Weimaraner

Der Weimaraner – Jagdhundschönheit in grau

Der Weimaraner ist ein sehr eindrucksvoller Hund, der die Blicke auf sich zieht. Mit seiner beinah einzigartigen silbrig-grauen Farbe sticht er unter den zahlreichen Hunderassen deutlich heraus. Ursprünglich als Jagdhung gezüchtet, begeistert der Weimaraner mittlerweile auch als Familien- und Begleithund seine Halter mit seiner treuen und aktiven Art. Neben dem wesentlich bekannteren Weimaraner mit kurzem Fell gibt es auch so genannte “Langhaar-Weimaraner”.

Steckbrief

Lebenserwartung: 10 bis 14 Jahre
Gewicht: 25 bis 40 kg
Widerristhöhe: 57 bis 70 cm
Charakter: wachsam, arbeitswillig, intelligent, aktiv, aufmerksam
Farben: silber-, reh-, mausgrau
FCI-Gruppe: FCI-Gruppe 7
Kosten: Zwischen 1.000 & 1.400 Euro

Wesen und Charakter

Das Wesen des Weimaraners ist deutlich von seinen Eigenschaften als Jagdhund geprägt. Er ist ein sehr aktiver und lebhafter Hund, der beschäftigt werden möchte. Besonders die ihm eigene Intelligenz fordert den Halter manchmal, wenn es um die Erziehung geht. Diese sollte konsequent, aber auch sehr liebevoll sein. Denn der Weimaraner gilt auch als sehr sensibel und auf seinen Menschen fixiert. Die Nähe und Treue zu seinem Halter kann sich beim Weimaraner als ausgeprägter Schutz- und Wachinstinkt äußern. Die Familientauglichkeit von Hunden, bei denen dieser Wachinstinkt sehr stark ausgeprägt ist, ist fraglich. Mittlerweile gibt es in der Weimaraner-Zucht verschiedene Linien, die nicht nur die jagdlichen Fähigkeiten der Hunde fördern. Manche Züchter versuchen besonders jene Eigenschaften durch Zucht zu festigen, die den Hund zu einem Familien- und Begleithund machen.

Als Jagdhund ist er ein richtiger Allrounder. Er ist für die Arbeit vor und nach dem Schuss geeignet, das bedeutet er kann sowohl zum Aufstöbern von Wild verwendet werden, als auch für die so genannte „Schweißarbeit“ oder Nachsuche – dem Auffinden des erlegten Tieres.

Herkunft & Geschichte

Der Weimaraner ist ein Rassehund der seinen Ursprung in Deutschland hat. Die genaue geschichtliche Entwicklung ist nicht geklärt. Es finden sich allerdings Aufzeichnungen über den Weimaraner, wonach er im 19. Jahrhundert am Hof der deutschen Stadt „Weimar“ gehalten wurde, daher auch der Name „Weimaraner“. 1897 wurde der erste ursprüngliche Zuchtverein des Weimaraners gegründet, heute unter dem Namen „Weimaraner Klub“ bekannt. Der Klub stellt viele Informationen zur Rasse zur Verfügung und ist auch an der Weiterentwicklung des Rassestandards beteiligt.

Überlegungen vor der Anschaffung

Der Weimaraner ist aufgrund seiner Eigenschaften als Jagdhund weder ein Anfänger-, noch unbedingt ein Familienhund! Obwohl es mittlerweile Zuchtlinien gibt, die weniger die jagdlichen Charaktermerkmale des Weimaraners betonen, sondern auf seine Umgänglichkeit und Eignung als Begleithund achten, wird ein qualifizierter Züchter diese Rasse nie in unerfahrene Hände abgeben!

Wer einen Weimaraner halten möchte, ohne ihn jagdlich zu führen muss auf jeden Fall trotzdem seiner Intelligenz und seinem aktiven Wesen gerecht werden. Er braucht ausreichend Bewegung, von einigen Züchtern werden täglich mindestens 2 Stunden angegeben. Zusätzlich dazu benötigt er Beschäftigungen, die seinen Kopf fördern. Aufgaben wie Fährtensuchen oder Apportieren sollten regelmäßig zur Beschäftigung durchgeführt werden. Ausreichend Zeit und Erfahrung mit der Erziehung und der qualitativen Beschäftigung mit Hunden ist somit eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Haltung des schönen grauen Weimaraners.

Der Weimaraner wird zudem relativ groß: Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 70cm. Dementsprechend groß ist auch der Platzbedarf, als „Wohnungshund“ ist der Weimaraner definitiv nicht geeignet. Zudem kommen mit einer entsprechenden Größe auch deutlich höhere Futterkosten auf den Halter zu, dies sollte vor einer Anschaffung bedacht werden.

Desweiteren sollte vor der Anschaffung eines Hundes – nicht nur des Weimaraners – bedacht werden, dass nicht nur einiges an Geld in den Kauf des Hundes und der Grundausstattung investiert werden muss, sondern im Krankheitsfall auch hohe Kosten für den Tierarzt auf den Halter zukommen können! Ein gewisses finanzielles Polster sollte also immer vorhanden sein, falls Tierarztkosten anfallen.

Geeignete Aktivitäten

Wie bereits erwähnt ist der Weimaraner ursprünglich ein Jagdhund. Er ist bestens geeignet für alle jagdlichen Aufgaben, wie das Stöbern oder die Schweißarbeit. Durch seine ausgezeichnete Nase ist er exzellent für das Fährtensuchen geeignet. Auch wer den Weimaraner nicht jagdlich führen möchte, kann seinen Begleiter mit solchen Aufgaben fordern.

Ausreichende, abwechslungsreiche Bewegung sollten zum täglichen Programm des Weimaraners gehören. Ebenso Aufgaben, die der Intelligenz des Weimaraner und seinen Jagdtrieben gerecht werden.

Auch, wenn der Hund nicht für die Jagd ausgebildet und verwendet wird, sollte er zumindest ähnliche Aufgaben erfüllen dürfen, wie Fährtensuchen oder Apportieren.

Rassemerkmale

Der Weimaraner zieht besonders durch seine einzigartige Farbe innerhalb der Hundewelt die Aufmerksamkeit auf sich. Den grauen Weimaraner gibt es meistens als Kurzhaar-Variante, allerdings sind auch gelegentlich Langhaar-Weimaraner anzutreffen.

Als Rassehund ist für den Weimaraner auch ein gewisser Rassestandard festgelegt, den Rüden und Hündinnen erfüllen müssen, wenn sie offiziell zur Zucht zugelassen werden sollen.

In diesem Rassestandard sind unter anderem folgende Merkmale festgelegt:

Rüden dürfen zwischen 59cm und 70cm Schulterhöhe haben, bei einem Gewicht von bis zu 40kg. Hündinnen sollten deutlich kleiner und leichter sein als die Rüden. Sie dürfen eine Größe von 65cm erreichen und ein Gewicht von 35kg. Damit gehört der Weimaraner zu den mittelgroßen bis großen Hunderassen.

Die Farben werden im Rassestandard als „silber- , reh- oder mausgrau“ beschrieben. Der Weimaraner darf kleine weiße Abzeichen aufweisen.

Die Augen der außergewöhnlichen Hunde sind im Welpenalter leuchtend blau, danach nehmen sie eine bernsteinfarbene Färbung an.

Der Fang der Hunde soll insbesondere bei den Rüden sehr markant ausgeprägt sein.

Geeignete Ernährung

Weimaraner können zu Allergien neigen. Darauf sollte bei der Ernährung geachtet werden, falls der Hund gesundheitliche Probleme zeigt.

Prinzipiell ist er aber nicht anders zu ernähren, als andere Hunderassen. Wie alle Hunde benötigt der Weimaraner eine seiner körperlichen Aktivität angepasste und qualitativ hochwertige Ernährung. Dies können Fertig-Futtermischungen von ausreichend hoher Qualität sein oder aber auch selbst zusammengestellte Kost, wie das beim „BARF“ der Fall ist. Es empfiehlt sich, die Empfehlungen vom Züchter des Welpen oder Tierärzten umzusetzen.

Leckerlis sind erlaubt, sollten aber immer hundegerecht sein und nur in Maßen verfüttert werden. Zugang zu frischem Wasser muss immer gegeben sein.