{"id":201,"date":"2019-07-11T15:42:31","date_gmt":"2019-07-11T13:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/?page_id=201"},"modified":"2020-04-28T18:42:48","modified_gmt":"2020-04-28T16:42:48","slug":"fci-gruppen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/fci-gruppen\/","title":{"rendered":"FCI-Gruppen: So werden Hunderassen eingeteilt"},"content":{"rendered":"<p>FCI, kurz f\u00fcr F\u00e9d\u00e9ration Cynologique Internationale, ist die Einteilung von Hunderassen in verschiedene Gruppen. <!--more--><\/p>\n<p>Der kynologische Dachverband ist jedoch nicht f\u00fcr Hunderasseneinteilung zust\u00e4ndig, sondern setzt Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die Z\u00fcchtung sowie der Rasse. In anderen Worten werden bestimmte Beschreibungen der Rasse festgelegt, welche auf den jeweiligen Hund zutreffen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Infolgedessen muss eine Rasse zuerst diesen Prozess durchlaufen, bevor sie \u00fcberhaupt anerkannt wird. Der folgende Artikel besch\u00e4ftigt sich mit dem Thema FCI. Woher kommt dieser Begriff? Nach welchen Ma\u00dfst\u00e4ben werden Hunderassen eingeteilt und wie viele Gruppen gibt es eigentlich?<\/p>\n<h2>Die Entwicklungsgeschichte der FCI<\/h2>\n<p>Die F\u00e9d\u00e9ration Cynologique Internationale wurde am 22. Mai 1911 gegr\u00fcndet. Beteiligt haben sich an dieser Entstehung die Verb\u00e4nde aus Frankreich, Deutschland, \u00d6sterreich, den Niederlanden und Belgien. Grunds\u00e4tzlich war die Idee dahinter, der Rassehundezucht Schutz und Unterst\u00fctzung zu bieten.<\/p>\n<p>Die Arbeit des Verbandes wurde jedoch w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges auf Eis gelegt. Eine Neugr\u00fcndung fand erst im Jahr 1921 statt. Verantwortlich hierf\u00fcr war ein belgischer und franz\u00f6sischer Rasseverband.<\/p>\n<h2>Wer geh\u00f6rt zu diesem Verband?<\/h1>\n<p>Die Institution z\u00e4hlt mittlerweile 94 L\u00e4nder. Pro Land gibt es jedoch nur einen Verband. Als Vollmitglieder sind grunds\u00e4tzlich L\u00e4nder aus Nord- und S\u00fcdamerika, Europa, Afrika, Karibik, Asien sowie dem Mittleren Osten bekannt.<\/p>\n<p>Ihren Sitz hat die FCI in Belgien, Thuin. Mittlerweile werden weltweit 346 unterschiedliche Hunderassen anerkannt. In erster Linie ist es diesen anerkannten Hunden erlaubt, den FCI-Titel sowie das CACIB zu erlangen. Dennoch gibt es Rassen, die bislang nur als provisorisch anerkannt wurden. Ist daher beispielsweise eine bestimmte Hunderasse nur provisorisch vermerkt, kann sie zwar den FCI-Titel erhalten, hat aber keine Chance auf das CACIP.<\/p>\n<p>Jedes dazugeh\u00f6rige Land \u201ebesitzt\u201c quasi eine Rasse und erstellt die eigenen Rassestandards f\u00fcr das Tier. Diese Standards gehen an den Ausstellungsrichter und dienen als Grundlage f\u00fcr die Bewertung. In diesem Protokoll werden daher die idealen Eigenschaften einer bestimmten Rasse festgelegt.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen z\u00e4hlt die FCI zum gr\u00f6\u00dften Dachverband auf der ganzen Welt. Sie werden jedoch dicht gefolgt vom KC und AKC, dem Britisch Kennel Club und American Kennel Club.<\/p>\n<h2>FCI-Gruppen \u2013 Die Einteilung<\/h2>\n<p>Jede vom FCI anerkannte Hunderasse muss bestimmte Standards erf\u00fcllen, um eine reinrassige Zucht zu erm\u00f6glichen. Aus diesem Grund werden sie in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Es gibt im Moment zehn FCI-Gruppen.<\/p>\n<ul class=\"ultv\">\n<li>FCI-Gruppe #1: Treib- und H\u00fctehunde<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #2: Pinscher und Schnauzer, Schweizer Sennenhunde und Molosser<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #3: Terrier<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #4: Dachshunde<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #5: Hunde vom Urtyp oder Spitz<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #6: Schwei\u00dfhunde, Laufhunde und \u00e4hnliche<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #7: Vorstehhunde<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #8: Apportier-, St\u00f6ber- und Wasserhunde<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #9: Gesellschafts- und Begleithunde<\/li>\n<li>FCI-Gruppe #10: Windhunde<\/li>\n<\/ul>\n<h3>FCI-Gruppe #1: Treib- und H\u00fctehunde<\/h3>\n<p>Zur ersten FCI-Gruppe z\u00e4hlen <strong>H\u00fcte- und Treibhunde<\/strong>. Diese werden in zwei weitere Sektionen unterteilt: Sch\u00e4fer und Treibhunde \u2013 Schweizer Sennenhund ist hierbei ausgenommen. Beide Arten sind Arbeitshunde und besitzen einen starken Arbeitswillen. Hunde der ersten Gruppe sind \u00fcberaus intelligent, agil und wachsam.<\/p>\n<p>43 Hundearten werden in dieser Gruppe anerkannt, wobei jedoch lediglich drei zur Sektion der Treibhunde geh\u00f6ren. Der Rest geh\u00f6rt Sektion eins der Sch\u00e4ferhunde an. Beispiele hierf\u00fcr sind folgende:<\/p>\n<ul>\n<li>Australian Kelpie<\/li>\n<li>Belgischer Sch\u00e4ferhund<\/li>\n<li>Altenglischer Sch\u00e4ferhund<\/li>\n<li>Shetland Sheepdog<\/li>\n<li>Welsh Corgi<\/li>\n<li>Deutscher Sch\u00e4ferhund<\/li>\n<li>Niederl\u00e4ndischer Schapendoes<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu den Treibhunden z\u00e4hlen der Ardennen-Treibhund, der australische Treibhund sowie der flandrische Treibhund.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #2: Pinscher und Schnauzer, Schweizer Sennenhunde und Molosser<\/h3>\n<p>Grunds\u00e4tzlich haben Hunde dieser Gruppe den Jagd- und Schutztrieb gemeinsam. Rassen dieser Art sind nicht nur hilfsbereit, sondern verf\u00fcgen auch \u00fcber ein besonders ausgepr\u00e4gtes Territorialbewusstsein.<\/p>\n<p>Wer sich in der FCI-Gruppe-2 auskennt, wei\u00df um die Bellfreudigkeit der Vierbeiner nur allzu gut Bescheid. Die Rassen werden jedoch noch einmal in drei weitere Sektionen unterteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Schnauzer und Pinscher<\/li>\n<li>2. Molossoide<\/li>\n<li>3. Schweizer Sennenhunde<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gute Beispiele der ersten Sektion sind der Dobermann, der Zwergpinscher sowie der \u00f6sterreichische Pinscher. Des Weiteren geh\u00f6ren der Sektion auch Riesenschnauzer, Zwergschnauzer, Affenpinscher sowie der Deutsche Pinscher an.<\/p>\n<p>In dieser FCI-Gruppe werden rund 27 Molossoide gez\u00e4hlt. Gute Beispiele hierf\u00fcr sind der Deutsche Boxer oder die Deutsche Dogge. Auch Bulldoggen, Rotweiler, Bernhardiner und Pyren\u00e4en-Berghunde geh\u00f6ren dieser Gruppe an.<\/p>\n<p>Schweizer Sennenhunde sind Arbeitstiere, wodurch sie ebenfalls in die erste FCI-Gruppe passen w\u00fcrden. Zu unterscheiden gelten hier der Appenzeller Sennenhund, der Schweizer Sennenhund sowie der Berner Sennenhund.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #3: Terrier<\/h3>\n<p>Die Gruppe der Terrier wird ebenfalls in vier weitere Sektionen unterteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Hochl\u00e4ufig<\/li>\n<li>Niederl\u00e4ufig<\/li>\n<li>Bullartig<\/li>\n<li>Zwerg<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hunderassen dieser FCI-Gruppe besitzen sehr viel Selbstbewusstsein und gelten als \u00e4u\u00dferst spielfreudig, treu und anh\u00e4nglich.<\/p>\n<p>34 Hunderassen sind in diesem Sektor anerkannt. In der ersten Unterteilung finden sich <strong>hochl\u00e4ufige Terrier<\/strong> wie der Deutsche Jagdterrier, der Border Terrier sowie der Irische Terrier. Zu den <strong>niederl\u00e4ufigen Terriern<\/strong> z\u00e4hlen der Norfolk Terrier, der Scottish Terrier, der Japanische- und Tschechische Terrier.<br \/>\nIn Sektion drei geh\u00f6rt beispielsweise der Bull Terrier und im Zwerg-Terrier-Bereich sticht besonders der Yorkshire Terrier hervor.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #4: Dachshunde<\/h3>\n<p>In dieser Gruppe findet sich lediglich eine Sektion, n\u00e4mlich die der Dachshunde. Sie sind mit ihren kurzen Beinen und langem K\u00f6rper kaum zu \u00fcbersehen. Dachshunde gelten jedoch als \u00fcberaus flink und lernf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Das Fell des Hundes kann entweder <strong>rau-, kurz- oder langhaarig<\/strong> sein.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #5: Hunde vom Urtyp oder Spitz<\/h3>\n<p>45 Hunderassen z\u00e4hlt diese Gruppe, welche sich aufgrund ihres Aussehens relativ \u00e4hnlich sehen. Merkmale dieser Spezies sind vor allem die spitze Nase sowie die hochragenden Ohren. Die FCI-Gruppe-5 wird in sieben Sektionen unterteilt.<\/p>\n<p>Sektion eins bis drei ist bekannt f\u00fcr <strong>nordische Hunderassen<\/strong>. Paradebeispiele f\u00fcr <strong>Schlittenhunde<\/strong> sind der Samojede sowie der Siberian Husky. Zu den <strong>nordischen Jagdhunden<\/strong> z\u00e4hlt der Norwegische Lundehund. Bekannter Vertreter der <strong>Wach- und H\u00fctehunde<\/strong> ist der Finnische Lapphund.<\/p>\n<p>Weitere Sektionen sind der <strong>europ\u00e4ische<\/strong> und <strong>asiatische Spitz<\/strong>. Der deutsche Spitz ist ein bekanntes europ\u00e4isches Beispiel, wohingegen der Chow Chow und Shiba in Asien \u00fcberaus belieb ist.<\/p>\n<p>Hunde der Sektion <strong>Urtyp<\/strong> sind mitunter ideal f\u00fcr die Jagd und \u00e4hneln optisch gesehen dem Windhund. FCI-Rassen sind hierbei der Mexikanische Nackthund sowie der Kanaan Hund.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #6: Schwei\u00dfhunde, Laufhunde und \u00e4hnliche<\/h3>\n<p>In dieser Gruppe befinden sich die guten J\u00e4ger. Zusammengez\u00e4hlt finden sich hier fast 70 Rassen, wobei 64 davon zur Sektion der <strong>Laufhunde<\/strong> geh\u00f6ren. Kleine Vertreter dieser Art sind der Basset Hound, der Bluthund sowie der Beagle.<\/p>\n<p>Zu den <strong>Schwei\u00dfhunden<\/strong> z\u00e4hlen jedoch nur drei Rassen: der Alpenl\u00e4ndischer Dachsbracke, der Gebirgsschwei\u00dfhund sowie der Hannover\u2019sche Schwei\u00dfhund.<\/p>\n<p>Im Sektor <strong>\u201e\u00c4hnliches\u201c<\/strong> werden Hundearten wie der Rhodesian Ridgeback und Dalmatiner beschrieben.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #7: Vorstehhunde<\/h3>\n<p>Auch in dieser FCI-Gruppe gelten die Vierbeiner als \u00fcberaus gute Jagdkumpanen. Es wird hierbei zwischen <strong>kontinentalen<\/strong>, <strong>britischen<\/strong> und <strong>irischen Vorstehhunden<\/strong> unterschieden. Rund 36 Hunderassen sind in diesen Bereichen bekannt.<\/p>\n<p>Zu den kontinentalen Vorstehhunden z\u00e4hlen folgende Rassen: Deutsch Kurzhaar, Weimaraner, Kleiner M\u00fcnsterl\u00e4nder sowie Deutsch Langhaar. Der Irish Red Setter sowie der English Pointer z\u00e4hlen zu den irischen und britischen Vorstehhunden.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #8: Apportier-, St\u00f6ber- und Wasserhunde<\/h3>\n<p>Die drei Sektionen sind in 22 Hunderassen unterteilt, wobei unterschieden wird zwischen:<\/p>\n<ul>\n<li>Apportierhunde<\/li>\n<li>St\u00f6berhunde<\/li>\n<li>Wasserhunde<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jegliche Retrieverarten geh\u00f6ren der Sektion eins an. Zu den St\u00f6berhunden z\u00e4hlen der English- sowie der American Cocker Spaniel.<\/p>\n<p>Der American Water Spaniel sowie der Wetterhoun sind bekannte Beispiele der Wasserhunde.<\/p>\n<h3>FCI-Gruppe #9: Gesellschafts- und Begleithunde<\/h3>\n<p>Hunderassen dieser Gruppe werden in elf weitere Sektionen unterteilt. Dennoch sind in diesem Bereich nur knapp 26 Hunderassen vertreten, die allesamt \u00e4u\u00dferst menschenbezogen sind. Besonders bekannte Vertreter dieser Gruppe sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Malteser<\/li>\n<li>Pudel<\/li>\n<li>Chihuahua<\/li>\n<li>Mops<\/li>\n<li>Franz\u00f6sische Bulldogge<\/li>\n<li>Boston Terrier<\/li>\n<\/ul>\n<h3>FCI-Gruppe #10: Windhunde<\/h3>\n<p>Diese Gruppe umfasst die Rasse der Windhunde und wird ebenfalls in drei Sektionen unterteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Langhaar<\/li>\n<li>Rauhaar<\/li>\n<li>Kurzhaar<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Tiere werden in diesem Fall aufgrund ihres Fells unterschieden. Grunds\u00e4tzlich gelten sie ebenfalls als Jagdhunde. Es werden derzeit dreizehn Arten von der FCI anerkannt. Der Afghanische Windhund ist ein besonderer Vertreter der langhaarigen Windhunde. Bei den kurzhaarigen ist unter anderem der Greyhound bekannt und zu den rauhaarigen Windhunden z\u00e4hlen beispielsweise der Irische Wolfshund sowie der Schottische Hirschhund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FCI, kurz f\u00fcr F\u00e9d\u00e9ration Cynologique Internationale, ist die Einteilung von Hunderassen in verschiedene Gruppen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-201","page","type-page","status-publish","hentry","comments-off"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":204,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/201\/revisions\/204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}