{"id":255,"date":"2019-08-21T13:33:55","date_gmt":"2019-08-21T11:33:55","guid":{"rendered":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/?p=255"},"modified":"2025-11-12T12:00:58","modified_gmt":"2025-11-12T11:00:58","slug":"gassi-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/gassi-gehen\/","title":{"rendered":"So macht das Gassi gehen nicht nur deinem Hund Freude"},"content":{"rendered":"<p>Das Gassigehen mit einem Vierbeiner kann ein entspanntes Erlebnis f\u00fcr den Hund und auch den Besitzer sein.<!--more-->Vorausgesetzt nat\u00fcrlich die Fellnase gehorcht, zieht nicht an der Leine und kann auch mal frei laufen und sich austoben. Immer wieder klagen Hundebesitzer allerdings \u00fcber folgende Probleme:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Hund zieht an der Leine<\/li>\n<li>Er kann nicht frei gelassen werden, weil sein Jagdtrieb zu stark ist<\/li>\n<li>Er vertr\u00e4gt sich nicht mit anderen Hunden<\/li>\n<li>Er gehorcht nicht, wenn man ihn ruft<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schnell wird ein eigentlich entspannter Spaziergang zu einem Albtraum. Dabei sind die besten Freunde des Menschen sehr gelehrig und mit ein paar einfachen \u00dcbungen wird jeder Spaziergang wieder zu einem freudigen Erlebnis f\u00fcr alle beteiligten. Den Jagdtrieb kann man zwar keinen Hund abgew\u00f6hnen, aber man kann ihn umlenken, zum Beispiel indem der Hund beim Spazieren nach seinem Futter jagen muss. Auch das st\u00e4ndige Ziehen an der Leine kann mit etwas Konsequenz wieder abtrainiert werden. Am einfachsten ist es allerdings einen jungen Hund direkt richtig zu erziehen, um sp\u00e4ter die genannten Probleme zu vermeiden.<\/p>\n<h2>Gassi gehen mit einem Welpen<\/h2>\n<p>Nach langen Wochen des Wartens ist der neue Welpe endlich Zuhause eingezogen. Doch nun folgen einige Wochen und Monate harter Arbeit, damit der kleine Liebling zu einem gut erzogenen Hund aufw\u00e4chst und nicht irgendwann zu einem wirklichen Problem wird. Vor der Anschaffung eines Hundes sollten die zuk\u00fcnftigen Besitzer unbedingt dar\u00fcber nachdenken, ob sie die n\u00f6tige Zeit f\u00fcr einen Hund, gerade f\u00fcr einen Welpen, aufbringen k\u00f6nnen. Ein Welpe kann anfangs nicht alleine bleiben und muss regelm\u00e4\u00dfig vor die T\u00fcr gelassen werden. Zudem muss jeden Tag mit ihm ge\u00fcbt werden. Es ist viel Zeit notwendig. Bei den ersten Spazierg\u00e4ngen in der neuen Umgebung sollte der Welpe in vorerst die Chance bekommen, alles in Ruhe erschnuppern zu k\u00f6nnen und seine neue Heimat langsam zu erkunden. Erst nach einer Woche kann mit dem Training angefangen werden. So wird der kleine Hund nicht \u00fcberlastet.<\/p>\n<h3>Auf dei L\u00e4nger der Spazierg\u00e4nge achten<\/h3>\n<p>Die Spazierg\u00e4nge sollten Anfangs nicht l\u00e4nger als 15-20 Minuten sein und in der direkten Umgebung stattfinden. Der Welpe muss zuerst lernen wo er hingeh\u00f6rt. Ein junger Hund sollte auch niemals sofort von der Leine gelassen werden. Zuerst muss eine Bindung zwischen dem neuen Besitzer und dem Welpen entstehen. Zudem sollte sichergestellt sein, dass der Vierbeiner seinen Namen kennt und darauf h\u00f6rt. Eine Schleppleine eignet sich optimal f\u00fcr das R\u00fcckruftraining. Sie erm\u00f6glicht dem Hund au\u00dferdem den n\u00f6tigen Freiraum beim Spazieren und er lernt langsam das Gef\u00fchl kennen sich weiter von seinem Besitzer entfernen zu k\u00f6nnen. In Notsituationen bietet die Schleppleine aber auch Sicherheit.<\/p>\n<h3>Sozialverhalten durch Gassigehen st\u00e4rken<\/h3>\n<p>Der Welpe sollte auch von Beginn an bereits Kontakt zu anderen Hunden haben. Ob bei Spazierg\u00e4ngen oder in einer Hundeschule spielt dabei keine Rolle. Hundebesitzer sollten allerdings darauf achten, dass der Hund vor allem in den ersten Lebensmonaten keine schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden macht oder wom\u00f6glich sogar gebissen wird. Dies hat starke Auswirkungen auf das Sozialverhalten des Hundes und er k\u00f6nnte anderen Vierbeinern zuk\u00fcnftig aggressiv oder sehr \u00e4ngstlich begegnen. Der kleine Welpe sollte auch in den ersten Wochen lernen bei Fu\u00df zu laufen. Dies wird zuk\u00fcnftige Spazierg\u00e4nge viel entspannter machen. Mit einigen Leckerlis und ausreichend Durchhalteverm\u00f6gen lernt der junge Hund schnell. Neben der Schleppleine bietet sich zum Trainieren eine kurze Leine an. Flexi-Leinen sind f\u00fcr Welpen nicht geeignet. Bei einem versehentlichen Loslassen der Leine w\u00fcrde sie den Welpen sehr erschrecken. Er k\u00f6nnte weglaufen oder die Leine k\u00f6nnte ihn sogar verletzen.<\/p>\n<h3>Auf Sicherung achten<\/h3>\n<p>Au\u00dferdem sollte ein Welpe beim Spaziergang ausreichend gesichert sein. Ein Halsband alleine reicht nicht aus. Besser ist ein zus\u00e4tzliches Sicherheitsgeschirr. Dieses bietet dem Hund auch in Stresssituation keine M\u00f6glichkeit daraus zu entkommen. Der Welpe muss lernen, dass sein Frauchen oder Herrchen von nun an schwierige Situationen f\u00fcr ihn kl\u00e4rt und er sich nicht f\u00fcrchten muss, zum Beispiel vor gr\u00f6\u00dferen Hunden oder anderen Tieren, wie Pferde oder K\u00fchen, die ihm in der Natur begegnen. Besitzer sollten immer darauf achten die Angst eines Hundes zu akzeptieren und ihn zu nichts zwingen. M\u00f6chte der kleine Welpe nicht direkt an einem Pferd vorbeilaufen, sollte der Besitzer den Wunsch und die Angst seines Hundes ber\u00fccksichtigen und einen Bogen laufen. Dieser Bogen kann nach und nach verkleinert werden. Irgendwann wird der Welpe erkennen, dass er nichts zu bef\u00fcrchten hat und seinem Besitzer vertrauen kann. Vertrauen ist eine wichtige Grundlage f\u00fcr eine erfolgreiche Hundeerziehung.<\/p>\n<h2>Gassi gehen in Gro\u00dfst\u00e4dten (am Beispiel von Berlin und Hamburg)<\/h2>\n<p>In einer gro\u00dfen Stadt (z.B Berlin oder Hamburg) sollte ein Hund generell nicht von der Leine gelassen werden. Durch ein hohes Verkehrsaufkommen kann die Fellnase schnell gef\u00e4hrdet werden. Auch ein Hund, der das Leben in der Stadt und die Spazierg\u00e4nge an einer stark befahrenen Stra\u00dfe kennt, kann sich mal erschrecken und pl\u00f6tzlich auf die Stra\u00dfe springen. Zudem gibt es in vielen St\u00e4dten, wie auch in Berlin und Hamburg, eine Leinenpflicht f\u00fcr Hunde. Das bedeutet, dass der Hund im Stadtgebiet immer an der Leine zu f\u00fchren ist. Dies gilt f\u00fcr Bahnh\u00f6fe, \u00f6ffentliche Einrichtungen, Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, in Gr\u00fcnfl\u00e4chen wie Parks oder Stadtg\u00e4rten, bei \u00f6ffentlichen Veranstaltungen und in vielen weiteren Zonen. Die meisten St\u00e4dte bieten Hundewiesen oder bestimmte Gebiete an in denen der Hund abgeleint werden kann und sich austoben darf. In Hamburg gibt es au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit durch eine sogenannte Gehorsamspr\u00fcfung die Leinenpflicht zu umgehen. Der Vierbeiner muss dann nur an besonders ausgezeichneten Stellen angeleint werden. Auch in Berlin gibt es diese M\u00f6glichkeit. Wenn der Hund allerdings keinen besonderen Nachweis besitzt, drohen bei einem Versto\u00df Bu\u00dfgelder.<\/p>\n<p>Bei der Haltung eines Listenhundes sind die Regeln versch\u00e4rft. Hunde, wie Pit Bull Terrier oder Staffordshire Bullterrier, m\u00fcssen immer an der Leine gef\u00fchrt werden und zudem in Stadtgebieten einen Maulkorb tragen. Auch f\u00fcr andere Hunderassen, die aggressiv auff\u00e4llig werden, kann eine versch\u00e4rfte Leinenpflicht oder Maulkorbpflicht angeordnet werden.<\/p>\n<p>Generell sollten die Hundebesitzer bei Spazierg\u00e4ngen in gro\u00dfen St\u00e4dten darauf achten, dass andere Passanten durch den eigenen Hund nicht gest\u00f6rt oder gef\u00e4hrdet werden. In Stadtgebieten mit vielen Menschen muss besonders r\u00fccksichtsvoll gehandelt werden um Probleme zu vermeiden. Dies ist auch ganz im Sinne des Hundes. Wenn etwas passiert, ist es immer der Hunde, der schuldig ist. Hundebesitzer sollten dies immer bedenken. Auch zum Schutz der eigenen Fellnase.<\/p>\n<h2>Mein Hund will nicht Gassi gehen, was ist los?<\/h2>\n<p>Ein Hund will regelm\u00e4\u00dfig Spazieren gehen. Diese Annahme ist grundlegend falsch. Spazieren gehen ist eine Erfindung der Menschen. Ein Hund, der in freier Natur lebt, w\u00fcrde niemals mehrmals am Tag sein Revier verlassen um einen Spaziergang zu unternehmen. Ein Hund m\u00f6chte aber ausgelastet werden und sich regelm\u00e4\u00dfig erleichtern. Der Spaziergang bietet daf\u00fcr eine optimale L\u00f6sung. Allerdings sollte es Besitzer nicht verwundern, wenn ein Hund auch mal nicht Gassi gehen m\u00f6chte. Es gibt bestimmte Hunderassen, zum Beispiel den Kangal, der als reiner Wachhund gez\u00fcchtet wurde. Sein Grundst\u00fcck w\u00e4hrend eines Spaziergangs unbeaufsichtigt zur\u00fcck zulassen, geht gegen die Natur dieses Hundes. Es ist f\u00fcr ihn ganz nat\u00fcrlich nur sein Revier zu besch\u00fctzen und fremde Eindringlinge abzuschrecken. Das Grundst\u00fcck zu verlassen und nicht seiner Aufgabe nachgehen zu k\u00f6nnen versetzen Wach- und H\u00fctehunde in eine enorme Stresssituation. Alternativen um einen Hund auszulasten sind Spiele auf dem eigenen Grundst\u00fcck oder das Trainieren von Tricks. Auch das Verstecken von Leckerlies im Garten macht Hunden wahnsinnig viel Spa\u00df und sie trainieren ihren Geruchssinn. Dass ein Hund nicht spazieren gehen will, bedeutet aber nicht immer, dass er sich nicht l\u00f6sen muss. Jedem Hund sollte mehrmals am Tag die M\u00f6glichkeit gegeben werden sich zu erleichtern, in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund warum ein Hund nicht raus gehen m\u00f6chte, kann auch Regen oder zu hei\u00dfes Wetter sein. Einige Hunde m\u00f6gen keinen Regen und verzichten gerne auf einen langen und ausgedehnten Spaziergang. Vielleicht auch ganz zur Freude des Besitzers.<\/p>\n<h2>Gassigeher gesucht<\/h2>\n<p>Da die meisten Hundebesitzer am Tag mehrere Stunden arbeiten gehen, suchen viele einen geeigneten Gassigeher, der die Aufgabe einmal oder mehrmals t\u00e4glich \u00fcbernimmt. Im Internet finden sich zahlreiche Seiten, an denen viele Menschen anbieten, mit dem Hund Gassi zu gehen, wenn der Besitzer verhindert ist. Der Hundebesitzer sollte den Gassigeher immer mit den Eigenschaften und dem Verhalten seines Hundes vertraut machen, um Unf\u00e4lle oder das Weglaufen des Hundes zu verhindern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gassigehen mit einem Vierbeiner kann ein entspanntes Erlebnis f\u00fcr den Hund und auch den Besitzer sein.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":259,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-255","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ratgeber-hund","comments-off"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=255"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1192,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255\/revisions\/1192"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}