Chausie

Chausie – Das Portrait

Die Chausie ist eine seltene Katze und gehört zu den Hybridrassen. Für diese Rasse wurden die Hauskatze und die Rohrkatze miteinander gekreuzt. Um die Hybridkatze am besten zu verstehen, muss man sich auch intensiv mit diesen beiden Katzenrassen beschäftigen. Hier nun das vollständige Portrait zu Rasse Chausie.

Sie vereinen das Aussehen und den Freiheitsdrang einer Wildkatze mit der treuen und verschmusten Art der menschenliebenden Hauskatze.

Den Bewegungsdrang hat sie sich von ihren Vorfahren ebenfalls bewahrt.

Steckbrief

checkName: Chausie
checkWissenschaftlicher Name: Felis catus
checkHerkunft: USA
checkLebenserwartung: 15 – 17 Jahre
checkGewicht: 4,5 – 10 kg
checkFellfarben: schwarz, braun ticked tabby, schwarz grizzled ticked tabby
checkCharakter: anhänglich, neugierig, menschenbezogen, temperamentvoll
checkKosten: Zwischen 1.200 & 10.000 Euro

Wesen und Charakter

Wie man es von Hauskatzen gewohnt ist, sind auch Chausie-Katzen sehr anhänglich und dem Menschen zugetan. Sie schmusen gern und genießen die Nähe zum Besitzer. Mit großer Neugier wird Herrchen oder Frauchen beobachtet und ihm auf Schritt und Tritt gefolgt.

Auf Dauer ist dem Tier das jedoch zu langweilig, denn Abwechslung ist ihm wichtig. Hin und wieder kommt der Jagdtrieb der wilden Vorfahren zum Vorschein und verlangt nach Besänftigung.

Bei langen Erkundungstouren werden Vögel und Mäuse gejagt und manchmal auch heimgebracht. Der Vierbeiner sieht eben nicht nur von außen wild aus, sondern hat auch noch einiges an Temperament behalten.

Herkunft & Geschichte

Wildkatzen waren für den Menschen schon immer faszinierend. Sie sind intelligent, anmutig und exotisch. Sie lassen sich gefangen nehmen und auch scheinbar zähmen. Trotzdem bleiben sie unberechenbar und haben ihren eigenen Kopf.

Eine weitere Möglichkeit in den Genuss eines Wildfangs zu kommen, ist die Züchtung. Dementsprechend fing man in den 1960er Jahren in den USA an, sogenannte Hybridkatzen zu züchten. Die Chausie ist seitdem immer beliebter in den USA geworden. Außerhalb der Staaten ist sie jedoch eher selten anzutreffen.

Überlegungen vor der Anschaffung

Bei der Anschaffung einer Hybridrasse muss man sich im Klaren darüber sein, dass diese sehr viel teurer ist als eine normale Katze. Der Preis richtet sich nach Generation und Wildblutanteil. Die Gefahr, hier Betrügern zum Opfer zu fallen, ist sehr hoch. Seriöse Angebote liegen bei 7.500 bis 10.000 Euro.

Dazu kommen weitere Kosten für Impfungen. Wie jeder Freigänger sollte auch die Chausie gegen Tollwut, Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose geimpft werden. Auch auf Parasiten ist zu achten. Dagegen gibt es unterschiedliche Mittel wie Halsbänder. Hinzu kommen regelmäßige Termine beim Tierarzt,

Die Chausie steht, im Gegensatz zu ihren Artgenossen, gern im Mittelpunkt und verträgt sich gut mit Kindern. Trotzdem benötigt sie ihren Freiraum, um ihrem Jagdtrieb nachzugehen. Wenn ihre Anhänglichkeit und ihr Freiheitsdrang gleichermaßen respektiert werden, bleibt die Chausie auch auf Dauer ausgeglichen und freundlich.

Eine Haltung in kleinen Wohnungen ist daher nicht empfehlenswert.

Ansonsten ist der Vierbeiner sehr pflegeleicht. Durch ihr kurzes bis mittellanges Fell reicht es aus, sie alle paar Tage zu bürsten und ihre Haut, Pfoten und Krallen zu überprüfen. .

Bei richtiger Pflege kann diese Rasse bis zu 16 Jahre alt werden.

Geeignete Aktivitäten

Die Chausie liebt das Beisammensein mit Menschen und gemeinsame Aktivitäten. Diese Hybridrasse hat jedoch viel Energie und kann Langeweile nicht ertragen. Die Wildkatze in ihr ist intelligent, braucht Bewegung und Abwechslung. Eintöniges Spielzeug oder mehrere Stunden allein haben zwangsläufig Probleme zur Folge.

Dagegen helfen viele Klettermöglichkeit zu Hause, andere Katzen als Spielgefährten oder genügend Auslauf mit gelegentlichem Besuch bei ihrem Menschen. Der Besitzer sollte sich dann etwas Zeit nehmen und mit dem Wildfang Spiele spielen, die den Jagdtrieb anstacheln und das Tier richtig auspowern.

Rassemerkmale

Der Chausie sieht man ihre Herkunft sofort an. Sie sieht exotisch aus, hat große auseinanderstehende Augen und einen athletischen Körperbau, der sie zum perfekten Jäger macht. Besondere Merkmale sind auch ihre ausgeprägten Wangenknochen und ihre wuscheligen Luchsohren.

Das Fell der Hybridkatze ist kurz bis mittellang und braun oder schwarz. Manchmal auch silberfarben. Die Augen sind auffallend hell und Gold, Gelb, Braun oder Grün.

Geeignete Ernährung

Zur artgerechten Haltung eines Tieres zählt auch die gesunde Ernährung. In manchen Dingen ist die Chausie recht unkompliziert, weil sie zum Teil der Hauskatze entstammt. Die Fütterung gehört leider nicht dazu.

Durch die direkte Abstammung von Wildkatzen ist diese Rasse viel wählerischer als ihre Artgenossen.

Industriell hergestelltes Futter wird abgelehnt bzw. erst gar nicht vertragen. Halter, die BARFen (Rohfütterung), müssen sich mit dem Thema gut auskennen. Wer hier nicht auf die Qualität der Zutaten oder die richtige Menge achtet, riskiert Nährstoffmangel und gesundheitliche Probleme bei seinem Haustier.

Bei der Fütterung muss auch berücksichtigt werden, dass diese Hybridrasse ein Freigänger ist. Auf der Jagd ergänzt sie die Nahrung, die ihr fehlt. Obst und Gemüse sind daher immer eine gute Futterwahl. Den Fleischanteil holt sich der Vierbeiner bei Vögeln und Mäusen.