{"id":1582,"date":"2021-10-21T08:25:44","date_gmt":"2021-10-21T06:25:44","guid":{"rendered":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/?page_id=1582"},"modified":"2021-12-03T07:18:26","modified_gmt":"2021-12-03T06:18:26","slug":"maus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/maus\/","title":{"rendered":"M\u00e4use als Haustiere"},"content":{"rendered":"<p>M\u00e4use sind beliebte <a href=\"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/haustiere-fuer-singles\/\">Haustiere<\/a>, da sie vergleichsweise anspruchslos und einfach in der Haltung sind.\u00a0In den heimischen Gehegen sind Farb- oder persische Rennm\u00e4use am meisten zu finden.\u00a0Was bei der artgerechten Haltung unbedingt beachtet werden sollte, wird in diesem Artikel beschrieben.<\/p>\n<h2>Wesen und Charakter<\/h2>\n<p>Farbm\u00e4use stammen von der Hausmaus ab und klettern gerne. Rennm\u00e4use sind gr\u00f6\u00dfer, brauchen mehr Platz und lieben es, zu buddeln.<\/p>\n<p>M\u00e4use sind wechselaktive Tiere. Dies bedeutet, dass sie ein paar Stunden schlafen, ein paar Stunden aktiv sind und dann wieder schlafen. Bei einer richtigen Haltung k\u00f6nnen die M\u00e4use sich die M\u00e4use jedoch auch an den Rhythmus des Menschen gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>M\u00e4use sollten auf keinen Fall geweckt werden, wenn sie schlafen. Dies l\u00f6st bei den Tieren psychischen Stress aus und macht sie krank.<\/p>\n<p>Es gibt zwar auch Tiere, die l\u00e4nger oder k\u00fcrzer leben, die durchschnittliche Lebenserwartung von M\u00e4usen liegt jedoch bei anderthalb bis zwei Jahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1584 size-donovan-list-post\" src=\"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/maus-wild-600x450.jpg\" alt=\"Maus\" width=\"600\" height=\"450\" \/><\/p>\n<h2>Herkunft &amp; Geschichte<\/h2>\n<p>M\u00e4use leben schon seit Jahrhunderten in der N\u00e4he von Menschen, da hier immer gen\u00fcgend Nahrung vorhanden ist.<\/p>\n<p>Haupts\u00e4chlich sind die Tiere auf Feldern und \u00c4ckern zu finden, da hier gen\u00fcgend Getreide zur Verf\u00fcgung steht. Jedoch sind wild-lebende M\u00e4use ebenfalls in der Stadt, meist in der N\u00e4he von Abfallcontainern oder in der Kanalisation ans\u00e4ssig.<\/p>\n<h2>\u00dcberlegungen vor der Anschaffung<\/h2>\n<p>Als Erstes sollte man sich \u00fcberlegen, welche M\u00e4useart man sich gerne anschaffen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr jemanden, der noch nie eine Maus als Haustier hatte, empfiehlt sich die Haltung von Farbm\u00e4usen. Sie ben\u00f6tigen nicht so viel Platz wie Rennm\u00e4use und werden sehr schnell handzahm.<\/p>\n<p>Sehr wichtig ist, dass nur Tiere von einer M\u00e4userasse in einem Gehege gehalten werden. Mischt man z.B. Farbm\u00e4use und Rennm\u00e4use, kann dies gef\u00e4hrlich f\u00fcr die einzelnen Tiere werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reinigung. Im Vorfeld sollte jedem bewusst sein, dass mit der Anschaffung einer M\u00e4usegruppe auch die Reinigung des Geheges ansteht. Dies sollte bei einer Gruppe von vier Farbm\u00e4usen und einem K\u00e4fig von 0,5 qm alle drei Wochen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Bei persischen Rennm\u00e4usen kann die S\u00e4uberung des K\u00e4figs auch alle vier Wochen durchgef\u00fchrt werden.\u00a0Es sollte nicht die komplette Streu auf einmal gewechselt werden, da die M\u00e4use sonst ihre Duftspur verlieren und dies die Tiere unn\u00f6tig stresst.<\/p>\n<p>Vor der Anschaffung sollte ebenfalls bedacht werden, dass immer nur eine Gruppe ab vier Tieren (und aufw\u00e4rts) gehalten werden sollte. Eine Gruppe von M\u00e4usen unter drei Tieren ist keine artgerechte Haltung und w\u00fcrde dementsprechend das soziale Gef\u00fcge der Tiere sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Es wird davon empfohlen eine Gruppe von sechs M\u00e4usen zu halten, da so das Sozialverhalten der M\u00e4use am besten ist.\u00a0Eine reine Gruppe aus Weibchen ist gerade f\u00fcr den Anfang zu empfehlen, da diese am einfachsten zu pflegen sind.\u00a0Von einer Gruppe aus M\u00e4nnchen sollte abgesehen werden, da diese meist sehr instabil und von Rivalit\u00e4tsk\u00e4mpfen der B\u00f6cke gepr\u00e4gt ist.\u00a0In eine Gruppe aus Weibchen kann jedoch ein kastriertes M\u00e4nnchen gesetzt werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer gro\u00dfer Vorteil von gr\u00f6\u00dferen Gruppen ist, dass die Kleintiere dadurch zutraulicher werden. In einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe sind die M\u00e4use weniger \u00e4ngstlich und lernen dadurch schneller, sich an Menschen zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1585 size-donovan-list-post\" src=\"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Gruppe-von-Maeusen-600x450.jpg\" alt=\"M\u00e4use in der Gruppe\" width=\"600\" height=\"450\" \/><\/p>\n<p>Sofern kein Nachwuchs gew\u00fcnscht ist, sollte bei der Anschaffung einer m\u00e4nnlichen Maus, in jedem Fall darauf geachtet werden, dass dieser bereits kastriert ist. Eine nachtr\u00e4gliche Kastration ist mit zus\u00e4tzlichen Kosten verbunden. Diese k\u00f6nnen je nach Tierarzt und Narkose-Art bei bis zu 100 \u20ac liegen.<\/p>\n<p>Mit einer der wichtigsten Punkte ist der Geruch der M\u00e4use. Vor der Anschaffung sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein, dass M\u00e4use einen speziellen Eigengeruch mit sich bringen.<\/p>\n<p>Wie oben angesprochen, ist dies auch bei der Anschaffung von Gruppen entscheidend. Bei einer Gruppe nur aus Weibchen ist der Geruch weniger intensiv.<\/p>\n<p>Leider ist der Eigengeruch der M\u00e4use einer der Hauptgr\u00fcnde, warum diese nach der Anschaffung wieder abgegeben werden. Dementsprechend sollte hier vorher gut \u00fcberlegt werden.\u00a0Je nach menschlichem Empfinden kann der Geruch mehr oder weniger dominant wirken. Damit es nach der Anschaffung zu keinem b\u00f6sen Erwachen kommt und der Geruch nicht mehr auszuhalten ist, empfiehlt es sich in einer Tierhandlung oder im \u00f6rtlichen Tierheim einmal eine &#8220;Geruchsprobe&#8221; zu machen.<\/p>\n<h2>Kosten<\/h2>\n<p>F\u00fcr den K\u00e4fig inklusive der Ausstattung, wie Futternapf und Tr\u00e4nke sollten am Anfang 100 \u20ac einberechnet werden.<\/p>\n<p>Eine Maus kostet in der Zoohandlung ungef\u00e4hr 10 \u20ac. Kastrierte M\u00e4nnchen k\u00f6nnen etwas teurer sein. Bei der Anschaffung eines Tieres bietet sich auch hier der Weg ins \u00f6rtliche Tierheim an, in welchem auch M\u00e4use unter zahlreichen anderen Tieren auf ein neues Zuhause warten.<\/p>\n<p>Monatlich fallen ca. 20 \u20ac f\u00fcr Futter, Streu oder getrocknetes Heu an.\u00a0Gerade bei Letzterem l\u00e4sst sich sparen, wenn bei einem Wochenendspaziergang oder aus dem heimischen Garten frisches Gras geerntet und zu Hause getrocknet wird.<\/p>\n<h2>Geeignete Ern\u00e4hrung<\/h2>\n<p>Farb- und persische Rennm\u00e4use k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich identisch ern\u00e4hrt werden. Die Hauptnahrung besteht, wie in der freien Wildbahn, aus K\u00f6rnern und Samen. Getreidekorn, wie Weizen oder Roggen bieten sich hier gut an und k\u00f6nnen kosteng\u00fcnstig entweder in der Zoohandlung oder auch im Supermarkt gekauft werden.<\/p>\n<p>Damit es den kleinen Nagern richtig gut geht, sollte das Tierfutter mit Mehlw\u00fcrmern angereichert werden. Diese sind f\u00fcr den Eiwei\u00df-Bedarf der Tiere wichtig und k\u00f6nnen in der Zoohandlung erworben werden. Optional kann auch etwas Quark oder ein hart gekochtes Eigelb gegeben werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung sollte immer noch etwas Obst und Gem\u00fcse, klein geschnitten, in den Futternapf gegeben werden.\u00a0Pro Maus sollte mindestens ein Teel\u00f6ffel mit Getreide t\u00e4glich gef\u00fcttert werden.\u00a0Die Nager sollten st\u00e4ndig Wasser zur Verf\u00fcgung haben, da dies lebenswichtig f\u00fcr die Tiere ist.<\/p>\n<p>Hier bieten sich spezielle Tr\u00e4nken an, die an der K\u00e4figwand befestigt werden. F\u00fcr eine nat\u00fcrliche Trinkhaltung kann auch eine Schale mit Wasser direkt im Gehege den M\u00e4usen zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Der Nachteil ist hier, dass der Napf oder Schale durch Streu oder Kot der Tiere verunreinigt wird. So sollte hier das Wasser mehrmals am Tag gewechselt werden.\u00a0Die Schale muss au\u00dferdem alle zwei Tage gr\u00fcndlich mit einem Schwamm gereinigt werden.<\/p>\n<p>Damit die Tiere, wie auch in der freien Wildbahn l\u00e4nger mit der Futtersuche besch\u00e4ftigt sind, kann eine kleine Kiste dienen, in welcher die Nahrung versteckt ist. So k\u00f6nnen die M\u00e4use gem\u00e4\u00df ihrem Instinkt nach dem Futter suchen.<\/p>\n<h2>Gr\u00f6\u00dfe und Ausstattung des Geheges<\/h2>\n<p>Das Mindestma\u00df des Geheges f\u00fcr eine Gruppe von vier Farbm\u00e4usen betr\u00e4gt 0,5 Quadratmeter.<\/p>\n<p>Bei der H\u00f6he des Geheges sollten 60 cm nicht unterschritten werden, da die Nager gerne klettern und so dem nat\u00fcrlichen Trieb nachgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jedoch sollte man bei der H\u00f6he des Geheges nicht \u00fcbertreiben, da die M\u00e4use auch beim Klettern fallen und sich somit verletzen k\u00f6nnten. Eine Fallh\u00f6he innerhalb des K\u00e4figs von ungef\u00e4hr 30 cm sollte hier das Maximum sein.\u00a0Um dies zu vermeiden, kann der Innenraum mit Plattformen, Leitern oder \u00c4sten ausgestattet werden.<\/p>\n<p>Auch Zubeh\u00f6r aus der Vogelabteilung in der Tierhandlung eignen sich f\u00fcr die Innenausstattung des Geheges.<\/p>\n<p>Bei der Gesamtgr\u00f6\u00dfe des Geheges ist folgende Faustregel gut zu merken:\u00a0F\u00fcr jedes Tier, welches in die Gruppe dazukommt, sollte die Gr\u00f6\u00dfe des Geheges um 0,1 qm erweitert werden.\u00a0F\u00fcr Rennm\u00e4use sollte das Gehege ungef\u00e4hr 20 % gr\u00f6\u00dfer sein, als f\u00fcr Farbm\u00e4use. Auch sind sie keine gro\u00dfen Kletterer und halten sich meist am Boden des Geheges auf.<\/p>\n<p>M\u00e4use sind grunds\u00e4tzlich sehr reinlich. Sie putzen sich mehrmals t\u00e4glich gr\u00fcndlich und verrichten immer an der gleichen Stelle ihr Gesch\u00e4ft.\u00a0Hier ist ein Sandbad zu empfehlen, welches die M\u00e4use als Toilette und zur Fellpflege nutzen. Hier kann in der Zoohandlung oder im Supermarkt einfach Vogelsand gekauft und genutzt werden.\u00a0T\u00e4glich sollte hier der Kot ausgesiebt und alle zwei Tage der Sand komplett gewechselt werden.<\/p>\n<p>Durch den hohen Ammoniakgehalt im Urin der M\u00e4use kann es zu erheblichen Lungensch\u00e4den bei den Kleintieren kommen. Daher muss bei der Planung des Geheges darauf geachtet werden, dass dieses gut durchl\u00fcftet ist.\u00a0Sollte hier zu wenig Luftzirkulation vorhanden sein, kann es bei den kleinen Nagern zu Atemnot kommen, was die Lebenserwartung erheblich minimiert.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n<p><strong>Welche Maus ist am besten als Haustier?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt sehr viele Mausarten, aber zu Hause werden meistens Farbm\u00e4use gehalten. Diese Kleintiere sind gesellig, neugirig und aktiv.<\/p>\n<p><strong>Wie alt werden M\u00e4use als Haustier?<\/strong><\/p>\n<p>Die Lebenserwartung einer Maus betr\u00e4gt von ein bis zwei Jahren im Durchschnitt. Mir artgerechter Haltung, gesunder Ern\u00e4hrung und Pflege kann das Wohnbrfinden der kleinen Nager steigen und einzelne Tiere k\u00f6nnen auch \u00e4lter werden.<\/p>\n<p><strong>Kann man eine Farbmaus alleine halten?<\/strong><\/p>\n<p>Die Farbm\u00e4use sind sehr sozial und d\u00fcrfen nicht einzeln gehalten werden. Am liebsten leben sie in einer Familieund k\u00f6nnen sich gut vertragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4use sind beliebte Haustiere, da sie vergleichsweise anspruchslos und einfach in der Haltung sind.\u00a0In den heimischen Gehegen sind Farb- oder<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1583,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1582","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","comments-off"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1582"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1582\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1640,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1582\/revisions\/1640"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tierisch-verliebt.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}