So macht das Gassi gehen nicht nur deinem Hund freude

Das Gassigehen mit einem Vierbeiner kann ein entspanntes Erlebnis für den Hund und auch den Besitzer sein.Vorausgesetzt natürlich die Fellnase gehorcht, zieht nicht an der Leine und kann auch mal frei laufen und sich austoben. Immer wieder klagen Hundebesitzer allerdings über folgende Probleme:

  • Der Hund zieht an der Leine
  • Er kann nicht frei gelassen werden, weil sein Jagdtrieb zu stark ist
  • Er verträgt sich nicht mit anderen Hunden
  • Er gehorcht nicht, wenn man ihn ruft

Schnell wird ein eigentlich entspannter Spaziergang zu einem Albtraum. Dabei sind die besten Freunde des Menschen sehr gelehrig und mit ein paar einfachen Übungen wird jeder Spaziergang wieder zu einem freudigen Erlebnis für alle beteiligten. Den Jagdtrieb kann man zwar keinen Hund abgewöhnen, aber man kann ihn umlenken, zum Beispiel indem der Hund beim Spazieren nach seinem Futter jagen muss. Auch das ständige Ziehen an der Leine kann mit etwas Konsequenz wieder abtrainiert werden. Am einfachsten ist es allerdings einen jungen Hund direkt richtig zu erziehen, um später die genannten Probleme zu vermeiden.

Gassi gehen mit einem Welpen

Nach langen Wochen des Wartens ist der neue Welpe endlich Zuhause eingezogen. Doch nun folgen einige Wochen und Monate harter Arbeit, damit der kleine Liebling zu einem gut erzogenen Hund aufwächst und nicht irgendwann zu einem wirklichen Problem wird. Vor der Anschaffung eines Hundes sollten die zukünftigen Besitzer unbedingt darüber nachdenken, ob sie die nötige Zeit für einen Hund, gerade für einen Welpen, aufbringen können. Ein Welpe kann anfangs nicht alleine bleiben und muss regelmäßig vor die Tür gelassen werden. Zudem muss jeden Tag mit ihm geübt werden. Es ist viel Zeit notwendig. Bei den ersten Spaziergängen in der neuen Umgebung sollte der Welpe in vorerst die Chance bekommen, alles in Ruhe erschnuppern zu können und seine neue Heimat langsam zu erkunden. Erst nach einer Woche kann mit dem Training angefangen werden. So wird der kleine Hund nicht überlastet.

Auf dei Länger der Spaziergänge achten

Die Spaziergänge sollten Anfangs nicht länger als 15-20 Minuten sein und in der direkten Umgebung stattfinden. Der Welpe muss zuerst lernen wo er hingehört. Ein junger Hund sollte auch niemals sofort von der Leine gelassen werden. Zuerst muss eine Bindung zwischen dem neuen Besitzer und dem Welpen entstehen. Zudem sollte sichergestellt sein, dass der Vierbeiner seinen Namen kennt und darauf hört. Eine Schleppleine eignet sich optimal für das Rückruftraining. Sie ermöglicht dem Hund außerdem den nötigen Freiraum beim Spazieren und er lernt langsam das Gefühl kennen sich weiter von seinem Besitzer entfernen zu können. In Notsituationen bietet die Schleppleine aber auch Sicherheit.

Sozialverhalten durch Gassigehen stärken

Der Welpe sollte auch von Beginn an bereits Kontakt zu anderen Hunden haben. Ob bei Spaziergängen oder in einer Hundeschule spielt dabei keine Rolle. Hundebesitzer sollten allerdings darauf achten, dass der Hund vor allem in den ersten Lebensmonaten keine schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden macht oder womöglich sogar gebissen wird. Dies hat starke Auswirkungen auf das Sozialverhalten des Hundes und er könnte anderen Vierbeinern zukünftig aggressiv oder sehr ängstlich begegnen. Der kleine Welpe sollte auch in den ersten Wochen lernen bei Fuß zu laufen. Dies wird zukünftige Spaziergänge viel entspannter machen. Mit einigen Leckerlis und ausreichend Durchhaltevermögen lernt der junge Hund schnell. Neben der Schleppleine bietet sich zum Trainieren eine kurze Leine an. Flexi-Leinen sind für Welpen nicht geeignet. Bei einem versehentlichen Loslassen der Leine würde sie den Welpen sehr erschrecken. Er könnte weglaufen oder die Leine könnte ihn sogar verletzen.

Auf Sicherung achten

Außerdem sollte ein Welpe beim Spaziergang ausreichend gesichert sein. Ein Halsband alleine reicht nicht aus. Besser ist ein zusätzliches Sicherheitsgeschirr. Dieses bietet dem Hund auch in Stresssituation keine Möglichkeit daraus zu entkommen. Der Welpe muss lernen, dass sein Frauchen oder Herrchen von nun an schwierige Situationen für ihn klärt und er sich nicht fürchten muss, zum Beispiel vor größeren Hunden oder anderen Tieren, wie Pferde oder Kühen, die ihm in der Natur begegnen. Besitzer sollten immer darauf achten die Angst eines Hundes zu akzeptieren und ihn zu nichts zwingen. Möchte der kleine Welpe nicht direkt an einem Pferd vorbeilaufen, sollte der Besitzer den Wunsch und die Angst seines Hundes berücksichtigen und einen Bogen laufen. Dieser Bogen kann nach und nach verkleinert werden. Irgendwann wird der Welpe erkennen, dass er nichts zu befürchten hat und seinem Besitzer vertrauen kann. Vertrauen ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Hundeerziehung.

Gassi gehen in Großstädten (am Beispiel von Berlin und Hamburg)

In einer großen Stadt (z.B Berlin oder Hamburg) sollte ein Hund generell nicht von der Leine gelassen werden. Durch ein hohes Verkehrsaufkommen kann die Fellnase schnell gefährdet werden. Auch ein Hund, der das Leben in der Stadt und die Spaziergänge an einer stark befahrenen Straße kennt, kann sich mal erschrecken und plötzlich auf die Straße springen. Zudem gibt es in vielen Städten, wie auch in Berlin und Hamburg, eine Leinenpflicht für Hunde. Das bedeutet, dass der Hund im Stadtgebiet immer an der Leine zu führen ist. Dies gilt für Bahnhöfe, öffentliche Einrichtungen, Fußgängerzonen, in Grünflächen wie Parks oder Stadtgärten, bei öffentlichen Veranstaltungen und in vielen weiteren Zonen. Die meisten Städte bieten Hundewiesen oder bestimmte Gebiete an in denen der Hund abgeleint werden kann und sich austoben darf. In Hamburg gibt es außerdem die Möglichkeit durch eine sogenannte Gehorsamsprüfung die Leinenpflicht zu umgehen. Der Vierbeiner muss dann nur an besonders ausgezeichneten Stellen angeleint werden. Auch in Berlin gibt es diese Möglichkeit. Wenn der Hund allerdings keinen besonderen Nachweis besitzt, drohen bei einem Verstoß Bußgelder.

Bei der Haltung eines Listenhundes sind die Regeln verschärft. Hunde, wie Pit Bull Terrier oder Staffordshire Bullterrier, müssen immer an der Leine geführt werden und zudem in Stadtgebieten einen Maulkorb tragen. Auch für andere Hunderassen, die aggressiv auffällig werden, kann eine verschärfte Leinenpflicht oder Maulkorbpflicht angeordnet werden.

Generell sollten die Hundebesitzer bei Spaziergängen in großen Städten darauf achten, dass andere Passanten durch den eigenen Hund nicht gestört oder gefährdet werden. In Stadtgebieten mit vielen Menschen muss besonders rücksichtsvoll gehandelt werden um Probleme zu vermeiden. Dies ist auch ganz im Sinne des Hundes. Wenn etwas passiert, ist es immer der Hunde, der schuldig ist. Hundebesitzer sollten dies immer bedenken. Auch zum Schutz der eigenen Fellnase.

Mein Hund will nicht Gassi gehen, was ist los?

Ein Hund will regelmäßig Spazieren gehen. Diese Annahme ist grundlegend falsch. Spazieren gehen ist eine Erfindung der Menschen. Ein Hund, der in freier Natur lebt, würde niemals mehrmals am Tag sein Revier verlassen um einen Spaziergang zu unternehmen. Ein Hund möchte aber ausgelastet werden und sich regelmäßig erleichtern. Der Spaziergang bietet dafür eine optimale Lösung. Allerdings sollte es Besitzer nicht verwundern, wenn ein Hund auch mal nicht Gassi gehen möchte. Es gibt bestimmte Hunderassen, zum Beispiel den Kangal, der als reiner Wachhund gezüchtet wurde. Sein Grundstück während eines Spaziergangs unbeaufsichtigt zurück zulassen, geht gegen die Natur dieses Hundes. Es ist für ihn ganz natürlich nur sein Revier zu beschützen und fremde Eindringlinge abzuschrecken. Das Grundstück zu verlassen und nicht seiner Aufgabe nachgehen zu können versetzen Wach- und Hütehunde in eine enorme Stresssituation. Alternativen um einen Hund auszulasten sind Spiele auf dem eigenen Grundstück oder das Trainieren von Tricks. Auch das Verstecken von Leckerlies im Garten macht Hunden wahnsinnig viel Spaß und sie trainieren ihren Geruchssinn. Dass ein Hund nicht spazieren gehen will, bedeutet aber nicht immer, dass er sich nicht lösen muss. Jedem Hund sollte mehrmals am Tag die Möglichkeit gegeben werden sich zu erleichtern, in regelmäßigen Abständen.

Ein weiterer Grund warum ein Hund nicht raus gehen möchte, kann auch Regen oder zu heißes Wetter sein. Einige Hunde mögen keinen Regen und verzichten gerne auf einen langen und ausgedehnten Spaziergang. Vielleicht auch ganz zur Freude des Besitzers.

Gassigeher gesucht

Da die meisten Hundebesitzer am Tag mehrere Stunden arbeiten gehen, suchen viele einen geeigneten Gassigeher, der die Aufgabe einmal oder mehrmals täglich übernimmt. Im Internet finden sich zahlreiche Seiten, an denen viele Menschen anbieten, mit dem Hund Gassi zu gehen, wenn der Besitzer verhindert ist. Der Hundebesitzer sollte den Gassigeher immer mit den Eigenschaften und dem Verhalten seines Hundes vertraut machen, um Unfälle oder das Weglaufen des Hundes zu verhindern.