers ist sein Kopf und sein Hals, die stets im Einklang mit dem restlichen Körperbau stehen sollten. Der Fang ist breit und mächtig und die Stirn sowie der Nasenrücken sollten einen klar definierten Absatz bilden. Hierbei darf der Nasenrücken nicht dem einer Bulldogge gleichen und in die Stirn eingetrieben sein. Der Hals hingegen sollte rund, kräftig und muskulös sein. Des Weiteren sind die Ohren des Boxers weit oben angesetzt. Früher mussten diese dem Rassestandard entsprechen und kupiert werden. Dies ist in der heutigen Zeit verboten. Des Weiteren weist der Boxer dunkel umrandete Augen auf. Sie wirken energievoll und vermitteln dem Betrachter Intelligenz.

Der ausgewachsene Boxer Rüde erreicht ein Gewicht über 30 kg und eine Widerristhöhe zwischen 57 und 63 cm, wohingegen die ausgewachsene Boxer Hündin ein Gewicht um die 26 kg und eine Widerristhöhe zwischen 53 und 60 cm erreicht. Der deutsche Boxer wird in der Gruppe der Begleit-, Wach- und Schutzhunde sowie Gebrauchshunde in die Sektion der Molossoide klassifiziert.

Die Farben des Boxers erstrecken sich von einem Gelbton bis hin zu einer gestromten Fellfarbe. Dabei reichen die Gelbtöne von einem Hellgelb bis zu einem dunklen Hirschrot. Für den Standard zählen die rotgelben Mitteltöne zu den schönsten Fellfarben des Boxers. Das gestromte Fell eines Boxers weist auf seinem gelblichen Grundfell dunkle bis hin zu schwarzen Streifen auf. Diese verlaufen in Richtung der Rippen und heben überwiegend deutlich von der Grundfarbe ab. Bei der Zucht des Boxers sind zudem weiße Abzeichen erlaubt, jedoch dürfen diese maximal ein Drittel der eigentlichen Grundfarbe ausmachen.

Die passende Ernährung

Von Natur aus weist der Boxer einen kräftigen und muskulösen Knochenbau auf, jedoch kann er an genetisch vererbten typischen Krankheiten leiden. Zu diesen Krankheiten zählen unteranderem angeborene Erkrankungen des Herzens, Entwicklungs- sowie gastrointestinale Störungen. Des Weiteren zählen Erkrankungen des Herzmuskels sowie des Magen-Darm-Trakts dazu. Sollte eine dieser Erkrankungen vorliegen gilt es zu beachten, dass der Boxer ein geeignetes Futter erhält, welches den spezifischen Anforderungen gerecht wird und den Nährstoffbedarf ausreichend deckt. Passende Diätfuttermittel können bei solchen Erkrankungen einen sehr positiven Effekt haben und ernährungsbedingten Krankheiten entgegenwirken. Bei einer Fehlversorgung können jedoch gesundheitliche Risiken auftreten. Sollte jedoch eine dieser Erkrankungen klar diagnostiziert sein, muss das Futter umgestellt werden und dem veränderten Bedarf entsprechen.