Pekinese

Der Pekinese

Der Pekinese ist eine alte chinesische Hunderasse. Er ist auch bekannt unter den Namen Pekingese oder Peking-Palasthund.
Der FCI hat diese Hunderasse anerkannt. Der Pekinese ist in der Gruppe 9, Sektion 8 mit der Standard-Nr. 207 registriert. Die Rassebedingungen (Standard) werden in Großbritannien festgelegt.

Steckbrief

Lebenserwartung: 13 bis 15 Jahre
Gewicht: 3 bis 6,5 kg
Herkunft: China
Alternative Namen: Pekingese & Peking-Palasthund
Widerristhöhe: 15 bis 23 cm
Charakter: sturköpfig, eigensinnig, freundlich, klug, anhänglich
Farben: Fast alle Farben (außer Albino). Schwarz, weiß, rehbraun, creme, schokobraun.
Kosten: Zwischen 1.500 & 2.500 Euro

Wesen und Charakter

Der selbstbewusste kleine Hund ist sehr mutig und treu. Er verteidigt seine Familie gegenüber jedem „Eindringling“. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Besucher oder um einen großen Hund handelt. Sein Beschützerinstinkt wird furchtlos eingesetzt. Andererseits ist dieser Gesellschaftshund intelligent und verschmust. Der ausgeprägte Charakter dieser Hunde benötigt Führung. Eine gute Erziehung verhindert, dass der Pekinese zu einem unmotivierten Kläffer mutiert. Durch seinen ausgeprägten Spieltrieb findet man genügend Beschäftigungsmöglichkeiten. Der ausgelastete kleine Mitbewohner dankt es durch Anhänglichkeit und Liebe zu seinem Menschen.

Herkunft und Geschichte

Der Pekinese ist ein altes chinesisches Hundegeschlecht. Er lebte immer in der verbotenen Stadt und war ein treuer Gefährte der kaiserlichen Familien. Viele Abbildungen auf Porzellan und kleine Jadefiguren bestätigen diese Sonderstellung. Dieser Palasthund wurde ebenfalls als „Löwenhund“ bezeichnet. Diesen Namen trugen ebenfalls der Lhasa-Apso und der Shih Tzu. Der Legende nach begleiteten kleine Löwenhunde Buddha auf seinen Reisen. Während der Qing-Dynastie (1644-1912) war der Höhepunkt dieser Hunderasse. Der Pekinese wurde mit Sorgfalt gezüchtet und verehrt. Der Pekinese gehörte zum Kaiserhaus. Ein Leben außerhalb dieser Mauern war unvorstellbar. Besonders die letzte chinesische Kaiserin liebte ihre Hunde abgöttisch.
1860 wurde Peking während des Zweiten Opiumkrieges von den Engländern erobert. Zu diesem Zeitpunkt wurden fünf Pekinesen aus dem Kaiserpalast erbeutet. Die britischen Offiziere nahmen diese Exemplare mit nach England. Die europäische Zucht wurde auf diesen erbeuteten Palasthunden aufgebaut. Bereits 1864 wurden die ersten Pekinesen auf der Hundeausstellung vorgestellt. Diese Hunderasse wurde durch den britischen Kennel Club im Jahr 1898 anerkannt. Bald darauf (1900) wurden die ersten Exemplare in Deutschland eingeführt. Der Zuchtschwerpunkt für die Pekinesen liegt nach wie vor in Großbritannien.

Überlegungen vor der Anschaffung

Der finanzielle Aspekt ist bei der Anschaffung ein größerer Punkt. Der Anschaffungspreis kann je nach Züchter zwischen € 1.500 und € 2.500 variieren. Auf ein „Schnäppchen“ im Internet sollte man verzichten. Welpen bei einem seriösen Züchter sind sozialisiert und die ersten Gesundheitschecks werden durchgeführt. Die Pekinesen sind anfällig auf Augenentzündungen. Aufgrund der kurzen Nase können sie unter Asthma und Atemnot leiden. Hitze und größere Anstrengungen vertragen sie nicht. Ähnlich wie beim Dackel sind Erkrankungen bei den Bandscheiben möglich. Die monatlichen Kosten (ca. € 100) und mögliche Arztbesuche müssen finanzierbar sein.
Das Fell ist pflegeintensiv. Ein Pekinese sollte täglich gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt. Zweimal im Jahr steht ein Fellwechsel an. Durch die Unterwolle ist der Pekinese zwar unempfindlich gegen Kälte, aber größere Hitze macht ihm Probleme. Nach dem Gassigehen sollten die Pfoten und der Bauchbereich kontrolliert werden. Im Fell und Pfoten können sich Fremdkörper verfangen, die Probleme bereiten können. Es reicht das Ausbürsten. Gebadet werden muss der Pekinese nicht.
Ein kleiner Hund benötigt genauso viel Aufmerksamkeit wie ein großer Hund. Aufgrund seiner Körpergröße ist er zwar für eine Stadtwohnung geeignet, aber er kann nicht den ganzen Tag alleine gelassen werden. Regelmäßiges Gassigehen und Beschäftigung benötigt auch ein Pekinese. Der Besuch einer Hundeschule ist zu empfehlen. Einmal zur Unterstützung in der Hundeerziehung und zum anderen für den Kontakt mit Artgenossen.

Ein sozialisierter Welpe kann sich problemlos an andere vierbeinige Mitbewohner gewöhnen. Ein Pekinese ist als Familienhund geeignet. Er sucht sich generell immer eine Person als „seinen“ Menschen aus. Dieser Mensch wird innerhalb der Familie immer seine Hauptperson sein.
Für sportliche Menschen ist diese Hunderasse nicht geeignet. Der Pekinese kann rein körperlich nicht mit den Anforderungen für das Fahrradfahren, Joggen oder ähnlichem mithalten.
Der Pekinese ist der ideale Partner für Menschen mit Zeit und der Liebe zu täglichen Spaziergängen.

Geeignete Aktivitäten

Der Bewegungsdrang ist bei den Pekinesen nicht sehr ausgeprägt. Sie wurden als Gesellschaftshunde gezüchtet. Tägliche Spaziergänge (mehrmals am Tag) bis zu einem Kilometer sind ausreichend. Ein Pekinese wird nie eine „Sportskanone“ werden. Ein kleiner Agilityparcour kann dieser Hunderasse aber trotzdem Freude machen. Aufgebaut im eigenen Garten oder auf einem Hundeplatz mit Gleichgesinnten bringt Spaß an der Bewegung. Geschicklichkeits- oder Intelligenzspiele sind für die klugen Pekinesen ebenfalls geeignet.

Rassemerkmale

Der Pekinese gehört zu einer kleinen Hunderasse. Die Körpergröße variiert zwischen 15 und 25 cm. Das Körpergewicht liegt bei etwa 5 kg. Der große Kopf ist eher breit und hat eine kurze Schnauze. Die großen dunklen Augen dominieren das Gesicht. Eine dunkle Maske rundet das Bild ab. Die fellbesetzten Ohren sind enganliegend und herzförmig. Der Rücken mit seinen kurzen Beinchen wird durch eine schöne Rute mit viel Behang abgeschlossen. Die Rute ist hoch angesetzt und wird gebogen über dem Rücken getragen. Die Pekinesen haben ein üppiges dichtes Fell mit Unterwolle. Das Haarkleid gibt es in vielen Variationen (dreifarbig oder einfarbig). Der Pekinese hat eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren.

Geeignete Ernährung

Für diese Hunderasse ist jedes hochwertige Futter geeignet. Der Hundebesitzer kann sich für Trocken- oder Nassfutter, sowie für das Barfen entscheiden. Die Futtergaben müssen dem Körpergewicht, dem Bewegungsdrang und dem Alter angeglichen werden. Die Pekinesen neigen zu Übergewicht. Hier sollten die „Leckerlis“ auf jeden Fall in die Futterration eingerechnet werden. Eine ausgewogene Ernährung ist für das Wohlbefinden des Hundes wichtig.