Rednose Pitbull

Rednose Pitbull – Das Portrait

Steckbrief

Lebenserwartung: 10 bis 17 Jahre
Gewicht: 17 bis 20 kg
Widerristhöhe: 43 bis 48 cm
Charakter: kontaktfreudig, agil, kämpferisch
Farben: alle Farben außer reinweiß; black and tan und leberfarben unerwünscht
Kosten: Zwischen 800 & 1.500 Euro

Herkunft & Geschichte

Im Jahr 1860 brachten britische Einwanderer “Bull and Terrier” mit in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Dort wurden die Hunde durch Selektion auf Größe und Einkreuzung anderer Rassen schnell größer. Man nannte diese Hunde unter anderem Staffordshire Terrier (nicht zu verwechseln mit dem kleineren englischen Staffordshire Bullterrier). Im Jahr 1972 wurde die Rasse in American Staffordshire Terrier umbenannt. Der American Staffordshire Terrier wurde lange und wird leider auch heute noch illegal für Hundekämpfe missbraucht. In den Staaten spalteten sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Freunde der Rasse: Die einen wollten aus dem Hund einen Ausstellungs- und Familienhund formen, die anderen hielten an den grausamen Hundekämpfen fest; sie nannten ihre Tiere meist Pit Bullterrier nach der “pit”, der Hundekampfarena.

Wesen und Charaktereigenschaften

Hundekämpfe verlangen nach einem harten, kompromisslosen Hund, der nicht selten bis zum Tod seines Gegners hart zubeißt. Oft geht es dabei um sehr hohe Wetteinsätze. Die von der FCI anerkannten Zuchten stammen ausschließlich aus Schau- und nicht aus Kampflinien (wobei auch vom Kampfhund erwartet wurde, dass er sich Menschen gegenüber sehr freundlich verhielt).

Haltung

Der selbstbewusste, temperamentvolle und gelehrige Hund braucht eine sehr konsequente, aber gewaltfreie Erziehung. Leider fallen vor allem Rüden trotz aller Bemühungen durch Rauflust auf. Steht auf der Liste der “gefährlichen Hunderassen” und ist geeignet für Fortgeschrittene.

Überlegungen vor der Anschaffung

Den Halter eines so genannten Kampfhundes (Hund mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit) treffen eine Reihe von Vorschriften und Gesetzen. Da solche Hunde generell als gefährlich eingestuft werden, ist es in allen Bundesländern Pflicht, die Tiere anzumelden.

Weil diese landesrechtlichen Verordnungen nicht einheitlich sind und je unterschiedliche Rassen als Kampfhund zählen, sollte man sich bereits vor der Anschaffung eines solchen Hundes mit der speziellen landesrechtlichen Gesetzes- und Verordnungslage vertraut machen. Vielfach gilt für diese Hunde generell ein Maulkorb und Leinenzwang auf öffentlichem Gelände, was nach der Rechtsprechung (OVG Münster, Az: 5 B 3201/96 und Az.: 1 S 2683/94) zulässig ist und nicht gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Beim Umzug in ein anderes Bundesland muss man sich dann entsprechend mit den dort geltenden Hundehaltervorschriften vertraut machen.

Rassemerkmale

Die Gruppe der Terrier

Ganz gleich, um welche Terrierrasse es sich handelt, allen gemeinsam sind Mut, Intelligenz und Vitalität. Oft neigen sie zu Dominanz und Selbstständigkeit. Das befähigte sie, den Fuchs oder Dachs im Bau zum bekämpfen und aus der Röhre vor die Flinte des Jägers zu sprengen. Dies gab ihnen auch den Namen “Erdhunde” (lat: “Terra” = Erde), also. Terrier. Raubzeugbekämpfung in Feld und Flur sowie die Jagd auf Ratten und Mäuse waren ihre Aufgaben, die sie leidenschaftlich erfüllten. Überwiegend sind alle Terrierrassen brauchbare Begleithunderassen, wenn sie auch eine konsequente Haltung erfordern.

Terrier – der besondere Hund

Bei ihnen ist alles besonders: vital, selbstbewusst, selbstständig, mutig, draufgängerisch, klug, bauernschlau, rauflustig, lauffreudig, spielfreudig, stur, eigensinnig, jagdfreudig, beschäftigungsfreudig, lernfreudig, aktionsfreudig, auch verschmust, treu und anhänglich.

Wenn Ihnen das alles bei einem Hund gefällt, dann sind Sie der ideale Partner für einen Terrier – außer für den Jagdterrier, den sollten Sie dem Jäger überlassen.

Geeignete Ernährung

Für seine neuen Aufgaben in der heutigen Gesellschaft, die fast ausschließlich im sozialen Bereich liegen, hat der Pitbull sehr viel aufgeben müssen. Er darf seinen Lebensunterhalt nicht mehr zusammen mit seinem Menschen erjagen. Sein Futter ist pünktlich im Napf. Um die Hündin muss er nicht mehr kämpfen, sie wird zu ihm gebracht. Der frühere Verwendungszweck, für den er einst gezüchtet wurde, ist im übrigen vielen Menschen nicht einmal bekannt. Auch frühere Gebrauchshunderassen wie der Deutsche Schäferhund werden heute als reine Familienhunde mit Luxus überhäuft. Sie werden nur noch mehrmals am Tag einfallslos spazieren geführt (Gassi gehen).

Sie bekommen keine Aufgaben mehr, die sie mit ihrer angezüchteten Intelligenz lösen könnten. Daher ist der heutige Hund oft hyperaktiv, unbefriedigt, frustriert und letztlich verhaltensauffällig. Sein Bewegungsdrang ist groß.

Da ein Pitbull im Grunde genommen auch ein gefährlicher Kampfhund ist, sollte man sich mit Hunden auskennen. Für eine Familie mit kleinen Kindern ist er nicht geeignet. Außerdem sollte man bei der Rasse, die es als Rednose Pitbull und als Bluenose Pitbull gibt, generell vorsichtig sein. Die Nase ist entweder blaufellig oder eher rötlich. Die rednose Pitbulls sind seltener.