Blue Lacy

Blue Lacy – Die Gebrauchshunde aus Texas

Hundebesitzer, die einen robusten und agilen Hund suchen, sind mit der Rasse Blue Lacy auf der richtigen Spur. Die Hunderasse aus Texas ist vor allem für erfahrene Besitzer mit einer hohen Bewegungsbereitschaft genau das richtige.

Steckbrief

checkLebenserwartung: 10 bis 12 Jahre
checkGewicht: 13 bis 23 kg
checkWiderristhöhe: 46 bis 53 cm
checkCharakter: agil, aufmerksam, intelligent, lebhaft
checkFarben: blau, rot, silbern, drei Farben, dunkelgrau, creme
checkFCI-Gruppe: von FCI nicht anerkannt
checkKosten: Zwischen 700 & 1.200 Euro

Intelligent und aufmerksam, aber auch herausfordernd

Die Rasse Blue Lacy zeichnet sich vor allem durch sein lebhaftes und aktives Wesen aus. Da sie zu der Gruppe der Hüte- und Jagdhunde gehören, haben sie einen erhöhten Bewegungstrieb. Eine gesteigerte Leistungsfähigkeit und gute Ausdauer zählen zu ihren Eigenschaften, da diese Merkmale sie bei der ihnen angedachten Tätigkeit unterstützen.

Zusätzlich gelten sie als intelligente und aufmerksame Begleiter. Dies lässt sich vor allem dadurch erklären, dass die Rasse in der Vergangenheit vorrangig als Gebrauchshunde gezüchtet wurden. Deswegen brauchen sie eine Förderung, die ihrem Wesen entspricht und sie auslastet.

In der Regel sind Blue Lacys angenehme Begleiter, die jedoch eine gewissenhafte Erziehung benötigen, um ihr volles Potential auszuschöpfen. Sie brauchen Anleitung, um sich in ihren Alltag einzufügen und im besten Fall eine Aufgabe, der sie nachgehen können.

Geschichte von Blue Lacy – Vom Arbeitstier zum Haustier

Vermutlich entstand die Rasse Blue Lacy aus einer Kreuzung zwischen Greyhounds und English Shepherds und wurde nach den Erstzüchtern benannt den Lacy Brüdern. Ursprünglich kommt die Rasse aus Texas, weshalb sie auch unter dem Namen Texas Blue Lacys bekannt sind. Im Jahr 2005 wurden sie als offizieller „State Dog“ des Bundesstaates Texas anerkannt. Jedoch wurde die Rasse bis heute nicht von der FCI oder der AKC als Hunderasse anerkannt, sondern gilt als Mischling.

Sie wurden erstmals als Hüte- und Wachhunde gezüchtet. Später, als der Bedarf an diesen Fähigkeiten nicht mehr vorhanden war, entdeckte man die Jagdfähigkeiten der Tiere, weshalb sie nicht ausstarben. Heute werden Blue Lacys in Texas noch immer als Ranch- und Farmhunde genutzt.

Erfahrene Besitzer, ausgelastete Tiere

Vor der Anschaffung eines Blue Lacys sollte man sich Gedanken darüber machen, ob der eigene Lebensstil zu den Ansprüchen dieser Hunde passt. Durch den hohen Bewegungsbedarf sind Wohnung ohne Garten nicht geeignet und auch unerfahrene Hundehalter sollten von Blue Lacys absehen. Sie neigen dazu, sich zu langweilen und in der Folge auch, Dinge zu zerstören, wenn sie nicht gefordert werden. Deswegen ist ein Job, den diese Hunde erledigen können, optimal für sie, aber auch sportliche Aktivitäten können sie ausreichend auslasten.

Vor allem in jungen Jahren haben die Tiere ihren eigenen Kopf und benötigen eine gewissenhafte Erziehung. Aus diesem Grund sind Familien mit kleinen Kindern keine geeigneten Halter für sie, obwohl die Tiere sich im Grunde gut mit Kindern und Jugendlichen verstehen.

Durch ihr glattes, kurzes Fell ist die Rasse in dieser Hinsicht pflegeleicht. Ein bis zweimal die Woche sollte das Fell ausgebürstet werden, häufiger ist dies jedoch nicht notwendig. Auch häufiges Waschen ist, im Regelfall, nicht erforderlich.

Blue Lacys sind territoriale Tiere, weshalb sie auch gut als Wachhunde eingesetzt werden können. In der Folge verstehen sie sich jedoch nur in Ausnahmefällen mit anderen Haustieren, da sie diese entweder als Bedrohung oder als Beute wahrnehmen. Angehende Hundebesitzer sollten sich also darüber im Klaren sein, dass sie sich mit einem Blue Lacy nur ein einziges Haustier anschaffen sollten oder zumindest vorab abklären müssen, ob sich ihr Hund mit anderen Tieren versteht.

Da diese Rasse noch immer hauptsächlich in den USA gezüchtet wird, ist es nicht einfach, sich in Deutschland einen solchen Hund anzuschaffen. Es gibt mittlerweile jedoch auch einige Züchter in Deutschland oder man kann die Tiere aus dem Ausland kaufen. In diesem Fall wird es aber schwierig, das gewünschte Tier vorab zu begutachten.

Sportbegeistert und agil

Da Blue Lacys als Jagdhunde gezüchtet wurden, brauchen sie Aktivitäten, die sie ausreichend fordern. Da sie einen gesteigerten Wunsch nach körperlicher Auslastung und Förderung brauchen, sind sie besonders gut für verschiedene Hundesportarten geeignet. Agility Training hilft den Tieren dabei, ihrem Bewegungsdrang nachzugehen, und fördert gleichzeitig die Verbindung zwischen Hund und Mensch. In vielen Städten gibt es mittlerweile Gruppen, die diesem Hundesport gemeinsam nachgehen, weshalb die Tiere dort zusätzlich den Umgang mit anderen Hunden erlernen können.

Lange Spaziergänge in einem erhöhten Tempo können schon dazu führen, dass diese Hunde sich in ihrer Umgebung wohler fühlen, aber auch Ballspiele und wildes Herumtollen kann ihnen Freude bereiten. Sie haben Spaß daran, sich auszutoben, weshalb Hundebesitzer Zeit mit ihren Tieren einplanen sollten, in denen sie ausreichend Bewegung bekommen.

Rassemerkmale

Blue Lacys gelten mit einer Größe von 46-53 cm als mittelgroße Hunde. Trotz ihres recht geringen Körpergewichts von 16-23 kg bei Rüden und 13-20 kg bei Hündinnen, sind sie kräftig gebaut. Meist weisen sie einen quadratischen Körperbau auf, der sich durch den geraden Rücken, die tiefe Brust und einen gut gewölbten Rippenbogen ergibt. Sie haben hängende Ohren und einen kräftigen, mittelgroßen Kopf.

Farblich kann das Fell der Tiere variieren. Als gern gesehene Fellfarben gelten blau und rot oder Fellfärbungen aus drei unterschiedlichen Farben. Blue Lacys können jedoch auch in Dunkelgrau oder cremefarben gezüchtet werden. Eine weiße Pfote oder ein weißer Fleck auf dem Brustkorb werden von Züchtern besonders gerne gesehen, sind jedoch kein zwingender Standard.

Sie haben eine Lebenserwartung zwischen 10 und 12 Jahren, was für mittelgroße Hunde als Durchschnitt angesehen werden kann.

Geeignete Ernährung

Für Blue Lacys eignet sich vor allem selbst zusammengestelltes, frisches Futter. In diesem Fall sollte jedoch immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, damit die Tiere alles bekommen, was sie für ihren leistungsbereiten Alltag brauchen. Da die Tiere zu Hauterkrankungen und Allergien neigen, sollte darauf geachtet werden, dass sie nur Futter bekommen, das sie vertragen und auf das sie nicht allergisch reagieren.

Abgesehen von den, teilweise erblich bedingten, Hauterkrankungen sind bei dieser Rasse jedoch keine weiteren Krankheiten bekannt, die häufiger auftreten.