{"id":331,"date":"2019-10-21T08:08:29","date_gmt":"2019-10-21T06:08:29","guid":{"rendered":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/?p=331"},"modified":"2025-11-12T12:00:58","modified_gmt":"2025-11-12T11:00:58","slug":"hunderziehung-grundlegendes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/hunderziehung-grundlegendes\/","title":{"rendered":"Hundeerziehung &#8211; Darauf kommt es an"},"content":{"rendered":"<h2>Ab wann fange ich mit meiner Erziehung f\u00fcr den Hund an?<\/h2>\n<p>Wie beim Menschen \u2013 so beim Tier: Schon von jung an sind auch die Tiere absolut lernf\u00e4hig. Noch vermag sich zwar der Welpe nicht \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu konzentrieren. Ach welch viele interessante und lustige Ablenkungen doch auf ihn einstr\u00f6men, statt einem langweiligen &#8216;Mach Sitz!&#8217; oder \u201cKomm!\u201d-Kommando zu folgen. Es klappt schon. Da muss er durch. Und er schafft es. W\u00e4hrend der fr\u00fchen Erziehung der Hunde sollte ihren Wesensz\u00fcgen und ihrer Art der Kommunikation stattgegeben werden. Zun\u00e4chst sind die Welpen noch etwas tollpatschig, verspielt, und eben noch nicht so ganz bei der Sache. Je nach Rasse und seinem Wesen lernt der Hund doch unterschiedlich. Lernen Sie einfach, sich mit Ihrem Hund gemeinsam einander zu verstehen, sei es in der K\u00f6rpersprache die Gestik und Mimik, in der verbalen Sprache die Intonation der Worte. Wichtig aber ist zun\u00e4chst f\u00fcr den Menschen die Sensibilit\u00e4t des Hundes zu entschl\u00fcsseln. Welpen aus einem Tierheim beispielsweise, auch erwachsene Hunde sind verst\u00e4ndlicherweise ganz anderer Wesensart als Hunde, die bereits durchaus liebevolle und h\u00e4usliche Gewohnheiten erfahren konnten.<\/p>\n<p>So fragt sich mancher Hundebesitzer, ab wann er seinen Hund ma\u00dfregeln d\u00fcrfte. Das geht von fr\u00fchester Hundekindheit an. Es funktioniert wunderbar \u00fcber die Intonation der Worte, die man ihm zukommen l\u00e4sst. Mal strenger, mal weniger streng. Wom\u00f6glich zerrt Ihnen ein Welpe das St\u00f6ckchen aus der Hand, Sie laufen ihm hinterher. Prima, f\u00fcr ihn ist das ein lustiges Spielchen, welches er initiiert hat. Wer erzieht hier wen? Zeigen Sie ein deutliches &#8216;Nein&#8221;&#8216;, geben Sie nicht nach.<\/p>\n<h2>Erfolg per Click<\/h2>\n<p>Ein prima Hilfsmittel in der Hundeerziehung ist ein Clicker. Mit diesem Ding, das \u00e4hnlich einem Knackfrosch klingt, bringt der Hundebesitzer seinem Liebling Kommandos und Kunstst\u00fccke bei. Dazu ist erst einmal ein kleines Training mehrmals am Tag vonn\u00f6ten. Dabei erh\u00e4lt der Hund unverz\u00fcglich nach dem Clicken etwas f\u00fcr ihn Leckeres. Mit dem eindeutigen Signal des Clickers gew\u00f6hnt sich das Tier an die darauffolgende schnelle Belohnung. Beim Tier macht&#8217;s click, denn es assoziiert das Ger\u00e4usch mit dem leckeren Mini-Schmaus.<\/p>\n<h2>Grundlegende Kommandos<\/h2>\n<p>Junge Hunde grapschen mit ihrem M\u00e4ulchen nach allerlei Zeug, was so am Wegesrand herumliegt. Aber das ist nicht immer gut f\u00fcr ihn. Darum muss ihm Einhalt geboten werden. &#8216;Aus!&#8217;, oder &#8216;Schluss jetzt!&#8217;, sollte in diesem Fall der Befehl hei\u00dfen. Mit dem Welpen k\u00f6nnen Sie diese Situation beim Spiel \u00fcben. Er soll von einem Spielzeug ablassen, es loslassen. Der Trick dazu ist, dem verspielten H\u00fcndchen \u00fcber sein Schn\u00e4uzchen zu streichen. Diese Geste erweckt beim Hund den Impuls, von dem Gegenstand abzulassen. Die Zeit unter der Obhut seiner Mama sitzt noch tief, denn diese gab ihm ihre Tatze leicht auf sein Schn\u00e4uzchen. Nach mehreren nun erfolgreich verlaufenden Malen l\u00e4sst der Hund mit dem entsprechenden Kommando von einem Gegenstand ab. <\/p>\n<h2>Nonverbale Kommunikation mit dem Hund<\/h2>\n<p>Mit K\u00f6rpersprache und Blickkontakt erreichen wir viel bei unsern Hunden. Keineswegs sollte sein Name in die Kommando-Kategorie aufgenommen werden. So jedenfalls meinen Hundeexperten. Seinen Namen auszusprechen sollte ausschlie\u00dflich eine Mitteilungsfunktion innehaben, kein Befehl. Doch teilen sich diesbez\u00fcglich die Meinungen. Die Tonart: von sehr freundlich und hoch in der Stimme bis auch sehr streng, aber dennoch warm, stimmlich tief und stets bestimmt. <\/p>\n<h2>Allgemeine Kommandos<\/h2>\n<p>Verschiedene verbale Befehle sind bei der Hundeerziehung durchaus ratsam. Der Hund soll zu uns herkommen; &#8216;Hierher!&#8217; hei\u00dft der Befehl. Wenn Sie mit dieser Befehls\u00fcbung beginnen, ist&#8217;s ratsam, eine ruhige Gegend auszusuchen, damit der junge Hund nicht abgelenkt wird. Wenn Sie dann Ihren Hund beim Namen rufen, gleichzeitig sein Kommen mit irgendetwas Reizvollem animieren, sagen Sie &#8216;Hierher!&#8217; Oder ein Wort, welches Sie daf\u00fcr lieber benutzen m\u00f6chten. Jedenfalls sollte der Hund bei seinem Ankommen niemals ger\u00fcgt oder bestraft werden. Seine postive Reaktion sollte entweder mit etwas Leckerem oder mit Streicheleinheiten belohnt werden.<\/p>\n<p>Der Hund soll sich setzen. Das ist eine \u00dcbung, die unsere haustierlichen Spr\u00f6sslinge schnell erlernen. Wer mit schmackhaften Belohnungen arbeitet, nimmt sie zwischen Daumen und Mittelfinger und richtet den Zeigefinger in die H\u00f6he. Sein N\u00e4schen sollte schon die Gaumenfreude riechen oder erahnen. Das H\u00fcndchen richtet seine Nase in die H\u00f6he, sein Hinterteil ber\u00fchrt den Erdboden, und schwuppdiwupp in diesem Moment erh\u00e4lt es seine Belohnung.<\/p>\n<p>Nach &#8216;Sitz!&#8217; folgt &#8216;Platz!&#8217;. Setzen Sie sich vor Ihren Hund. Wer seinen Liebling mit Leckerlis erzieht, h\u00e4lt diesen zwischen Zeige- und Mittelfinger \u2013 der Hund darf die Belohnung nicht sehen \u2013 und lockt ihn Richtung Erdboden. Kaum, dass er fast liegt, erh\u00e4lt er die Belohnung.<\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten \u00fcber die Stra\u00dfe gehen, aber der Hund soll auf der anderen Stra\u00dfenseite bleiben. In diesem Fall gibt es das Kommando &#8216;Bleib!&#8217;, beziehungsweise ein Wort, welches Sie f\u00fcr diese Situaiton nutzen m\u00f6chten. Sie kommen einander Schritt f\u00fcr Schritt n\u00e4her. Das geht so: Erst einmal muss sich der Hund setzen. Sie stellen sich ihm gegen\u00fcber, am besten etwas nach vorn gebeugt, und zeigen ihm die Handinnenfl\u00e4che. Der Hund interpretiert diese K\u00f6rperhaltung richtig als Hinweis, dortzubleiben, wo er gerade sitzt und nun sagen Sie Ihr gew\u00e4hltes Schl\u00fcsselwort f\u00fcr &#8216;Bleib!&#8217;. Nach Ihrer Geste sich zu entfernen, k\u00f6nnen Sie wieder einen Schritt auf ihn zugehen, ihm dann ein Leckerli geben. Nach gelungener \u00dcbung lohnen Sie ihn am besten gleich noch einmal. Diese \u00dcbung sollten Sie von Beginn an zun\u00e4chst in Schritten \u00fcben, ein Schritt vor und wieder zur\u00fcck, solange bis Ihr Hund an der Stelle bleibt, wo er bleiben soll. Ein Clicker erzielt im \u00dcbrigen auch auf Distanz seine Wirkung, also von der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite kann geclickt werden. Die Belohnung sollte dennoch unverz\u00fcglich folgen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab wann fange ich mit meiner Erziehung f\u00fcr den Hund an? 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