Meine Katze erbricht – Das können die Ursachen sein

Katzen erbrechen aus unterschiedlichen Gründen! Katzenhalter sind genervt, wenn die Katze auf dem Wohnzimmerteppich erbricht. Die Katze verfügt über ein sensibles Brechzentrum und nutzt dieses zum Schutz vor Schadstoffen.

Wie beim Niesen oder Husten werden die Bakterien und Krankheitserreger aus dem Körper entsorgt. Es handelt sich dabei also um einen ganz natürlichen Vorgang und der Halter sollte nicht beunruhigt reagieren.

So kann es aussehen kurz bevor eine Katze erbricht

Die Katze möchte sich wohlfühlen

Hin und wieder kommt es vor, dass eine Katze Haare und einige andere Dinge in einem feuchten Klumpen herauswürgt. Ein einmaliges Erbrachen nach dem Essen ist ebenfalls nichts ungewöhnliches. Möglicherweise ist die Katze aber auch von Würmern befallen und erbricht regelmäßig, dann sollte sie einem Tierarzt vorgestellt werden und eine Wurmkur machen. Erbrachen kann aber auch ein Zeichen für eine lebensbedrohlich Erkrankung des Tieres sein, dann muss es unmittelbar zum Tierarzt. Man sollte insbesondere dann schnell handeln, wenn das Erbrochene dunkel verfärbt ist oder es nach Fäkalien riecht. In diesem Fall könnte ein Darmverschluss vorliegen und eine Operation kann nicht mehr umgangen werden. Bei mehrmaligem Erbrachen in relativ kurzer Abfolge könne es sich um eine Vergiftung oder um eine sehr schwere Infektion handeln. In diesem Fall sollte der Tierarzt schnell kontaktiert werden.

Es gibt verschiedene Alarmzeichen

Die schwere der Krankheit lässt sich an den begleitenden Symptomen ausmachen. Eine Trübung des Bewusstseins, glasige Augen, Kraftlosigkeit, Schmerzen, Fieber und Austrocknung sind möglich Symptome, mit denen man die Katze sofort beim Tierarzt vorstellen muss. Einen Teil des Erbrochenem sollte man mit zum Tierarzt nehmen, damit die Diagnose schneller gestellt werden kann. Manche Krankheiten sind chronisch und werden mit der Zeit immer schlimmer. Die Symptome treten erst nach und nach auf und man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Nicht nur der Magen wird zu einem Problem

Manche Krankheiten verlaufen eher schleichend, deshalb erbricht die Katze dann nicht regelmäßig, sondern in eher unregelmäßigen Abständen. Falls die Katze erbricht sollte man auf den gesamten Gesundheitszustand der Katze schauen und sie beobachten. Eine Änderung des Schlafrhythmus kann ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Ebenso sollte die Katze genauso Fressen und Trinken wie vorher und auch der Stuhlgang sollte gesund aussehen. Falls die Katze träge oder aufgedreht ist und ihr Gang sich verändert hat, kann dies auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Jedes Detail sollte dem Tierarzt mitgeteilt werden, damit er eine sichere Diagnose stellen kann. Erbrechen ist nicht zwangsläufig auf eine Störung im Verdauungssystem zurückzuführen, auch Probleme mit dem Gehirn, den Nieren, dem Stoffwechsel und vielen anderen Krankheiten können zum Erbrechen führen. Eine Therapie kann erst helfen, wenn die Ursache feststeht. In der Regel haben die kleinen Abenteurer sich jedoch lediglich den Magen verdorben und laufen ein paar Minuten später wieder putzmunter durch die Wohnung. Danach haben sie auch ziemlich schnell wieder Hunger, mit der Gabe von Nahrung sollte man aber dennoch 24 Stunden warten. Die gereizte Magenschleimhaut kann sich in der Zeit erholen.

Behandlung ohne Medikamente

Eine Katze sollte nicht direkt nach dem Erbrechen gefüttert werden, die meisten Katzenhalter verstehen das. Aber warum sollte eine Katze danach 24 Stunden lang keine Nahrung bekommen? Sie muss ja nichts essen, wenn sie das nicht möchte. Die Katze wird die ganze Zeit nach Futter verlangen und man möchte ihr das nicht verwehren. Die 24-stündige Diät dient dazu, dass der Magen sich komplett erholen kann, ansonsten könnte es zu schlimmeren Problemen kommen. Die Katze kann durch den empfindlichen Magen eine Allergie gegen bestimmte Bestandteile des Futters entwickeln und würde damit dann das ganze Leben lang zu kämpfen haben. Sie kann auch eine Abneigung gegen das sonst so geliebte Futter entwickeln, weil sie dieses mit dem Unwohlsein in Verbindung bringt.

Eine Diät zahlt sich aus

Junge, kranke und übergewichtige Katzen dürfen allerdings nicht so lange hungern. Kleine Katzen haben eine zu geringe Energiereserve und würden nach ein paar Stunden nur noch in der Ecke liegen. Katzen mit Übergewicht können Stoffwechselprobleme kriegen, wenn sie nicht regelmäßig Futter bekommen. Man kann den Tieren eine spezielle Nahrung anbieten, wenn man mit einem Tierarzt gesprochen hat. Gekochter Reis mit etwas Hühnchen eignet sich dabei besonders gut, ebenso kann man auf eine gesalzene Brühe zurückgreifen. Die Katze kann in einem absoluten Notfall auch künstlich durch den Tierarzt ernährt werden, wenn nichts mehr anderes hilft.