Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier im Porträt

Der Yorkshire Terrier ist ein Zwergterrier, der ein Gewicht von ungefähr drei Kilogramm erreicht. Mit einer Widerristhöhe von circa zwanzig Zentimetern, zählt er zu den kleinsten Hunderassen der Welt. Auffallend sind sein langes Fell, das an beiden Seiten des Scheitels herabhängt und v-förmige Ohren.

Steckbrief

Lebenserwartung: 10 bis 15 Jahre
Gewicht: 2 bis 3,5 kg
Widerristhöhe: 18 bis 25 cm
Charakter: intelligent, lebhaft, neugierig, temperamentvoll, witzig
Farben: stahlblau, durchsetzt mit hellen Schattierungen
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 3
Kosten: Zwischen 700 & 1.500 Euro

Wesen und Charakter

Der Yorkshire Terrier ist ein sehr kleiner, aber selbstbewusster Hund. Durch sein niedliches Äußeres wird er oft für einen Schoßhund gehalten. Doch er ist wachsam und kann auch angriffslustig sein. An der Seite seines Herrchens fühlt er sich sicher und stark. Mutig kläfft er dann auch größere Hunde oder Fremde an. Ein Yorkshire Terrier ist sehr anhänglich. Längeres Alleinsein gefällt ihm nicht. Da er gerne bellt, benötigt er konsequente Erziehung, um sich nicht zu einem Kläffer zu entwickeln. Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und macht auf sich aufmerksam. Auch hier hilft Strenge, die ihm seine Grenzen zeigt. Mit kleinen Kindern sollte ein Yorkshire Terrier nicht alleine gelassen werden. Er ist zwar klein, aber als Spielzeug für grob zupackende Kinderhände ungeeignet. Der selbstbewusste Yorki zeigt, was ihm nicht gefällt. Für ältere Kinder dagegen kann er ein Spielgefährte sein.

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte des Yorkshire Terriers begann im 19. Jahrhundert, als schottische Einwanderer ihre Hunde mit in die Grafschaft Yorkshire im Norden Englands brachten. Die Tiere, die zu den Schottischen Terrierrassen gehörten, dienten der armen Bevölkerung in den engen Arbeitervierteln als unerschrockene Ratten- und Mäusefänger. Sie wurden gebraucht, um die Rattenplage in den ärmlichen Wohngebieten einzudämmen. Manchmal wurden die Hunde auch zur illegalen Jagd auf Kaninchen benutzt. Größere Hunde waren der armen Bevölkerung verboten. Mehrere Hunderassen sollen an der Entstehung des Yorkshire Terriers beteiligt gewesen sein, darunter der Skye Terrier und der Scotch Terrier. Das seidige glatte Fell weist auf eine Kreuzung mit dem Malteser hin. Von den Anfängen der Zucht existieren keinerlei Schriftstücke, da die Arbeiter weder lesen noch schreiben konnten. Zu Beginn der Zucht waren die Tiere noch um einiges größer und bis zu sechs Kilogramm schwer. Später wurde der Terrier kleiner gezüchtet und in der Oberschicht als Schoßhund immer beliebter. Das Auftreten in Hundeshows steigerte seine Bekanntheit. 1873 erfolgte die Anerkennung der Yorkshire Terrier als Hunderasse durch den Kennel Club. Um 1912 begann die Zucht der Yorkshire Terrier in Deutschland. Ab den siebziger Jahren erlangten die Yorkshire Terrier in Deutschland größere Bekanntheit. Heute ist der Yorki auf der ganzen Welt beliebt.

Überlegungen vor der Anschaffung

Yorkshire Terrier benötigen nicht viel Platz. Wenn sie genügend Auslauf bekommen, können sie auch in einer kleinen Stadtwohnung gehalten werden.

Yorkshire Terrier werden bis zu fünfzehn Jahre alt. In dieser Zeit sind Sie für ihn verantwortlich, jeden einzelnen Tag. Sie müssen mit ihm Gassi gehen, auch wenn das Wetter schlecht ist oder Sie lieber faulenzen wollen. Haben Sie genügend Zeit, um sich täglich ausgiebig mit ihm zu beschäftigen? Bedenken Sie auch die Kosten für Futter, Tierarzt oder Fellpflege. Kann der Hund auf Reisen mitgenommen werden? Haben Sie eine Betreuung für ihn, wenn Sie ein paar Tage nicht da sind? Verträgt er sich mit anderen eventuell schon vorhandenen Haustieren? Erst wenn Sie all diese Dinge bedacht haben, können Sie sich ruhigen Gewissens für einen Yorkshire Terrier als neues Familienmitglied entscheiden.

Geeignete Aktivitäten

Der Yorkshire Terrier braucht Bewegung. Ein kurzes Gassigehen genügt ihm nicht. Er möchte viel Bewegung in der Natur. Als Jagdhund ist er für Renn- und Ballspiele zu begeistern. Mühelos schafft er es einen Hindernisparcours zu bewältigen. Auch das Suchen von Leckerlis oder Spielzeug hilft den intelligenten Hund auszulasten. Clickertraining ist eine gute Möglichkeit den Yorkshire Terrier geistig zu fördern und ihm Verhaltensregeln beizubringen. Dabei wird der Hund sofort nach positiver Erfüllung einer Aufgabe mit einem Leckerli in Verbindung mit einem Click-Geräusch belohnt.

Rassemerkmale

Laut FCI (Fédération Cynologique Internationale) darf der Yorkshire Terrier eine Schulterhöhe bis 25 Zentimeter aufweisen. Sein Gewicht sollte zwischen 2,4 und 3,1 Kilogramm liegen. Das mittellange, glatte Fell eines Yorkshire Terriers haart kaum. Es hängt an beiden Seiten eines langen Scheitels, der von der Nase bis zur Schwanzspitze reicht, gleichmäßig herunter. Das Fell ist vom Hinterkopf bis zum Ansatz der Rute von stahlblauer Farbe. Es wird von kräftigem dunklem Goldgelb im Brustbereich ergänzt.

Ein kompakter Körperbau und aufrechte Haltung sind Merkmale eines Yorkshire Terriers. Er hat einen kleinen flachen Schädel und mittelgroße dunkle Augen.

Geeignete Ernährung

Für eine optimale Nährstoffversorgung sind Futtermischungen diverser Anbieter geeignet. Trockenfutter und Nassfutter eignen sich gleichermaßen. Yorkshire Terrier haben oft ein empfindliches Verdauungssystem. Sie benötigen ein gut verdauliches Futter. Einige Tiere neigen zu Allergien, die den Verzicht auf bestimmte Inhaltsstoffe notwendig machen. Manchmal vertragen Yorkshire Terrier getreidefreies Futter besser.Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Körpergewicht und Bewegung.