Schleichende Bengalkatze

Die Bengal – Katze

Kurzbeschreibung

Die Bengalkatze ist eine Wildkatze, die hauptsächlich Süden und Osten von Asien vorkommen.In Asien sind sie außerdem die am weitesten verbreiteten Kleinkatzen. Die Verbreitung geht hierbei vom Osten Russlands bis zum Norden Pakistans. Sie bevorzugen bewaldete Gebiete und leben überwiegend in tropischen Regenwäldern, sowie Mischwäldern und Nadelwäldern. Durch das Fell, welches dem Fell eines Leoparden ähnelt, werden sie auch Leopardenkatzen genannt.

Steckbrief

Name: Bengal (Bengalkatze)
Wissenschaftlicher Name: Felis catus × Prionailurus bengalensis
Herkunft: USA
Lebenserwartung: 12 bis 18 Jahre
Gewicht: Kater: Ø 5,5 kg; Kätzin: Ø 4 kg
Charakter: ‎lernbegierig, intelligent, aufgeweckt
Felllänge: Kurzhaarkatze
Rang: Hybride

Wesen und Charakter

Durch das Äußere und vor allem durch das Fell wirkt die Bengalkatze zunächst einmal wild und vielleicht etwas bedrohlich. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Menschen gegenüber ist die Katze nämlich sehr anhänglich und kommunikativ. Dadurch sind diese gut für den eigenen Haushalt geeignet, denn sie verfolgen ihr Herrchen gerne durch das ganze Haus, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Jedoch hat jede nochmal ganz eigene und individuelle Charakterzüge, die jede einzelne Bengalkatze zu etwas ganz besonderem macht. Diese kann man aber nur feststellen, wenn man sich mit den Tieren intensiv beschäftigt. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass alle Bengalkatzen furchtlos, aktiv und neugierig sind. Außerdem sind sie höchst intelligent, sodass man ihr nach einiger Zeit kleine Tricks beibringen kann.

Herkunft und Geschichte

Die uns heute bekannte Bengalkatze entstand durch eine kalifornische Genetikerin, die 1963 eine wilde Asiatische Leopardenkatze mit einer schwarzen Hauskatze kreuzte. Ihr Ziel war dabei eine Verbindung zwischen dem Fell einer Wildkatze und dem Charakter einer Hauskatze herzustellen. Im weiteren langjährigen Zucht – und Entstehungsprozess dieser speziellen Rasse wurden mit Burmesen und Siamkatzen noch zwei weitere Katzenarten eingekreuzt. Am Ende des Prozesses erhielt die amerikanische Genetikerin, eine äußerlich an eine bengalische Wildkatze erinnernde Rasse, die jedoch die Charakterzüge einer Hauskatze hat. Heutzutage werden in der Zucht allerdings keine anderen Katzenrassen mehr eingekreuzt, sondern nur noch reinerbig gearbeitet.
In Europa wird diese Katzenrasse erst seit 1999 gezüchtet und ist unter dem Namen Leopardette bekannt. In Deutschland ist die Bengalkatze dennoch nur sehr selten als Hauskatze verbreitet.

Überlegungen vor der Anschaffung

Die Bengalkatze zählt zu den teuersten Katzenrassen die es gibt, weshalb die Anschaffungskosten meist zwischen 1000 und 1500 Euro liegen. Außerdem unterscheiden Züchter zwischen Liebhabertier, Zuchttier und Schautier.
Wichtig ist außerdem, dass man genug Fläche zur Verfügung hat, da die Katzen sehr viel Bewegung und Auslauf zum Wohlfühlen benötigen. Am besten eignet sich dafür ein großes Haus, bevorzugt mit Garten.
Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass die Katzen eine starke Sprungkraft besitzen, womit sie fast überall hinkommen und bei Langweile auch gerne einmal die Wohnung oder das Haus verwüsten können. Daher ist es wichtig, Bengalkatzen genug zu beschäftigen und als Freigänger zu halten.

Geeignete Aktivitäten

Da Bengalkatzen ausdauernde Kletterer sind, ist ein Kratzbaum in der Wohnung oder im Haus Pflicht. Um die ausreichende Beschäftigung außerdem gewährleisten zu können, sind Jagdspiele mit Spielmäusen oder Bällen und das Anlernen von kleineren Tricks zur geistigen Förderung von Vorteil.
Sollte man aufgrund seiner Arbeit viel unterwegs und seltener zu Hause sein, ist es wichtig, dass die Katzen Gesellschaft haben. Dazu eignen sich am besten Artgenossen, da sie mit diesen am besten auskommen.

Rassenmerkmale

Folgende Merkmale machen eine Bengalkatze aus:

  • sie fühlen sich im Wasser oder in Wassernähe wohl und sind nicht wasserscheu
  • gute Kletterer und Springer, vor allem aufgrund ihrer stark ausgeprägten Sprunggelenke
  • sie sind sehr anhänglich und bleiben immer an der Seite ihres Besitzers
  • sie sind bis ins hohe Alter sehr neugierig, um nichts neues zu verpassen
  • sie besitzen ein großes Selbstbewusstsein, kommen jedoch trotzdem gut mit anderen Katzen und Hunden aus
  • sie sind sehr aktiv und bewegungsfreudig, weshalb sie viel Beschäftigung und Platz zum Bewegen brauchen
  • sie sind sehr intelligent, weshalb man ihnen nach einiger Zeit sogar kleinere Tricks beibringen kann, was man eigentlich nur bei Hunden kennt

Geeignete Ernährung

Bei der Fütterung muss der Besitzer auf nichts wirklich besonderes achten, da die Bengalkatzen in Bezug auf die Nahrung nicht sehr anspruchsvoll sind. Am besten eignet sich ein proteinreiches Futter, dass im Idealfall einen angepassten Fettgehalt und die Katze mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Um dies zu gewährleisten eignet sich am besten Futter, das biologisch, artgerecht und roh ist (sogenanntes BARF), da dies der Nahrung einer Wildkatze am nächsten kommt.
Ausgewählte Mikronährstoffe, wie zum Beispiel ausgewählte Aminosäuren, Vitamine und Fettsäuren, sorgen außerdem für eine gesunde Haut und ein glänzendes Fell.